Fußball : An der Sensation geschnuppert

Stand mit dem Laager SV vor einer Überraschung: Paul Heinrichs Treffer zum 2:1 hätte dem LSV beinahe zum Weiterkommen gereicht, doch dann schlug der Rostocker FC in der Nachspielzeit mit einem Doppelpack zurück.
Stand mit dem Laager SV vor einer Überraschung: Paul Heinrichs Treffer zum 2:1 hätte dem LSV beinahe zum Weiterkommen gereicht, doch dann schlug der Rostocker FC in der Nachspielzeit mit einem Doppelpack zurück.

Fußball-Landespokal, 2. Runde: Laager SV kassiert gegen den Rostocker FC zwei Tore in der Nachspielzeit und verliert 2:3

Kopf Robert Grabowski.JPG von
09. September 2019, 05:00 Uhr

In der zweiten Runde des Fußball-Landespokals mussten sich mit dem Laager SV und Bölkower SV zwei der drei Teams aus der Region aus dem Wettbewerb verabschieden, wobei vor allem der LSV drauf und dran war, dem favorisierten Verbandsligisten Rostocker FC ein Bein zu stellen. Am Ende schaffte aber nur der Güstrower SC den Sprung in Runde drei.

SG Reinkenhagen – Güstrower SC 0:6

Der Verbandsligist gab sich beim Landesklassisten von Anfang an keine Blöße und setzte sich souverän durch. GSC-Trainer Holger Scherz krempelte sein Team im Gegensatz zur Vorwoche (1:7-Niederlage beim Rostocker FC – Anm. d. Red.) ordentlich um, veränderte die Startelf auf sieben Positionen. „Ich wollte mal wieder ein paar neue Reize setzen“, erklärt er diese Maßnahme. Ein Mann mit Stammplatzgarantie ist allerdings Rico Keil. Der Goalgetter sorgte mit seinem Doppelpack für die 2:0-Pausenführung der Güstrower. „Wir hatten es bis dahin nicht so einfach durchzubrechen, weil uns der Gegner nicht viele Räume angeboten hat“, sagt Scherz. Als bei den Gastgebern jedoch die Kraft und Konzentration schwand, boten sich immer mehr Lücken in der Reinkenhäger Defensive. Tim Peters (50.), Tim Schumacher (54.), wieder Keil (59.) sowie ein Eigentor der SG (89.) machten schließlich das halbe Dutzend voll. Ab der 64. Minute agierten die Güstrower sogar in Unterzahl, weil Vinzent Writschan den gelb-roten Karton sah. „Das war ärgerlich. Die erste Gelbe hat er berechtigt für ein Festhalten bekommen, bei der zweiten Gelben soll er gefoult haben. Also ich habe da kein Foul gesehen, stand aber auch zu weit weg und außerdem gucke ich auch durch die Güstrow-Brille“, äußert sich Holger Scherz gewohnt locker zum Platzverweis. Insgesamt attestierte er dem 19-jährigen Eigengewächs und Startelf-Debütanten aber eine tadellose Leistung.

Güstrower SC: Edgaras Kuhlmann – Marvin Bartelt, Vinzent Writschan, Fabian Weidmann, Henrik Löhning (55. Lukas Möller), Rico Keil (75. Philipp Möller), Tim Peters, Jonas Reister, Sava-Andre Mihajlovic (46. Tim Schumacher), Björn Plate, Björn Boy

Bölkower SV – Pasewalker FV 3:4

Im Duell Tabellenerster der Landesklasse III gegen den Tabellenelften Landesklasse II kassierte der BSV einen frühen Rückstand (7.), den Tim Höppner (18.) sowie Michael Barachini per Elfmeter (23.) umbogen. Doch die sonst so starke Defensive (drei Gegentore in vier Ligaspielen) erwies sich diesmal nicht als sattelfest. Pasewalk glich postwendend aus (25.) und ging in der 42. Minute erneut in Führung. Auch der erneute Ausgleich durch Fiete Fehlhaber (52./Elfmeter) brachte nicht die erhoffte Kehrtwende. Stattdessen gelang den Gästen in der 72. Minute der Siegtreffer. „Es war ein schönes Pokalspiel. Beide Mannschaften waren hinten schwach. Pasewalk hatte aber auch zwei megastarke Stürmer und ist am Ende auch verdient weitergekommen“, so das Fazit von Bölkows Trainer Stefan Schult. Die Gäste konnten es sich sogar erlauben, einen Foulelfmeter zu verschießen (Latte).

Bölkower SV: Robert Lehnart – Michael Hintze, Daniel Iben, Tim Höppner, Stephan Kempke (38. Maximilian Schwaß), Michael Barachini, Tobias Blinkrei (89. Noric Berg), Fiete Fehlhaber, Sebastian Giese (46. Steven Licher), Hannes Liefke, Gagik Khatschatrian

Laager SV – Rostocker FC 2:3

Es lief schon die Nachspielzeit: der LSV führte nach Toren von Christian Klein (30.) sowie Paul Heinrich (33.) mit 2:1 gegen den haushohen Favoriten aus der Verbandsliga, als der Rostocker FC dem tapferen Landesligisten mit zwei Toren in der siebenminütigen Zugabe zwei Treffer einschenkte und somit das bittere Pokal-Aus besiegelte. „Wir hatten drei gute Chancen zum 3:1, standen kurz vor einer Sensation. Es wäre schön gewesen, aber auch das ist Sport. Wir konnten endlich mal in Bestbesetzung auflaufen und haben uns sehr gut verkauft. Ein Riesenunterschied war nicht zu sehen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Ich glaube, die waren zum Schluss ganz schön froh. Für uns hält sich der Schaden in Grenzen: Ich muss vor allem an die Liga denken, und Pokalsieger wären wir eh nicht geworden“, sagt Andreas Knoch vom Laager Trainer-Team.

Laager SV: Marcel Großmann – Niklas Dievenkorn, Tommy Schwarz, Rico Wöstenberg, Lars Pieper (71. Ronny Klein), Tom Schwedt, Tim Renzsch, Paul Heinrich (90.+1 Matthias Bleich), Denny Ahrens, Fabian Knoch, Christian Klein

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