Fußball : „Das war schon peinlich“

Ein Debakel erlebte Marvin Mihajlovic (r.) mit dem Güstrower SC im Testspiel gegen die TSG Neustrelitz. Der Oberligist gewann mit 9:2.
Ein Debakel erlebte Marvin Mihajlovic (r.) mit dem Güstrower SC im Testspiel gegen die TSG Neustrelitz. Der Oberligist gewann mit 9:2.

Fußball-Verbandsligist Güstrower SC kommt im Testspiel gegen die TSG Neustrelitz (Oberliga) mit 2:9 (1:2) unter die Räder

23-43472080_23-66108349_1416395191.JPG von
17. Februar 2020, 05:00 Uhr

Nach zuvor zwölf Gegentoren in vier Testspielen lag das Augenmerk bei Fußball-Verbandsligist Güstrower SC im Duell gegen den Oberligisten TSG Neustrelitz eigentlich darauf, das eigene Tor besser zu verteidigen, doch das ging dann gründlich in die Hose. 9:2 gewannen die Gäste auf dem Kunstrasenplatz im Jahnstadion und vermasselten den Barlachstädtern damit die Generalprobe vor dem Restrückrundenstart am kommenden Sonnabend gegen den Grimmener SV.

Wenn die Güstrower trotzdem etwas Positives aus diesem Testduell mitnehmen können, dann ist es das Auftreten in der ersten Halbzeit. „Da haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagt GSC-Trainer Holger Scherz. Genauer gesagt, stellten die Güstrower die Räume eng zu und agierten mutig nach vorne. Neustrelitz hatte damit seine Probleme, ging allerdings durch einen indirekten Freistoß in Führung (24.). Doch da sich der GSC eben nicht versteckte, markierte Jonas Reister in der 37. Minute den verdienten Ausgleich. Weil die Hausherren dann in einer 1:1-Situation den Kürzeren zogen, lag die TSG zur Pause knapp mit 2:1 vorne (43.).

Was dann folgte, glich einer Lehrstunde für den GSC. Zumindest spielten sich die Neustrelitzer in einen Rausch und erhöhten fast ohne Gegenwehr auf 7:1, ehe Fabian Weidmann etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte (83.). „Mir fehlen dafür noch die Worte. Das war ein völlig anderes Spiel. Sicherlich haben wir unter der Woche hart und intensiv trainiert, aber das wir uns so abschlachten lassen und ergeben, das war schon peinlich. Dafür müssen wir uns bei den Leuten entschuldigen, die gekommen sind, um sich das Spiel anzuschauen“, sagt Holger Scherz. Im Endeffekt ist es eine Klatsche ohne Folgen, die trotzdem nachwirkt. „Es ist und bleibt ein Testspiel. Das muss ich trotzdem erst einmal für mich verarbeiten, um die richtigen Worte zu finden. Nach dem Spiel habe ich gar nichts gesagt, musste mich selbst schützen, um nicht den einen oder anderen zu beleidigen“, ringt der Güstrower Coach um Fassung. Vielleicht war es ja ein Denkzettel zur rechten Zeit, denn am kommenden Sonnabend gegen Grimmen gibt es keine Ausreden mehr. Dann muss geliefert werden, um die ersten drei Verbandsliga-Punkte des neuen Jahres zu verbuchen.

Torfolge: 0:1 Djibril N Diaye (24.), 1:1 Jonas Reister (37.), 1:2 Nick Stövesand (43.), 1:3 Djibril N Diaye (55.), 1:4 Djibril N Diaye (57.), 1:5 Dennis Ladwig (66.), 1:6 Patrick Runzer (70./Eigentor), 1:7 Djibril N Diaye (76.), 2:7 Fabian Weidmann (83.), 2:8 Nils Röth (86.), 2:9 Niels Noak (90.)

Güstrower SC: Florian Kirsch (46. Edgaras Kuhlmann), Marvin Bartelt, Vinzent Writschan, Sven Bildhauer (46. Henrik Löhning), Patrick Runzer, Enrico Karg, Fabian Weidmann, Jonas Reister, Sava-André Mihajlovic, Marvin Mihajlovic, Björn Plate

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen