Das Abstiegsgespenst verjagen

Nun fester Bestandteil des Güstrower SC II: Tim Borgwart (vorne), hier im Testspiel gegen den TSV Bützow II.
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Nun fester Bestandteil des Güstrower SC II: Tim Borgwart (vorne), hier im Testspiel gegen den TSV Bützow II.

Fußball-Landesklasse III: Der Güstrower SC II und Bölkower SV haben zum Rückserien-Auftakt richtungweisende Spiele vor sich

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20. Februar 2019, 05:00 Uhr

Ab dem kommenden Wochenende rollt auch in der Fußball-Landesklasse III wieder der Ball. Für die beiden hiesigen Teams der Region gilt es dann, sich so schnell wie möglich den Abstiegssorgen zu entledigen. Wobei das mit der Schnelle leichter gesagt ist als getan. Noch stehen der Güstrower SC II (15 Punkte, Platz 11) und Bölkower SV (14 Punkte, Platz 13) knapp über dem Strich.


Güstrower SC II

„Die ersten drei Spiele gegen den TSV Goldberg, FC Förderkader René Schneider II und FC Aufbau Sternberg sind richtungweisend für uns“, sagt Güstrows Trainer Tom Hagemann. Es sind allesamt Duelle gegen direkte Konkurrenten. Dass sich die Verbandsliga-Reserve in solch einer misslichen Lage befindet, hat für den Trainer mehrere Gründe: „Leider hatten wir nur einen schmalen Kader mit zwei Langzeitverletzten zur Verfügung. Demnach waren wir im Training und in den Spielen oftmals unterbesetzt“, erklärt Hagemann. Zwei überzeugende Spiele gegen den Mulsower SV und die HSG Warnemünde mit jeweils sieben geschossenen Toren waren die Höhepunkte des GSC bislang. „Auf der anderen Seite haben wir noch keine stabile Abwehr. Zu viele Gegentore und zu wenig Durchsetzungsvermögen in der Offensive waren ein stetiger Partner an unserer Seite“, resümiert Hagemann.

Trotzdem glaubt er daran, dass sich das Team nun besser präsentiert, wenngleich die Generalprobe gegen den TSV Bützow II (Kreisoberliga) mit 0:4 in die Hose ging. „Dieses Spiel will ich nicht überbewerten, da der Gegner auch die entsprechende Erfahrung meinen jungen Spielern gegenüber mitbrachte. Wir haben gut gespielt, waren aber teilweise zu grün hinter den Ohren – was uns der Gegner voraushatte“, sagt Tom Hagemann.

Mit den beiden Oldies Maurice Bohnet und Stefan Werth stehen ihm in der Rückrunde punktuell auch zwei Erfahrene zur Verfügung. Außerdem stoßen Anton Dopp und Tim Borgwart fest zum Team dazu, die aus verschiedenen Gründen aus der eigenen Verbandsliga-Mannschaft den Schritt zur Zweiten machten. Nicht mehr dabei sind Aaron Lehsten (hört verletzungsbedingt auf, rückt als Betreuer ins Trainerteam) und Kevin Krüger (privat). „Die vier Wochen Vorbereitung haben wieder Spaß gemacht und lassen auf den Enthusiasmus der Jungs hoffen, den sie im Training an den Tag gelegt haben. Die Stimmung ist besser. Nun gilt es, über das Training und die Spiele sich wiederum das Selbstvertrauen zu holen. Erfahrungsgemäß sind die jungen Burschen in der Rückrunde erfahrener und holen mehr Punkte in der zweiten Saisonhälfte“, sagt Hagemann.


Bölkower SV

Auch für den Bölkower SV ist das erste Spiel nach der Winterpause gleich ein Gradmesser. Im Heimspiel gegen die HSG Warnemünde (Tabellenletzter) zählt nur ein Sieg, doch die Voraussetzungen dafür sind bescheiden. Personell geht das Team von Trainer Stefan Schult gleich wieder auf dem Zahnfleisch. „Wahrscheinlich habe ich einen Mann auf der Bank“, erklärt der 40-Jährige. Diese Personalprobleme ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison und führten in der Winterpause sogar zu der Überlegung, sich aus dem Spielbetrieb zurückzuziehen. „Es fehlt an Spielern. Neue zu bekommen, ist aber nicht leicht. Viele junge Spieler wollen sich heutzutage nicht mehr quälen, Training mögen sie nicht. Das ist nicht mein Anspruch“, sagt Stefan Schult, der mit seiner Mannschaft die Kräfte bündeln will.

Mit dem Engagement seines Kaders in der Vorbereitung war er zufrieden. „Die Jungs haben gut mitgezogen. Die Testspielergebnisse sprechen für sich“, sagt Schult. Zuletzt wurden der FSV Krakow am See mit 2:1 und die LSG Lüssow (beide Kreisoberliga) mit 5:1 bezwungen. Trotzdem gehen die Bölkower etwas zurückhaltend in die zweite Saisonhälfte. „Man weiß nicht, wo man steht“, erklärt Schult. In der Hinrunde habe seine Mannschaft zu viele Punkte liegen lassen, in Spielen, die auch hätten anders ausgehen können. Das lag seiner Meinung nach auch an der mangelnden Fitness, an der die Bölkower nun gearbeitet haben. Ob es sich auszahlt, wird man sehen.

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