Freizeit-Volleyball : Volleyballer erobern Ganzlin

Auf vier Sandplätzen kamen die Beachvolleyballer auf ihre Kosten, dahinter das Gewimmel auf den Rasenplätzen. Fotos: Thomas Zenker
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Auf vier Sandplätzen kamen die Beachvolleyballer auf ihre Kosten, dahinter das Gewimmel auf den Rasenplätzen. Fotos: Thomas Zenker

Beim 22. BJK-Turnier gingen 132 Mannschaften an die Netze / Ostblocker siegen im Sand / Lübzer Brauereiteam Zweiter der Bierliga

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28. Juni 2015, 22:46 Uhr

Parkplatz – Fehlanzeige. Das mussten zumindest die Besucher des 22. Volleyball-Freizeit-Turniers am Wochenende feststellen. Denn jeder freie Platz im Dorf wurde zum Parken genutzt. Immerhin hatten die Ganzliner mehr als 130 Mannschaften zu Gast, dazu kamen Freunde, Familienangehörige und Zuschauer. Einer der Väter des Turnieres, André Beckermann, sorgte als Chef der Parkordnung dafür, das vermeintliche Chaos zu sortieren.

„Unsere Einwohner kennen den Ansturm schon“, sagt Jochen Koch, der selbst einigen Volleyballern eine Bleibe fürs Wochenende gab. Er ist der Namensgeber des Turniers, bei dem um den „Bürgermeister-Jochen-Koch-Pokal“ gebaggert und geschmettert wird. Auch wenn Koch, der seit 1990 die Gemeinde führte, das Bürgermeisteramt längst an den Nagel gehängt hat, bleibt der Name „BJK-Turnier“ erhalten.

Jedes Jahr geben sich die Veranstalter des Mammutturniers ein neues Motto. In diesem Jahr stand auf den blauen Helfer-T-Shirts: „Ob Sonne, Regen oder Wind wir halten aus! – Bestimmt!!!“. Dass es am Ende mehr Sonne als Regen gab, freute nicht nur die Spieler auf dem Rasen und im Sand, sondern auch Friedhelm Gehlen, Vorsitzender des Ganzliner Sportvereins: „Bis auf einen Schauer am Sonnabendnachmittag war uns das Wetter gut gesonnen“. Die Sanitäter mussten zwar ein paar Mal wegen dicker Knöchel und Gelenke eingreifen, „aber es hielt sich alles im Rahmen“, ist Gehlen froh, dass das Wochenende so gut gelaufen ist.

Die Volleyballer waren in diesem Jahr wieder sehr kreativ bei der Wahl ihrer Trikots. Zum Teil extra für dieses Turnier angefertigt, gingen Teams mit Namen wie Talentlos, Grashüpfer, Schmetter-linge oder Klinikkloppis in den Kampf um Punkte und Sätze.

Seit Jahren Stammgäste sind die Fuß- und Volleyballer des Siggelkower SV, die diesmal mit drei Mannschaften anreisten. Anders sah es bei den Freizeitvolleyballern des 1. VC Parchim aus. „Wir haben gerade so eine spielfähige Mannschaft zusammen bekommen“, sagt Thomas Straßburg. Der Kern des Teams ist schon seit den Kinderschuhen des Turnieres, also seit mehr als zwei Jahrzehnten dabei.

Gleich neben den Spielfeldern drehten sich zwei Schweine am Spieß, die Helfer an Gulaschkanone, Getränkewagen und Grill hatten alle Hände voll zu tun und die Verkäufer der Wertmarken gute Umsätze. Denn seit einigen Jahren wird auf dem Turniergelände ausschließlich mit Wertmarken, dem „Ganzlin Volley“, bezahlt. Das Rahmenprogramm stimmte in diesem Sommer ebenfalls. Disco im Festzelt am Freitagabend und die Volleyball-Party am Sonnabend mit der Live-Band „Test“ aus Waren kamen gut an.

Neben dem Ganzliner Vereins-Chef nahm Bürgermeister Jens Tiemer die Siegerehrung vor. Tagsüber hatte er sich am Tresen nützlich gemacht „und das, obwohl er Geburtstag hatte“, weiß Friedhelm Gehlen den Einsatz seines Gemeinde-Oberhauptes zu schätzen. Der Vorjahresdritte im Beachvolleyball, die Ostblocker, strichen diesmal den Sieg ein, die Klützer Volley Bulls gewannen in der höchsten Leistungsklasse und die Lübzer Brauerei-Sportler holten (natürlich) in der Bierliga Platz zwei.

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