Leichtathletik : Von der Sonne verwöhnt

Ein Finale in Gelb und Schwarz: Der Hagenower SV stellte in der W12 fünf der sechs Endlaufteilnehmerinnen (3.v.r. Siegerin Jule Paegel).  Fotos: thomas Willmann
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Ein Finale in Gelb und Schwarz: Der Hagenower SV stellte in der W12 fünf der sechs Endlaufteilnehmerinnen (3.v.r. Siegerin Jule Paegel). Fotos: thomas Willmann

Leichtathletik-Entscheidungen der Kinder- und Jugendsportspiele in Ludwigslust profitieren von guten äußeren Bedingungen

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18. Juni 2019, 00:00 Uhr

Der Wettergott schien den Leichtathleten in Ludwigslust am Sonnabend wohlgesonnen. Während nur wenige Kilometer entfernt sintflutartige Regenfälle herunterkamen und in Bad Doberan die Landesmeisterschaft im Mehrkampf sogar abgebrochen werden musste, herrschte im Stadion in der Techentiner Straße abgesehen von einem kurzen Schauer eitel Sonnenschein. „Wir haben ganz großes Glück gehabt. Ich hatte echte Befürchtungen, aber die Bedingungen waren nahezu perfekt“, freute sich Jens Herklotz, Vorsitzender des Kreisleichtahletikverbandes Ludwigslust-Parchim. Der Verband richtete die Einzelentscheidungen der 8. Kinder- und Jugendsportspiele aus. 206 Teilnehmer waren traten an.

Es herrschte ein gut organisiertes, farbenfrohes Gewusel. Da wurde gesprintet, gesprungen, geworfen und gestoßen. Ziel war natürlich, eine der begehrten Medaillen zu ergattern. Am Ende des Tages hatten 123 Gold-sowie 112 Silber- und 104 Bronzemedaillen den Besitzer gewechselt. „Es läuft wie ein Länderspiel“, freute sich Anke Mamarow. Die Trainerin vom Lübzer SV war mit 14 Kindern aus ihrer mittlerweile mehr als 30 Mitglieder zählenden Trainingsgruppe angereist, um nach der Premiere beim Mehrkampf erstmals auch bei den Einzelentscheidungen mitzumischen. 14 Medaillen waren dafür eine stolze Bilanz. Anna Osterburg stand in der Altersklasse (AK) der achtjährigen Mädchen als Siegerin im 50-m-Sprint, Weitsprung und 800-m-Lauf gleich dreimal ganz oben auf dem Treppchen. Einen „Testlauf“ startete der 1. LAV Sternberg. Das Ergebnis dürfte zufriedenstellend ausgefallen sein. Die zwei LAV-Sportler fuhren mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille nach Hause.

Jeder der elf teilnehmenden Vereine hatte am Ende des Tages zumindest dreimal Edelmetall eingesammelt. Es gab eine ganze Reihe von Seriensiegern. Oskar Horn (M15) vom SV Tessin/Zahrensdorf und Malte Tiltmann (M13) vom Hagenower SV zum Beispiel waren mit je vier Goldmedaillen ordentlich schwer „behängt“, je dreimal Gold hatten Fiete Franz (M6/7, Teutonia Rastow), Jonas Schatz (M10) und Frida Huth (W9/beide Hagenower SV) im Gepäck. Das große HSV-Sprinttalent dominierte fast erwartungsgemäß das 50-m-Finale: „Ich bin ganz doll aufgeregt“, gab Frida vor dem Start zu, um mit einem strahlenden Lächeln zu ergänzen: „...freue mich aber immer, bei Wettkämpfen meine Freunde zu sehen.“ Auffällig war die Hagenower Dominanz bei den Mädchen der AK12. Jule Paegel, Flora Afrifah, Leonie Boldt, Lioba Prehn und Jasmin Lüders machten die Medaillen praktisch unter sich aus, belegten zum Beispiel über die 75 m in dieser Reihenfolge die Plätze eins bis fünf. Für Flora, die seit einem halben Jahr gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Mare (9 Jahre) beim Hagenower SV trainiert, war es der erste Wettkampf für ihren neuen Verein. Die Zwölfjährige ist in Italien geboren und lebt mit ihren aus Ghana stammenden Eltern inzwischen in Hagenow. Es machte ihr sichtlich Spaß, zumal sich mit einem kompletten Medaillensatz auf Anhieb auch der Erfolg einstellte.

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