Fußball-Verbandsliga : Dem Favoriten ein Bein gestellt

Trifft schon wieder nach Belieben: Nach seinem Doppelpack gegen den 1. FC Neubrandenburg führt Güstrows Angreifer Sava-André Mihajlovic nach drei Spieltagen die Torjägerliste mit fünf Treffern an.
Trifft schon wieder nach Belieben: Nach seinem Doppelpack gegen den 1. FC Neubrandenburg führt Güstrows Angreifer Sava-André Mihajlovic nach drei Spieltagen die Torjägerliste mit fünf Treffern an.

Fußball-Verbandsliga, 3. Spieltag: Güstrower SC schlägt den ambitionierten 1. FC Neubrandenburg mit 4:2 (3:1)

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26. August 2019, 05:00 Uhr

Der Güstrower SC mausert sich in der Fußball-Verbandsliga zum Favoritenschreck. Die Mannen um Trainer Holger Scherz besiegten nach dem FC Mecklenburg Schwerin nun auch den ebenfalls hochgehandelten 1. FC Neubrandenburg im heimischen Jahnstadion mit 4:2. Gleichzeitig baute der GSC damit seine bisher makellose Bilanz mit dem dritten Sieg im dritten Spiel aus. Da können aktuell nur der FSV Einheit Ueckermünde sowie der Rostocker FC mithalten. Am kommenden Sonnabend gastiert der GSC übrigens in Rostock am Damerower Weg. Wenn die Güstrower ihre Einstellung und Leidenschaft auch dort auf den Platz bringen können, ist der nächste Sieg drin.

Die nötige Bereitschaft, alles für den Erfolg zu tun, war auch gegen den 1. FC Neubrandenburg das Erfolgsrezept. ,,Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir an die Leistungsgrenze kommen sollten. Im Großen und Ganz hat sie das dann auch vernünftig gemacht“, sagt Holger Scherz. Im Endeffekt war es ein heißer Tanz, den beide Mannschaften boten – allein schon wegen dem warmen Wetter. Der Güstrower SC agierte ziemlich druckvoll, versteckte sich von Anfang an nicht. So war auch der kurzfristige Ausfall von Tim Peters nicht zu spüren, der sich am Vorabend mit Fieber abmeldete. ,,Ich musste deshalb ein bisschen umbauen“, erklärt Scherz, an der Spielphilosophie änderte sich aber nichts. ,,Wir wollten viele Phasen mit einbauen, in denen wir den Gegner permanent unter Druck setzen, anlaufen und hohes Tempo gehen wollten. Das war über 90 Minuten bei dem Wetter nicht ganz möglich“, ergänzt der GSC-Coach. Die Neubrandenburger kamen damit gar nicht zurecht, wurden von den Güstrowern so ziemlich überrumpelt und kamen selbst nicht zum Zuge. ,,Wir haben es denen wirklich nicht einfach gemacht, in dem wir sie nicht zum Spielaufbau haben kommen lassen. Wir haben sie bearbeitet, zu Stresssituationen gezwungen, demzufolge konnten sie ihr Spiel nicht aufziehen. Sie waren immer wieder kreuzgefährlich über die Außenpositionen. Das wussten wir und haben es gut repariert mit unseren Außenverteidigern Henrik Löhning und Marvin Bartelt“, sagt Scherz. Das Verteidigen haben die Gäste nicht so gut hinbekommen. Rico Keil (13.) und Lukas Möller (16.) lenkten das Spiel mit ihren beiden Toren schon früh in die richtige Richtung. Ganz auszuschalten waren die Neubrandenburger aber auch nicht. Christoph Fischer sorgte in der 20. Minute wieder für mehr Spannung, als ihm der Anschlusstreffer gelang. Der GSC ließ aber nicht locker und belohnte sich für seine mutige Spielweise kurz vor dem Pausentee mit dem 3:1 durch Sava-André Mihajlovic (43.). ,,In der Halbzeit waren wir schon ganz schön am Limit. Ich habe dann gesagt, dass wir uns auch paar Ruhephasen gönnen müssen, weil das Tempo schaffst du halt über 90 Minuten nicht. Das haben wir ganz gut hingekriegt“, berichtet Holger Scherz von seiner Kabinenansprache.


Sonderlob für Sven Bildhauer

Die gut erholten Güstrower hatten dann auch wieder einen erfolgreichen Start in den zweiten Durchgang. Mihajlovic erhöhte in der 55. Minute auf 4:1 und sorgte somit für die Vorentscheidung. Die Gäste konnten sich von diesem erneuten Rückschlag nicht mehr erholen. Stattdessen ergaben sich für die Hausherren noch gute Kontergelegenheiten, die aber allesamt ungenutzt blieben. Rico Keil scheiterte unter anderem am Querbalken. Zusammen mit Sava-André Mihajlovic wirbelte er die gegnerische Defensive mal wieder durcheinander. ,,Über die beiden da vorne brauche ich nichts zu sagen, die bringen Woche für Woche ihre Leistung“, lobt Holger Scherz. Und wenn er schon mal dabei ist, verdiente sich auch noch ein anderer die Bestnote. ,,Ein Sonderlob spreche ich eigentlich nicht so gerne aus, aber das möchte ich diesmal Sven Bildhauer geben, der auf der Sechs sensationell gespielt und viele Dinge abgeräumt hat“, sagt Holger Scherz. Bildhauer wird es sicher gerne hören. Dass den Neubrandenburgern fünf Minuten vor dem Ende noch etwas Ergebniskosmetik gelang, ist eigentlich nur noch eine kleine Randnotiz.

Güstrower SC: Florian Kirsch – Marvin Bartelt, Sven Bildhauer, Tim Schumacher (66. Enrico Karg), Lukas Möller (88. Patrick Runzer), Henrik Löhning, Rico Keil, Sava-André Mihajlovic, Björn Plate, Ole Schuller (76. Vinzent Writschan), Björn Boy

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