Laufen : 25 Jahre alten Streckenrekord geknackt

Die 10-jährige Lena Brandenurg hat ihre Runde vollendet und schickt nun Papa Jens (38) auf die nächste Stundenrunde.
Die 10-jährige Lena Brandenurg hat ihre Runde vollendet und schickt nun Papa Jens (38) auf die nächste Stundenrunde.

Sophie Fischer und ihre Mutter Nanett laufen zum Abschluss der Sommer-Laufserie mit Stundenpaarlauf ausgezeichnete 14 162 Meter

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02. August 2015, 17:01 Uhr

Obwohl die vom Inselseestrand schallende Musik zum Besuch des Inselseefestes lockte, trafen sich am Freitagabend noch einmal die Laufenthusiasten auf dem Großen Rodelberg der Heidberge, um mit dem Stundenpaarlauf die 32. Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie zu beenden. Zuvor hatten an drei Abenden 68 große und kleine Läuferinnen und Läufer insgesamt über 1100 Kilometer zurückgelegt. Mit den von den 19 angetretenen Läuferpaaren zurückgelegten 266 Kilometern wurde diese Bilanz noch einmal kräftig aufgestockt.

Dabei stand weniger der Vergleich der Leistungen zwischen den Läuferduos im Vordergrund als viel mehr die Ermittlung des eigenen Leistungsvermögens und der Spaß an der Bewegung. Egal, ob man nun wie das jüngste Paar – Melissa Maybaum (6 Jahre) und Giovanni Mendolia (8 Jahre) – erstmalig an solch einer Veranstaltung teilnahm oder wie die Senioren des Feldes, Frank Schütz (57) und Ulrich Boddien (55), nicht nur gemeinsam stolze 112 Lebensjahre, sondern auch eine Menge Lauferfahrung auf dem Buckel hatte.

Den Vogel schossen schließlich zwei Krakowerinnen ab. Sophie Fischer – erst kürzlich verpasste die 18-Jährige als Vierte nur ganz knapp einen Podestplatz bei den Deutschen Triathlonmeisterschaften – und ihre Mutter Nanett verbesserten den 25 Jahre (!) alten Damen-Streckenrekord, der von Imke und Suntje Hudowenz gehalten wurde, auf ausgezeichnete 14 162 Meter. Den zweiten Platz bei den Damen belegten mit Susanne Dannenberg und Kerstin Vetter von den KMG-Kliniken, die 10 525 Meter zurücklegten, zwei Neulinge auf der Stundenrunde.

Bei den Mixed-Paaren waren natürlich die Vorjahresschnellsten und Streckenrekordhalter, Anne-Kathrin Litzenberg und Stephan Trettin, die klaren Favoriten. Der Angriff auf die Bestmarke erfolgte auch, nach einer langen verletzungsbedingten Lauftrainingspause von Anne-Kathrin Litzenberg wurde die Vorjahresmarke zwar um knapp 150 Meter verfehlt, doch die erzielten 17 680 Meter sind um so mehr zu bewundern, da nur ein Männerpaar nach einer Stunde eine längere Strecke auf dem Konto hatte. Den 2. Rang in der Mixed-Wertung erlief sich mit Julia und Oliver Herrmann (13 532 m) ein noch sehr junges Team aus Vorderbollhagen, Rang 3 ging an die Niegleve/Klueßer Kombination Brit Bast und Johannes Wurm (13 235 m).

Zum absolut schnellsten Paar gehörte wie schon im Vorjahr Tobias Naß. Laufpartner des Kritzkowers war diesmal Ole Reinhold. Beide zusammen legten klasse 17 680 Meter zurück. Die zweitlängste Strecke bewältigten die bereits genannten „alten Hasen“ Frank Schütz und Ulrich Boddien, die die 16-Kilometermarke mit 15 988 Metern nur knapp verfehlten. Die Vorjahresdritten Jörg Raddatz und Birger Dedering kamen mit 15 155 Metern wieder auf dem gleichen Rang ein.

Folke Dedering, mit 69 Jahren der älteste Starter des Feldes, hatte keinen Laufpartner gefunden, so machte sich der Senior allein auf den Weg und legte beachtliche 9 051 Meter zurück.

Angemerkt: Die Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie ist eine Laufveranstaltung organisiert von Läufern für Läufer. Und obwohl die Serie ohne Sponsoren auskommt, können die Startgebühren mit 1 Euro für Erwachsene (im Gegensatz zu manch anderem Lauf) in einem äußerst moderaten Rahmen gehalten werden. Da in diesem Jahr die Siegerpreise vielleicht auch etwas kleiner ausfielen, wurde sogar ein kleiner Überschuss erwirtschaftet.


Startgebühren für guten Zweck gespendet


Sämtliche Startgebühren des Stundenpaarlaufes (38 Euro) konnten noch aufgerundet und für einen guten Zweck gespendet werden. 60 Euro gehen auf das Konto der Hansetour-Sonnenschein, einer Benefiz-Fahrradtour zugunsten unheilbar krebskranker Kinder, die in dieser Woche über 650 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin führt. Immerhin 50 000 Euro an Spendengeldern sind das selbstgesteckte Ziel der über 250 Radler aus ganz Deutschland und 60 Euro sind da sicher nur ein winziger Beitrag. Doch viele solcher Beiträge ergeben das Ziel.

Die Einwohner des Landkreises Rostock können das Anliegen der Tour ganz direkt am kommenden Sonnabend in Teterow (11 Uhr, Markt), Laage (13 Uhr, Markt) und Dummerstorf (15 Uhr) unterstützen.

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