Hockey : ATSV Güstrow schon Hockey-Landesmeister

Im Sommer kein MV-Team in höheren Spielklassen vertreten

svz.de von
06. Juni 2018, 08:00 Uhr

Um gleich allen Missverständnissen vorzubeugen: Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird Hockey im Freien gespielt.

In Mecklenburg-Vorpommern besteht die Herren-Oberliga nur noch aus zwei Mannschaften. Im Sommer ist kein MV-Team in höheren Spielklassen vertreten. Der ATSV Güstrow ist auch im Freien aktiv und steht inzwischen sogar schon vorzeitig als Landesmeister fest.

Den ermittelt das Oberliga-Duo mit ATSV Güstrow und dem Schweriner SC in dieser Saison, die im Herbst vergangenen Jahres begann und im Juni abgeschlossen wird, in vier Spielen gegeneinander. Drei davon haben die Güstrower gewonnen. Das erste im Oktober 2017 in Schwerin mit 3:0, und nun die nächsten beiden mit 6:2 in Güstrow und zuletzt mit 6:3 wieder in Schwerin. Damit ist die Entscheidung im Titelkampf schon vor dem letzten Spiel, das am 17. Juni in Güstrow über die Bühne geht, gefallen

„Natürlich haben wir die Spiele gegen die Schweriner verdient für uns entschieden. Doch so klar, wie es die Ergebnisse auszudrücken scheinen, war es wirklich nicht. Im letzten Spiel war der Ausgang sogar lange offen und wir konnten die Partie erst in der Schlussphase für uns entscheiden“, urteilte der Güstrower Trainer Jens-Carsten Berkau.

Der 51-Jährige hat nach dem Abstieg der Güstrower Ende Januar aus der 2. Hallenhockey-Bundesliga das Traineramt von Frank Schalla übernommen. Mit Thilo Moch gibt es bei ATSV seitdem auch einen neuen Teamchef, der den langjährig tätigen Marco Drenckhan abgelöst hat.

Wie geht es nun mit der laufenden Feldhockeysaison 2017/18 in MV weiter? Nach dem letzten, für den Ausgang des Titelkampfes eher unbedeutenden Oberliga-Punktspiels am 17. Juni in Güstrow folgt eine Woche danach die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Ost. Diese bestreiten die Vertreter von MV und Berlin seit einigen Jahren an einem Wochenende mit Hin- und Rückspiel. In der Berliner Oberliga stehen noch zwei Spieltage aus, doch der wahrscheinliche Gegner der Güstrower ist Blau-Weiß Berlin II. Die erste Begegnung wäre in Berlin, das Rückspiel schon einen Tag später im Güstrower Niklot-Stadion.

Übrigens: Der ATSV hat seit dem Abstieg aus der Feldhockey-Regionalliga Ost in der Saison 2010/11 schon sechsmal Anlauf auf den Wiederaufstieg in die höchste ostdeutsche Spielklasse genommen, und ist dabei bisher immer an den Berliner Vertretungen gescheitert. „Das hindert uns nicht daran alles daranzusetzen, um es diesmal zu schaffen. Doch wir sind auch diesmal ganz bestimmt nicht der Favorit“, schätzt Berkau die Rollenverteilung ein.

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