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Leichtathletik : Den großen Sprung verpasst

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Leichtathletik: Greta Blaudzun vom LAC Mühl Rosin bei Deutschen Meisterschaften auf Platz 14

Die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften ist gerade für kleine Vereine Ausdruck sehr guter Trainingsarbeit mit den Nachwuchssportlern. Dem LAC Mühl Rosin gelingt dieses Unterfangen nun bereits seit Jahren regelmäßig. Nachdem im Vorjahr mit Stefan Garms und Carl-Charlie Krüger zwei Jungen die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im Blockmehrkampf erreichten, vertrat ein Mädchen der Altersklasse 15 die Farben des LAC im Kölner NetCologne-Stadion bei den erstmals ausgetragenen Deutschen Meisterschaften in Einzeldisziplinen der U16: Greta Blaudzun hatte im Juni die Norm im Hochsprung (1,66m) gemeistert und damit den Sprung in die Top-15 Deutschlands geschafft.

Obwohl Greta bereits mit den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin einen „großen“ Wettkampf erlebt hatte, war ihr die Anspannung in Köln deutlich anzumerken. Die Anfangshöhe von 1,52m schaffte sie noch im ersten Versuch. Wie aufgeregt sie war, konnte man aber bereits beim folgenden Sprung sehen: 1,57m stellten eigentlich in diesem Jahr kein Problem bei Gretas Wettkämpfen dar – in Köln aber benötigte sie die vollen drei Versuche, um diese Höhe zu bezwingen. Da die anderen Konkurrentinnen hier fehlerfrei blieben, musste Greta in sehr kurzen Abständen (jeweils nur eine Minute Zeit zwischen den Sprüngen) ihre Versuche absolvieren. Ähnliches spielte sich bei der nächsten Höhe (1,61m) ab: der Abstand zur Latte beim Absprung passte einfach nicht. Trainerin Sabine Beutling konnte hier von außen auch nicht mehr korrigierend eingreifen. Wieder ging es in den dritten Versuch; der sah zwar am besten aus - die Latte aber fiel! In Berlin hatte Greta sowohl 1,60m als auch 1,63m noch sicher geschafft, umso größer war natürlich die Enttäuschung in Köln. Trotzdem bleibt der 14. Platz in der Endabrechnung Gretas größter sportlicher Erfolg, den sie bereits durch die Teilnahme an den „Deutschen“ erreicht hatte. Es bedarf aber sicher seitens der Trainer noch einiger mentaler Aufbauarbeit, um den Kopf vor den nächsten Wettkämpfen wieder frei zu bekommen.

Nur vier der angetretenen Hochspringerinnen konnten übrigens die Qualifikationsnorm von 1,66m bestätigen. Überragend war die Siegeshöhe von Carolin Marchlewski (TuS Lörrach-Stetten), die mit 1,78m ihre Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigte (und damit sogar höher als die Siegerinnen der DM U18 und U20 in Wattscheid sprang).

Mecklenburg-Vorpommern war in Köln mit insgesamt zwölf Startern (5 Mädchen, 7 Jungen) vertreten, die drei Deutsche Meistertitel in den Norden holten: Janika Baarck (SC Neubrandenburg) siegte souverän im 300m-Lauf mit fast einer Sekunde Vorsprung; zudem holte sie Bronze im Kugelstoßen. Ähnliches gelang Frieder Scheuschner (HSG Uni Greifswald), der nach seinem 300m-Hürden-Titel noch Bronze im Dreisprung erreichte. Ebenfalls aus der Greifswalder „Dreisprungschule“ stammt die jetzt für den 1. LAV Rostock startende Mara Häusler, die im Dreisprung der 15-jährigen Mädchen ihrer Favoritenrolle gerecht und mit sehr guten 11,46m Deutsche Meisterin wurde! Eine weitere Bronze-Medaille zum guten LVMV-Abschneiden steuerte Tim Ader vom SC Neubrandenburg im Diskuswurf bei.

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