Fußball : Derby der Gegensätze

Will sein persönliches Torekonto in Bützow weiter füllen: Sava-André Mihajlovic ist mit dem Güstrower SC beim Tabellenletzten Favorit.
Will sein persönliches Torekonto in Bützow weiter füllen: Sava-André Mihajlovic ist mit dem Güstrower SC beim Tabellenletzten Favorit.

Fußball-Verbandsliga: Schlusslicht TSV Bützow erwartet heute um 19.30 Uhr den Güstrower SC (4.)

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29. November 2019, 05:00 Uhr

13 Spiele am Stück sieglos, dabei elf Mal verloren, das gab es in der Verbandsliga-Historie der Bützower Fußball-Männer noch nie. Viel mehr Außenseiter als vor dem heutigen Derby gegen den Güstrower SC war der TSV auch noch nicht. Zumindest spricht die bisherige Saisonbilanz eindeutig für den GSC, der als Tabellenvierter mit 27 Punkten an die Warnow reist. „Es lässt sich nicht wegreden, dass wir favorisiert sind. Wenn wir aber schon vorher glauben, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, werden wir das böse Erwachen erleben“, mahnt Güstrows Trainer Holger Scherz trotz der Favoritenrolle zur Vorsicht. Stattdessen erwartet er ein kampfbetontes Spiel, so sieht es auch sein Gegenüber, Helge Marquardt: „Von unserer Seite auf jeden Fall, das ist auch das, was wir bringen müssen. Vor allem aber defensiv gut stehend. Bedingungslosen Offensivfußball braucht von uns niemand erwarten, das würde gegen Güstrow in die Hose gehen, das wissen wir auch“, erklärt der Bützower Coach.


GSC erzielt im Schnitt drei Treffer pro Partie

Drei Treffer im Schnitt haben die Güstrower bislang pro Spiel erzielt, allerdings auch zwei kassiert. Das zeigt aber in erster Linie die Stärke des GSC, weshalb die TSV-Elf nicht ins offene Messer laufen will. Helge Marquardt hofft aber auch ein wenig auf den Derbycharakter, schließlich setzen solche Lokalduelle bei den Spielern oftmals weitere Kräfte frei. Optimistisch stimmt ihn zudem der Auftritt vom zurückliegenden Freitag beim Malchower SV. „Dort haben wir über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht, hatten durchaus die Möglichkeit, einen Punkt mitzunehmen“, sagt Marquardt. Am Ende verloren die Bützower allerdings mit 0:2. Dieses Statement deckt sich aber mit den Eindrücken von Holger Scherz. „Ich habe in dieser Saison schon einige TSV-Spiele gesehen. Die Leistungsstärke ist nicht so, dass sie noch keinen Sieg verdient gehabt hätten. Bützow hat oft nur ein Tick gefehlt, hat dann aber hier und da die falschen Entscheidungen getroffen und sich davon bislang nicht erholen können“, erklärt der GSC-Trainer und weiß, dass die Warnowstädter durchaus konkurrenzfähig sind. Auch wenn es die bisher erst zwei ergatterten Zähler nicht vermuten lassen. Genau deshalb spricht Scherz von einer schwierigen Nummer. „Das Spiel geht bei 0:0 los, wir nehmen es sehr, sehr ernst. Wir können durchaus gewinnen, müssen aber an unsere Leistungsgrenze gehen“, freut sich Holger Scherz auf ein packendes Lokalderby. Personell lässt er sich nicht in die Karten gucken, sagt nur, dass er nicht den kompletten Kader zur Verfügung haben wird. Der TSV Bützow erst recht. Hier fällt nun auch noch Abwehrchef Max Körting für längere Zeit aus. „Das schmerzt uns sehr. Wir müssen versuchen, das zu kompensieren“, sagt Helge Marquardt.
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