Reiten : Barlachstadt rückt ins Rampenlicht

Reitsport: Für das Sommerturnier in Güstrow haben schon 260 Reiter mehr als 970 Startplätze beantragt

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20. Juni 2016, 05:00 Uhr

Vom 1. bis 3. Juli steht die Barlachstadt Güstrow erneut im Rampenlicht des Pferdesports. Für das Sommerturnier haben 260 Reiter mehr als 970 Startplätze beantragt. „Damit liegen wir im Trend des letzten Jahres“, sagt Birgit Manski, die zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Maik Osterloh die Turnierleitung inne hat. „Es scheint so, dass knapp 1.000 Nennungen eine stabile Größe bei uns werden. Da müssen wir hinsichtlich des Ablaufs aufpassen, dass es uns zeitlich nicht aus dem Ruder läuft“, ergänzt Maik Osterloh.

Wer die Güstrower Organisatoren kennt, wird keinen Zweifel aufkommen lassen, dass sie mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung für einen reibungslosen Ablauf sorgen werden. Der Springplatz wurde zwar vergrößert und auch so manch andere Neuerung in den letzten zwei Jahren auf dem Traditionsplatz vorgenommen. Deshalb müssen die Springbahnen aber nicht länger werden. „Ganz im Gegenteil, wir werden die Kurse straffen, das kommt nicht nur der Zeiteinteilung entgegen, sondern auch den Pferden, wenn es wieder so heiß wird wie 2015“, sagt der Schweizer Peter Weber, der zusammen mit Karl-Heinz Schröder (Güstrow) die Springbahnen baut, als Freund des Vereins auch als Mäzen auftritt und Sonderpreise für drei Springtouren ausgelobt hat.

Das Besondere an den Güstrower Turnieren ist die Vielfalt an Prüfungen. Einen hohen Stellenwert hat im Gegensatz zu manch anderen Turnierorten die Dressur als Grundlage der Reiterei. 15 Prüfungen und Wettbewerbe werden auf dem Dressurviereck ausgetragen, darunter zwei in der mittelschweren Klasse. Der Pony-Cup, der vom Förderverein für Reiter und Pferde in MV für Dressur und Springen initiiert wurde, gehört ebenfalls wieder zum Programm, ebenso eine Qualifikation zur Dressur-Chance 2016, vom Förderverein Landgestüt Redefin ins Leben gerufen.

Auf dem Hauptplatz vor dem Bürgerhaus finden 16 Springprüfungen statt, darunter vier in der mittelschweren Klasse (inklusive einer Springpferdeprüfung für junge Pferde). Die jüngsten Reiter präsentieren sich im Führzügelwettbewerb. Der Große Preis ist mit einer Siegerrunde ausgeschrieben.
Das Teilnehmerfeld ist sehr gemischt und enthält einen Großteil der Namen, die im mittleren Leistungsbereich Woche für Woche auf „Schleifenjagd“ sind, darunter viele Kaderreiter des Landes. In den beiden M-Dressuren dürften Libuse Mencke (Ganschow) und Roland Lüders die Top-Favoriten sein. Letzterer hat sich im Herbst vorigen Jahres selbstständig gemacht und reitet jetzt für den Gastgeberverein Güstrow. Experten sind vor allem auf den Auftritt der inzwischen sechsjährigen Mecklenburger Siegerstute Fuggers Black Pearl gespannt, die sich im Sattel von Roland Lüders, nach einer Pause, sehr gut entwickelt hat.

Auch in den Springparcours haben mit René Rückert und Ramona Schilloks zwei Reiter Siegchancen, die in der Güstrower Reitanlage trainieren. Sie sehen sich aber starker Konkurrenz ausgesetzt, die in den letzten Wochen mit zahlreichen M-Siegen aufwarten konnten. Zuletzt hat die erst 15-jährige Jytte Ahlmann aus Reimershagen für Aufsehen gesorgt, als sie mit der Stute Zürich den Großen Preis in Ludorf bei Röbel gewann. Reiter wie der Niederländer Franciscus van Amelsfoort (Dummerstorf), Enrico Finck (Zehlendorf), Bodo Holtz (Plau am See), Michael Nagel (Gadebusch), Maik Porsch (Dummerstorf), Hartmut Ross (Passin), Florian Villwock (Wöpkendorf) oder Kathrin Wollert (Tenze) sind immer für M-Siege gut.



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