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Speedway in Güstrow : Deutsches Duo schafft Quali für EM-Finale

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kai Huckenbeck und Tobias Busch begeisterten am Sonnabend das Publikum in Güstrow

Im Stechen sicherte Tobias Busch dem deutschen Team bei den Semifinals zur Speedway-Paar-Europameisterschaft den zweiten Podestplatz und begeisterte am Sonnabend mit seinem klug herausgearbeiteten Überholmanöver die 2300 Zuschauer an diesem tropischen Sommerabend in Güstrow vollkommen. Gegen die punktgleichen Letten musste nach den 21 Läufen noch eine Entscheidung im direkten Duell fallen. Andzej Lebedev gewann von der inneren Bahn den Start und das begleitende lettische Team riss schon die Arme in die Höhe. Aber zu früh, denn Tobias Busch blieb dran und arbeitete sich die Chance zum Passieren des Gegners heraus. Mit Geschwindigkeitsüberschuss stach er in die Kurve hinein, setzte sich vor Lebedev und flog dann unter dem tosenden Jubel des Güstrower Publikums davon. „Ich hatte schon in den ersten Runden gemerkt, dass ich schneller bin. Anschließend habe ich mir den Gegner zurechtgelegt und eine schnelle Linie gesucht. So konnte ich es tatsächlich noch schaffen, an Andzej vorbeizukommen“, sagte Tobias Busch freudestrahlend bei der Siegerehrung und knüpfte mit dieser Leistung nahtlos an den hervorragenden Auftritt der Deutschen beim Best-Pairs im zurückliegenden April an.

Zwar konnten Kai Huckenbeck, Tobias Busch und Christian Hefenbrock im 19. Lauf die Qualifikation für das Finale der Paar-Europameisterschaft perfekt machen, aber ganz so einfach wie gedacht war es nicht. Im Vorfeld wurden die Teams aus der Ukraine, Lettland und Deutschland als Favoriten gehandelt. Am besten ins Match startete jedoch Österreich mit zwei Laufsiegen, bei denen sich Fritz Wallner und Daniel Gappmeier jeweils in der Führung abwechselten.

Die beiden Ukrainer Andriy Karpov und Alexander Loktaev begannen mit einem Doppelsieg über Lettland und mussten dann gleich gegen die deutsche Vertretung, die ebenfalls mit einem Doppelsieg zum Auftakt erfolgreich war, antreten.

Während Tobias Busch in Führung ging, fuhr Kai Huckebeck, dem die Sitzhalterung in diesem Lauf gebrochen war, nur hinterher. So führte nach dem ersten Drittel Österreich (10) vor der Ukraine (8), Deutschland (8) und Lettland (6). In den folgenden beiden Läufen schob sich Lettland (16) mit zwei Doppelsiegen an die Spitze. Dahinter teilten sich zwischenzeitlich Österreich und die Ukraine Rang zwei, wobei erstaunlich zu beobachten war, dass Alexander Loktaev keinen Weg vorbei am Slowenen Alexander Conda fand und den Lauf gegen Österreich nur als Duell mit Fritz Wallner beendete, weil Daniel Gappmeier nicht angetreten und Andriy Karpov ins Band gefahren war.

Da das deutsche Paar den Letten klar unterlag, befand sich das einheimische Team mit einem Mal nur auf dem vierten Rang und damit unter Zugzwang wieder. Da rannen noch ein paar Schweißtropfen mehr über die Stirn des deutschen Nationaltrainers Peppi Rudolph. „Das war eine kritische Situation. Lettland und die Ukraine waren stark einzuschätzen, aber in so einem Rennen lauern immer Überraschungen. Wenn dann noch Pech wie bei Kai dazukommt, dann gilt es, das Team zusammenzuhalten. Ich muss den Dreien ein großes Kompliment aussprechen, sie haben bis zu Schluss gefightet und mit diesem Publikum im Rücken gelang uns dann doch noch die erhoffte Qualifikation“, sagte der Teamchef nach dem Rennen.

Und für diese Leistung wurden Tobias Busch, Kai Huckenbeck und Christian Hefenbrock, die nur einen Punkt hinter der Ukraine nach dem grandiosen Stechen auf den zweiten Platz kletterten, entsprechend gefeiert.

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