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E-Rollstuhlhockey : Bis zum Schlusspfiff weiße Weste gewahrt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

2. Elektro-Rollstuhl-Hockey-Bundesliga: Nording Bulls gewinnen alle Punktspiele und kehren zurück in die 1. ERH-Bundesliga

„Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt“ fand die 2. ERH-Bundesliga-Saison 2013/14 ihren Abschluss. Bekanntlich ist die Stadt an der Ruhr ein geschichtsträchtiger Ort für die seit einiger Zeit in der KSG Lalendorf/Wattmannshagen organisierten Nording Bulls. Vor vier Jahren verkündeten sie hier, damals noch als SV 90 Lohmen, den (freiwilligen) Abgang aus der 1. Elektro-Rollstuhl-Hockey-Bundesliga. Nun ist die Mannschaft wieder im Oberhaus angelangt. Und dies sogar mit einem verlustpunktfreien Durchmarsch durch die Saison.

Die Grundlage hierzu wurde frühzeitig in der Saison gelegt, bereits vorzeitig hatten die Nording Bulls sich nach zwei von drei Spieltagen die Rückkehr ins Oberhaus gesichert. Dementsprechend konnten sie gelassen die 600 Kilometer weite Anfahrt in den Ruhrpott sowie die restlichen vier Spiele in Angriff nehmen.

Bis dato ungeschlagen, stürmten die Mecklenburger in ihr erstes Spiel. Dort lauerten die vom Abstieg bedrohten Star Drivers Bad Kreuznach auf ein paar rettende Punkte. Die blieben ihnen jedoch verwehrt – Endstand: 11:2. Sicherlich nicht allein deshalb blieben die Star Drivers am Ende die Tabellenletzten.

Das darauf folgende Spiel gegen die Rolli-Teufel aus Ludwigshafen bot den Lalendorfern schon einen kleinen Vorgeschmack auf die nahende Erstliga-Saison. Mit viel spielerischem und taktischem Können zeigte der Erstliga-Absteiger aus Rheinland-Pfalz, warum er vormals zur Beletage gehörte. Nach abwechslungsreicher Anfangsperiode stand es 3:3. In kürzester Zeit erhöhten die Rheinland-Pfälzer dann sogar auf 6:3. Taktische Umstellungen und enormes Pressing der Nording Bulls ließen den Vorsprung peu à peu schmelzen. Und mit dem Schlusspfiff gelang den Mecklenburgern noch der glückliche 7:6-Siegtreffer – die weiße Weste blieb damit gewahrt!

Eine Verschnaufpause später warteten die Hurricanes Bochum auf den neuen Aufsteiger. Abgeschlagen, durch zwei weitere Niederlagen, schien dem Gastgeber die Luft ausgegangen zu sein und überließ den Lalendorfern die Initiative. Die nutzten das prompt zu einem 9:3-Sieg.

In der letzten Partie des Spieltages und der Saison suchten die im Niemandsland der Tabelle stehenden Flashboy Runners Neuwied nach einem Erfolgserlebnis. Schwungvoll starteten sie ihre Angriffsbemühungen – die sich alsbald gegenteilig auswirken sollten. Durch das offensiv ausgerichtete Spiel entstanden Freiräume, die konsequent von die Nording Bulls zum Kontern für einen 10:2-Sieg ausgenutzt wurden.

Das Fazit der Saison aus Sicht der Nording Bulls ist beeindruckend: Ungeschlagen sowie mit 90 erzielten Treffern in zwölf Spielen kehren die Lalendorfer ins Oberhaus zurück. Hinzukommend sicherte sich Nationalspieler Silvio Grubert mit 60 Treffern zum dritten Mal nach 2007 und 2013 die Torjägerkanone der 2. ERH-Bundesliga. Und doch wissen die Lalendofer: Allen Erfolgen zum Trotz muss in den kommenden Trainingseinheiten viel Wert auf die Stabilisierung der Abwehr und eine flexiblere Angriffsgestaltung gelegt werden, um für die Erste Liga gewappnet zu sein.


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