Handball-Jubiläum : Stolz auf Entwicklung des Vereins

Die Handballmänner der BSG Lokomotive Plau nach dem 3. Platz beim eigenen Handballpokalturnier 1976 (o. Reihe v.l.): Horst Schneider, Henning Habrecht, Wolfgang Böckler, Karl-Heinz Zühlke, Rudi Wolf, Alfons Abel; u. Reihe v.l.: Uwe Prüter, Hartmut Erdmann, Dietmar Kossowski, Klaus Weiland, Günther Gundlach
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Die Handballmänner der BSG Lokomotive Plau nach dem 3. Platz beim eigenen Handballpokalturnier 1976 (o. Reihe v.l.): Horst Schneider, Henning Habrecht, Wolfgang Böckler, Karl-Heinz Zühlke, Rudi Wolf, Alfons Abel; u. Reihe v.l.: Uwe Prüter, Hartmut Erdmann, Dietmar Kossowski, Klaus Weiland, Günther Gundlach

90 Jahre Handball in Plau am See: In der Jubiläumssaison 2015/16 sin die Seestädter so gut aufgestellt wie noch nie

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26. August 2015, 22:14 Uhr

Die Handballabteilung des Plauer SV kann im Jahr 2015 auf ihr 90-jähriges Vereinsjubiläum verweisen und das mit Stolz. Trotz einiger Höhen und Tiefen in der Vereinsgeschichte, sind die Seestädter jetzt so gut wie nie zuvor aufgestellt.

Die heutigen Handballer müssen sich beim Rückblick in die Gründungsjahre der Abteilung auf mündliche Berichte verlassen, u.a. von Fritz Wegner, Willi Rütz und Ernst Prohl. Danach ist der Plauer Handball aus dem Handwerker Turnverein hervorgegangen. Sportler dieses Vereins begannen um das Jahr 1925 damit, auf dem Sportplatz an der Meyenburger Chaussee und an der Gaststätte Waldrestaurant Großfeldhandball zu spielen. Eine Sportart, die zehn Jahre vorher von einem deutschen Sportlehrer in ein festes Regelwerk gefasst wurde. Bis 1945 sind nur zwei Pokale, einer davon von einem Turnier in Krakow, erhalten geblieben. Nach 1945 haben sich Willi Rütz, Fritz Wegner und Ernst Prohl um die Entstehung einer Plauer Handballsektion verdient gemacht. Es entstanden eine Männer- und eine Frauenmannschaft, Jungen- und Mädchenmannschaften. Schiedsrichter und Sportfunktionäre im Kreis und Bezirk waren „Adi“ Klemm und Peter Paul Gerlach.

Anfang der 60er-Jahre, begann sich auch in Plau der Kleinfeld- bzw. Hallenhandball zu entwickeln. Zahlreiche Sportfreundschaften, u.a. mit Sangerhausen, Berlin und Osterburg sind zum Teil bis in die heutige Zeit Zeugen dieser Entwicklung. Ein besonderer Aktivposten für das Zustandekommen dieser Sportverbindungen und dem traditionsreichen Handballfasching (1972) war Alfons Abel. Elga Strunck und Gerhard Schwabe vertraten hingegen die Interessen der Handballabteilung in der BSG Lokomotive Plau, die alle Sportarten in sich vereinte. Horst Schneider, Renate Prohl, Wolfgang Buche und später Bernhold Weidt, brachten Nachwuchsmannschaften in die Spitze des Bezirkes Schwerin. Deshalb wurde die Sektion Handball Trainingszentrum für Mädchen. 1985 kam die heutige Vereinsvorsitzende und Handballübungsleiterin Heike Wittenburg nach Plau am See. Nun konnten die Handballtalente gezielter und intensiver gefördert werden. Obwohl die Spezialisierung auf dem weiblichen Bereich lag, gelang es auch Jungen, so Andreas Hetfleisch, zur Sportschule zu delegieren. Doch mit der politischen Wende musste das Trainingszentrum 1990 aufgelöst werden und der Handball in Plau wieder im Ehrenamt funktionieren. Neue Möglichkeiten eröffneten sich. So fuhren die Handballmänner Anfang 1990 zu einem Turnier nach Hannover und wurden „zur besten ausländischen Mannschaft“ geehrt. Im Rahmen eines Europäischen Vergleiches, daher „Europäische Begegnung“, wurden in den Folgejahren Turniere in Dänemark, Holland und auch in Plau besucht bzw. organisiert. Diesem erfolgreichen Kapitel der Nachwendezeit, folgten im Verlaufe einige Krisen. Die Frauenmannschaft hat sich zweimal aufgelöst und die Männermannschaft stand zweimal kurz davor. Im Männerbereich verhinderte schließlich Karl-Heinz Zühlke durch sein engagiertes Auftreten den Supergau, bevor er die Geschicke des Abteilungsleiters 1992 in die Hände von Rainer Wegner, dem heutigen Handballchef, übergab.

Mit 170 aktiven Handballern, davon 130 Kinder und Jugendlichen, hat sich die Handballabteilung in der Saison 2015/16 zum größten Verein in Plau am See entwickelt. Mit 13 Punktspiel-Teams, dem G-Mix und Krümelsport, ist die Handballabteilung heute so breit aufgestellt wie nie zu vor.

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