Fußball : Abschied und Freibier beim GSC

Spielt bald nicht mehr im GSC-Trikot: Eigengewächs Paul Fichelmann (l.) verlässt die Güstrower nach der Saison in Richtung FC Hansa Rostock U21.
Spielt bald nicht mehr im GSC-Trikot: Eigengewächs Paul Fichelmann (l.) verlässt die Güstrower nach der Saison in Richtung FC Hansa Rostock U21.

Güstrower Fußball-Männer empfangen am Sonnabend um 14 Uhr den SV Hanse Neubrandenburg und wollen die Fans beschenken

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17. Mai 2019, 05:00 Uhr

Zum letzten Mal in dieser Saison präsentiert sich der Güstrower SC in der Fußball-Verbandsliga am Sonnabend vor heimischem Publikum und hofft gegen den SV Hanse Neubrandenburg auf eine gute Kulisse im Jahnstadion. Um es den Zuschauern ein wenig schmackhafter zu machen, hat die Mannschaft mit dem Anpfiff um 14 Uhr auch ein Fass Freibier ausgelobt. Doch auch sportlich lohnt sich ein Kommen, denn die GSC-Elf will gegen das Tabellenschlusslicht den dritten Platz festigen. Derzeit liegt sie mit 80:38-Toren und 60 Punkten gleichauf mit dem 1. FC Neubrandenburg. Am Ende kann also auch das Torverhältnis entscheidend sein.


Hanse kommt mit 116 Gegentoren

Demnach besteht gegen die Schießbude der Liga vom SV Hanse (116 Gegentore) nun die Möglichkeit, in diese Richtung etwas Gutes zu tun, doch davon will Güstrows Trainer Holger Scherz nichts wissen. „Das ist gerade das Gefährliche. Wenn man im Vorfeld über so etwas nachdenkt, dann kann man ein böses Erwachen erleben. Ich bin froh, wenn wir das Spiel überhaupt gewinnen“, erklärt der 49-Jährige.

Trotzdem wird er seine Mannschaft wieder offensiv ausrichten: „Das ist eine Grundvoraussetzung bei uns und hat nichts mit dem Gegner zu tun“, sagt Scherz. Vor wenigen Wochen hätte er gar nicht mehr damit gerechnet, dass für die Güstrower noch Platz drei möglich ist, doch nach vier Siegen in Folge kämpften sie sich wieder an den 1. FCN heran. „Wir haben jetzt die Option, uns nochmal zu verbessern. Das wollen wir angehen“, so die Kampfansage von Scherz. Angesichts der Erfolgsserie sei die Stimmung im Team gut, wenngleich vor dem Spiel gegen den SV Hanse die eine oder andere Träne kullern könnte: Eigengewächs und Stammkraft Paul Fichelmann (FC Hansa Rostock II) und Torhüter Eike Döscher (SV Pastow) verlassen den Klub. „Beide haben unheimlich viel für den Verein geleistet“, sagt Holger Scherz. Während sich Torhüter Döscher mit Florian Kirsch den Platz zwischen den Pfosten teilte (beide 14 Spiele), zählt Fichelmann mit 25 Einsätzen zu den Dauer(b)rennern im GSC-Team. „Wir haben auf diesen Positionen ein Loch und versuchen, dieses zu stopfen“, sagt Scherz. Dagegen können die Barlachstädter weiterhin mit Torjäger Rico Keil planen, der seine Zusage für die kommende Saison gab. „Da ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen“, freute sich Güstrows sportlicher Leiter Jens Schweder über die Vertragsverlängerung.

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