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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

24. August 2017 | 03:15 Uhr

faustball : Bronze nur knapp verpasst

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Faustball-DM Frauen Ü30: GSC-Frauen fehlten am Ende Kraft und Konzentration / Tus Koblenz verteidigt Titel

Mit dem 4. Platz haben sich die Ü30-Faustballfrauen des GSC bei der ersten in Güstrow ausgetragenen Deutschen Meisterschaft achtbar geschlagen. Immerhin eine Verbesserung um drei Plätze zum Vorjahr, als die „älteren“ GSC-Damen erstmals an einer Seniorinnen-DM teilnehmen konnten. Bei etwas mehr Konzentration im Spiel um Platz 3 wäre sogar eine Medaille möglich gewesen.

In beiden Vorrundengruppen ging es sehr eng zu. Da hing für alle Teams der Einzug ins Halbfinale oder wenigstens die Qualifikation dafür als Gruppenzweiter oder -dritter oft am seidenen Faden.

Zum Auftakt der Gruppenspiele trennte sich Gastgeber Güstrower SC vom ESV Schwerin 1:1. Im Mecklenburg-Derby gingen beide Teams mit viel Leidenschaft zu Werke, war ordentlich Stimmung in der Halle. Einige Geniestreiche von Diana Freiknecht sowie eine stabile Defensivleistung sicherten dem GSC den 1. Satz (11:9). Im 2. Satz erwischte Schwerin den besseren Start. Dem Güstrower Angriffsduo unterliefen jetzt zu viele Fehler, so dass Schwerin schon beim 10:4 gleich den ersten Satzball nutzen konnte.

Gegen den favorisierten SV Moslesfehn konnten sich die Güstrowerinnen überraschend deutlich mit 7:1 absetzen, spielten sie sicher und trickreich. Doch nach dem 11:2 verlief der zweite Durchgang ausgeglichener. Trotz der Unterstützung der Fans vermochten die Güstrowerinnen vier Satzbälle nicht zu verwandeln. Moslesfehn bäumte sich auf, glich zum 10:10 aus und erreichte noch das nicht mehr für möglich gehaltene Unentschieden.

Klar, war jetzt, dass nun gegen den SV Kubschütz nur ein Sieg die Chancen aufs Weiterkommen erhalten würden. Auch ohne große spektakuläre Aktionen gelang dies. 2:0 (11:5, 11:7) hieß es nach dieser eher niveauarmen Partie.

Um alles oder nichts ging es im letzten Gruppenspiel gegen den Ahlhorner SV: Bei einem Remis wäre der GSC hinter Schwerin Zweiter, bei einer Niederlage nur Vierter und somit raus aus dem Titelrennen. Die Niedersachsen stemmen sich gegen das für sie ebenfalls drohende Ausscheiden und blieben bis zum 6:7 stetig dran. Das 11:7 im 1. Satz konnten sie jedoch nicht verhindern. Damit hatte der GSC den benötigten Punkt sicher und das 9:11 im 2. Satz tat nicht mehr weh.

In der Quali für das Halbfinale gegen den Dritten der Parallelgruppe, TSV Bardowick, bekam der GSC anfangs Probleme, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Bardowick dominierte und führte bis zum 10:7 relativ souverän. Doch urplötzlich legten die Güstrowerinnen eine 5-Punkte-Serie aufs Parkett und retteten den schon fast verloren geglaubten Satz. Der zweite Durchgang ging mit 6:11 klar verloren, also ging es in einen Entscheidungssatz. Hier spielte Güstrow mit einem glänzenden Start Bardowick förmlich an die Wand. Bei 6:0 wurden die Seiten gewechselt. Doch beim 10:5 vergaben die Güstrowerinnen wieder vier Satzbälle, bevor Diana Freiknecht die Zuschauer und ihr Team mit einem Kurzball erlöste.

Im Halbfinale kam der GSC gegen Vorjahresfinalist VfK Berlin überhaupt nicht ins Spiel, fand kein Mittel, um die Angabe loszuwerden und vermochte zahlreiche Anläufe aus dem Spiel heraus nicht zu nutzen. Nach dem 1:11 konnte man dann in Durchgang zwei besser dagegenhalten, ehe die cleveren Ber,liner mit 12:10 den Finaleinzug perfekt machten.

Im Spiel um den 3. Platz, wie zum Turnierauftakt gegen den ESV Schwerin, operierten die Gastgeberinnen viel zu nervös. Zahlreiche Fehler vor allem im Angriff machten bei einem Spiel ansonsten auf Augenhöhe alle Chancen auf Bronze zunichte. Möglich, dass Kräftevorteile auf Seiten der Schwerinerinnen lagen, die sich als Gruppenerster das aufreibende Qualifikationsspiel hatten ersparen können. So blieb es zwar immer eng, am Ende hatten aber die ESV-Damen Grund zum Jubeln (10:12, 9:11).

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