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Speedway Güstrow : Deutsche dominieren Pfingstpokal

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tobias Busch, Michael Härtel und Tobias Kroner fahren in Güstrow vorneweg

Den emotionalen Abschluss eines grandiosen Rennens um den Pfingstpokal in Güstrow bildete der Sieg von Tobias Busch im letzten Lauf des Tages. Der Held des vor sechs Wochen ausgetragenen Best Pairs wurde von den Zuschauern begeistert für den Gewinn des Sonderlaufes um den Fritz-Suhrbier-Pokal gefeiert.

Die 40. Auflage des Pfingstpokal konnte sich schon vorher der erst 17jährige Michael Härtel sichern, der die gesamte internationale Konkurrenz bezwang und nach der Güstrow Junior Challenge nun auch den Klassiker im Güstrower Speedway gewann. „Ich empfand die Kulisse als sehr beeindruckend und habe mich davon treiben lassen. Die Anfeuerung des Publikums hat mich enorm motiviert“, sagte der junge Bayer, der im Herbst letzten Jahres an gleicher Stelle zum zweiten Mal deutscher Juniorenmeister wurde. Und mit seinem kämpferischen Stil erwarb er im Laufe des Rennen wieder viele Sympathien. Mit viel Mut und Können stach er in jede noch so kleine Lücke und gleich zweimal gelang ihm das Kunststück, in der letzten Kurve außen herum noch seinen Gegner zu überholen, um mit hauchdünnem Vorsprung den Sieg einzufahren. Nur einen einzigen Punkt gab er in seinen Läufen ab und dies an den Vorjahresgewinner Christian Hefenbrock.

Einen starken Auftritt hatte auch Tobias Busch schon in seinen Punktläufen. Zwar musste er am Anfang des Rennens noch nach der richtigen Linie suchen, aber mit einem Sieg im 20. Lauf schaffte er noch den Sprung auf den zweiten Platz im Pfingstpokal. Dabei entwickelte er einen derart hohen Speed, dass er förmlich um die Bahn flog und seinen Vorsprung immer weiter ausbaute.

Das rein deutsche Podest komplettierte Tobias Kroner, der wieder einmal betonte, dass er gern in Güstrow fährt: „Hier ist die Atmosphäre unglaublich. Man lässt sich von der Stimmung der Zuschauer so anstecken.“

Dem konnten die 7500 Zuschauer nur zustimmen. Angeregt von der Leistung der Fahrer und den vielen attraktiven Zweikämpfen gab es jede Menge Grund zum anfeuern und jubeln. So wurde auf den Rängen gefeiert, getanzt und natürlich schwappte auch mehrmals die typische Laola-Welle durch das weite Rund.

Wie ausgeglichen die Besetzung des Fahrerfeldes war, zeigte sich nicht nur darin, dass es lediglich vier Fahrer gab, die auf eine zweistellige Punktzahl kamen, sondern auch daran, dass zwischen dem 5. und dem 15. Platz nur vier Punkte liegen. Kein Fahrer enttäuschte wirklich und selbst der Amerikaner Gino Manzares, der nach den Best Pairs unbedingt wieder in Güstrow starten wollte, führte in einem Lauf, bevor er mit maschinellen Problemen langsamer wurde. So ging das Konzept des MC Güstrow, für spannenden Sport zu sorgen, wieder einmal auf und zusammen mit dem begeisterten Publikum hat dieser Klassiker alles, um auch über viele weitere Jahre die Kultveranstaltung zu bleiben.

 

 

Ergebnis:
1. Michael Härtel 14 (D), 2. Tobias Busch 12 (D), 3. Tobias Kroner 11 (D), 4. Nicolai Klindt 10 (DK), 5. Robert Lambert 9 (D), 6. Kevin Wölbert 9 (D), 7. Viktor Kulakov 7 (RUS), 8. Vitali Belousov 7 (RUS), 9. Edward Kennett 6 (GB), 10. Christian Hefenbrock 6 (D), 11. Davey Watt 6 (AUS), 12. Jacob Thorssell 6 (SWE), 13. Rohan Tungate 6 (AUS), 14. Rasmus Jensen 5 (DK), 15. Mathias Schultz 5 (D), 16. Gino Manzares 1 (USA)

 


Härtel triumphiert auch bei der Junior-Challenge


Mit der Junior-Challenge hat der MC Güstrow offensichtlich das richtige Format für den Auftakt zum Pfingstwochenende gefunden, denn die 20 Junioren boten am Freitagabend vor 1000 Zuschauern tollen Sport und spannende Rennen.

In den Vorläufen kristallisierte sich der polnische Extraligafahrer Adrian Cyfer als Favorit heraus, da er mit drei Siegen sowie nur einem zweiten Platz in der Vorrunde als Führender in die Semifinals ging und so als erster seinen Startplatz wählen konnte. Dort musste er sich aber, wie schon in seinem letzten Vorlauf dem Osterpokalsieger Zdenek Holub beugen. Beide zogen aber ohne Schwierigkeiten in das entscheidende Finale ein. Allerdings brauchten sie dafür zwei Anläufe, weil der an diesem Abend ebenfalls stark auftrumpfende Junioren-Vizemeister Mark Riss in der Startkurve einen Aufsteiger hatte und spektakulär unter die Airfence rutschte. Aus dem zweiten Halbfinale qualifizierten sich der deutsche Juniorenmeister Michael Härtel und der Brite Robert Lambert für den Endlauf.

Auch das Finale brauchte zwei Anläufe. Beim ersten Versuch wurde Robert Lambert wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. So waren es nur noch drei, die unter sich die Podestplätze ausmachen konnten. Den Start gewann der für Gorzow in der polnischen Liga fahrende Adrian Cyfer. Aber er musste sich in einem rundenlangen Kampf dem heranstürmende Michael Härtel, der eine Lücke kompromisslos ausnutze, beugen und sagte dazu nur nach dem Rennen: „So ist Speedway. Ich war zum ersten Mal in Güstrow und musste mich erst mit den unterschiedlich zu fahrenden Kurven anfreunden. Die Aktion von Michael war absolut in Ordnung.“ Das sah auch der 3. Güstrow Junior-Challenge-Sieger Michael Härtel genauso: „Am Anfang des Rennens haben wir viel am Set-Up gearbeitet und immer wieder gewechselt. Als ich aber meinen Speed gefunden hatte, wusste ich, dass ich auch nach einem nicht so guten Start überholen konnte und das habe ich im Finale genutzt.“


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