Drachenboot-Rennen : „Black Pearls“ treiben sich zum Sieg

Das Siegerboot der „Black Pearls I“ hier in einem Vorlauf Fotos: christian menzel (6)
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Das Siegerboot der „Black Pearls I“ hier in einem Vorlauf Fotos: christian menzel (6)

Das Drachenboot-Rennen ist auf dem Güstrower Inselsee ein Sportfest mit jeder Menge Spaß. Die „Black Pearls I“ siegten bei 9. Auflage am Sonnabend und dürfen den Wanderpokal behalten. Veranstalter ist der SV Einheit Güstrow.

svz.de von
28. Juli 2014, 06:00 Uhr

Das Drachenboot-Rennen 2014 des SV Einheit Güstrow gewann am Sonnabend auf dem Güstrower Inselsee das Team „Black Pearls I“. In einem packenden Finale ließ das Boot des Vorjahressiegers die „Stuk-Marine“ und die Mannschaft „Havanna“ hinter sich. Nach ihrem dritten Sieg in Folge verbleibt der Wanderpokal nun im Besitz der „Black Pearls“.

Bei traumhaftem Sommerwetter entwickelte sich die 9. Auflage des Drachenboot-Rennens zu einem Fest auf dem Inselsee. Über sechs Stunden lang folgte Rennen auf Rennen, trieben die Trommler ihre Teams nach vorn und sorgten die vom Güstrower Kanu-Verein gestellten Steuermänner für einen klaren Kurs. Die Ausschreibung garantierte, dass jede Mannschaft die gut 200 Meter lange Strecke mindestens zweimal absolvieren durfte. Alle Verlierer der Vorläufe hatten somit noch eine Chance im Hoffnungslauf. Oft musste ein Blick auf das Zielfoto Gewissheit über Sieger und Platzierte geben. Im Hoffnungslauf der Halbfinal-Verlierer versagte aber selbst diese Methode. So oft sich die Jury das Zielfoto auch ansah – es blieb ein totes Rennen zwischen „Havanna“ und dem zweiten Team der „Black Pearls“. Im Wiederholungslauf buchte „Havanna“ dann die Finaltickets.

Bei allen sportlichen Ambitionen dominierte das Wort „Spaß“ den Sonnabendnachmittag. „Es hat Riesenspaß gemacht“, bilanzierte Stefanie Boehm das Rennen, obwohl es ihr Boot „Attacke Pinguin“ nicht auf einen vorderen Platz geschafft hatte. „Wir sind eine bunt zusammen gewürfelte Truppe und haben seit Mai einmal die Woche trainiert. Aber nicht alle konnten aus beruflichen Gründen alle Termine wahrnehmen“, sagte sie. Die junge Frau, die zum ersten Mal in ein Drachenboot gestiegen war, profitierte von einer Neuregelung in der Ausschreibung. In jedem Team mussten mindestens vier Frauen/Mädchen aktiv mitpaddeln. „Die Regelung hat sich total bewährt. Wir wollten nicht nur muskelbepackte Männerteams gewinnen sehen, sondern für mehr Chancengleichheit sorgen. Und auch die Frauen sollen ja ihren Spaß haben“, erklärte Nicolas Berens vom Organisationsteam.

Dieser Passus in der Ausschreibung soll auch zur 10. Auflage des Drachenboot-Rennens im nächsten Jahr beibehalten werden. Dann will auch Uwe Kunkel wieder mit dabei sein. Der 75-Jährige war der mit Abstand älteste Teilnehmer im Feld der 16 Mannschaften. Und auch er hatte „Riesenspaß“ mit seinem Team „Attacke Pinguin“, obwohl der zweite Platz vom Vorjahr nicht verteidigt werden konnte. „Wenn ich merke, dass die Kräfte nicht mehr zum Paddeln reichen, bleibt mir immer noch die Option als Steuermann mitzumachen“, blickte das Mitglied des Güstrower Kanuvereins optimistisch in die Drachenboot-Zukunft.


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