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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 15:14 Uhr

Faustball : Abstieg ins Niemandsland

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Faustball-Männer des Güstrower SC verabschieden sich aus der 2. Bundesliga Ost / Frauen-Team zum Abschluss mit Sieg und Pleite

Nach einem mehr als enttäuschenden Zweitliga-Saisonverlauf ist der „Durchmarsch“ von der 1. Bundesliga ins faustballerische Niemandsland für die Männer des Güstrower SC nun traurige Gewissheit. Am vorletzten Spieltag setzte es in Bredstedt gegen den gastgebenden TSV und die Erstliga-Reserve vom VfK Berlin zwei Niederlagen, die den Klassenerhalt in der Ost-Staffel der 2. Liga nicht mehr möglich machen.

Gegen die Gastgeber gelang ein durchaus hoffnungsvoller Start. Zwar wurde der erste Satz mit 7:11 abgegeben, doch der Defensivverbund um Mario Wunderlich und Philipp Nawroth harmonierte gut und kreierte durch einen präzisen Spielaufbau immer wieder verheißungsvolle Angriffschancen, die noch zu selten genutzt wurden. Im zweiten Durchgang fand auch Dennis Mohns seinen Rhythmus und verhalf dem GSC zum Satzausgleich (11:8). Im Anschluss daran spielte sich dann ab, was man diese Saison in schöner Regelmäßigkeit sah: Die vornehmlich bei den jungen Spielern fast greifbare Nervosität und Unsicherheit führte zu einem Bruch im Güstrower Spiel. Mit 3:11 wurde der dritte Satz im Eiltempo abgegeben und mit der steigenden Fehlerquote im Angriff schlotterten den beteiligten Akteuren zusehends die Knie. Im vierten Durchgang zeigte die GSC-Abwehr nochmals zahlreiche tolle Abwehrparaden und hielt das Team dadurch lange im Spiel. Beim Stand von 14:14 musste nach Satzbällen auf beiden Seiten und mehreren diskutablen Schiedsrichterentscheidungen nun der letzte Ball entscheiden. Und es kam wie so oft ernüchternd für die Güstrower: Die GSC-Angabe segelte mit ganz wenig Zuversicht und unheimlich viel Angst im Gepäck in die Hälfte der Bredstedter, wurde locker aufgenommen und der verzweifelte Blockversuch von Dennis Mohns misslang – 14:15.

Diese Niederlage hinterließ anschließend auch aufgrund der Umstände Spuren in der Psyche einiger GSC-Spieler, was in zwei schnellen Satzverlusten im folgenden Spiel gegen den VfK Berlin gipfelte: 6:11 und 2:11 hieß es nach gerade einmal 15 Minuten. Im dritten Durchgang stemmte sich die Mannschaft nochmal gegen die Klatsche und hielt beim 10:12 immerhin mit.

Aufgrund der Ergebnisse in den anderen Hallen steht damit der direkte Abstieg des GSC aus der 2. Bundesliga Ost fest, sofern nicht unvorhergesehenes passiert. Auch am letzten Spieltag in der kommenden Woche wird der Rückstand nicht mehr aufzuholen sein. Nach vielen Jahren der Zugehörigkeit zu den beiden obersten Spielklassen ist dieses Ergebnis unglaublich bitter. Die Mannschaft rief nie ihr Potenzial ab und steigt nun auf die Landesebene ab, die dem sportlichen Anspruch der Spieler nicht gerecht wird. Es bleibt zu hoffen, dass nach dieser herben Enttäuschung mittelfristig wieder Bundesligafaustball der Männer unter Güstrower Hallendächern etabliert werden kann.

 Zu letzten Spieltag in der 2. Faustball-Bundesliga reisten die Damen des Güstrower SC I nach Berlin. Dort traf die Mannschaft auf den TSV Wiemersdorf und den VfL Kellinghusen II. Die Vorzeichen für den Spieltag waren zum wiederholten Male nicht gut. Erneut musste die Mannschaft in veränderter Besetzung antreten. Diana Freiknecht fehlte wegen Krankheit und Alina Renk musste wegen schulischer Belastungen passen. Deshalb spielte der GSC mit Katrin Rosenow und Toni Brockmann im Angriff, Katharina Karasz übernahm das Zuspiel und Cindy Zoll und Ayleen Dethloff komplettierten den Fünfer auf den Abwehrpositionen. Gegen den TSV Wiemersdorf spielte dieser Fünfer dann erstaunlich abgeklärt drei Sätze ohne größere Fehler durch. Das klare 3:0 (11:7, 11:8, 11:3) kam aber auch dadurch zustande, dass der Angriff von Wiemersdorf unsicher wirkte und einige Fehler produzierte, die dem GSC natürlich entgegen kamen. Dennoch, die beiden gewonnenen Punkte waren angesichts der Möglichkeiten, die der GSC am Sonntag hatte, jetzt schon eine gute Ausbeute.

Denn im zweiten Spiel gegen Kellinghusen sah die Situation komplett anders aus. Kellinghusen griff mit zwei guten Angriffsspielerinnen an und sorgte damit für deutlich mehr Probleme beim Spielaufbau des GSC. Und in dieser Situation reichte es dann auch nicht, nur sicher im Angriffsspiel zu agieren. Das größere Risiko führte dann auch zu mehr Fehlern und so kam es zu einer deutlichen 0:3-Niederlage (7:11, 3:11, 2:11).

Insgesamt verlief die Saison für den GSC I nicht befriedigend. Aber das lag vor allem an vielen Aufstellungsproblemen.


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