Handball In Plau : Mit einem blauen Auge davon gekommen

Jan Lennert Günther (Nr. 3, hier bei einem früheren Spiel) beim Konterlauf.
Jan Lennert Günther (Nr. 3, hier bei einem früheren Spiel) beim Konterlauf.

Handball Verbandsliga: Hagenower SV – Plauer SV 24:25 (11:14)

23-11441959_23-66107802_1416392141.JPG von
15. November 2017, 23:08 Uhr

Auch wenn die Plauer Handball-Männer beim 25:24-Sieg in Hagenow nicht überzeugen konnten, so wurde doch ein Punktverlust durch Kampf abgewendet. Gerade durch die personelle Umstellung und den Einsatz einiger Spieler auf fremden Positionen, ist dieser Auswärtssieg als kleiner Erfolg zu sehen. Aufgrund der Dichte zwischen den Plätzen drei und acht (lediglich zwei Punkte Differenz) kann der Plauer SV wieder Boden gut machen und ist jetzt Tabellenfünfter.

Die Hagenower warfen das erste Tor, etwas später führten die Seestädter mit 5:2. Da weder Starke, Schober noch Leutemann als Kreisläufer zur Verfügung standen, musste improvisiert werden. Grabow, Reu und Möser-Rieck besetzten diese Position variabel. Letzterer stand nach monatelangem Ausfall endlich wieder auf der Platte. Grabow machte seine Sache zu Beginn auch recht ordentlich und konnte sich mit seiner Beweglichkeit gut in Szene setzen, hatte jedoch Pech beim Abschluss. Früh fanden Marschke und Madaus ihre Form und netzten erfolgreich ein. Ebenso gelang es den Seestädtern, den Ball mit Druck durchzuspielen, sodass Günther und Lenk von außen den Ball sicher verwandeln konnten. Jedoch fanden die Gäste vorerst kein Mittel, das Kreisspiel der Hagenower zu unterbinden. Durch den vorgezogenen Mittelmann und die Variante, mit zwei Kreisläufern oder mit der Einläuferoption zu spielen, ergaben sich immer wieder Lücken für die Hausherren. Hagenow glich zum 6:6 aus und führte beim 8:7 wieder. Doch in den zweiten 15 Minuten der ersten Hälfte stabilisierte sich die Plauer Deckung. Bis zur Halbzeit ging Plau mit 14:11 in Führung.

Zu Beginn der zweiten Hälfte baute Lenk per Gegenstoß die Führung aus. Danach ging der Plauer Spielfaden verloren. Im Angriff fehlte es an Ideen. Die Spieler liefen immer wieder zu eng auf die Abwehr auf und es gab viele einfache Ballverluste, die Hagenow in Gegenstöße umwandelte. Beim 16:17 sah sich PSV-Coach Humboldt gezwungen die Auszeit zu nehmen. Acht Minuten vor dem Ende zog Plau wieder auf vier Tore davon (23:19). Gerade Pidinkowski im Tor hielt mit etlichen Paraden in der zweiten Hälfte die Mannschaft auf Kurs. Ballverluste, Abspielfehler und unvorbereitete Abschlüsse bestraften die Hagenower konsequent und glichen der letzten Minute zum 24:24 aus. Ein nicht unverdienter Punktgewinn war für den Gastgeber in Reichweite. Als dann auch noch 20 Sekunden vor Abpfiff der Ball vorne verloren wurde, hätte Hagenow sogar noch die Chance gehabt mit einem letzten Treffer als Sieger das Parkett zu verlassen. Doch irgendwie kam Plau wieder in Ballbesitz, Madaus mobilisierte die letzten Kräfte und versenkte vier Sekunden vor Ultimo den Ball zum 24:25-Sieg im langen Toreck.

Am Sonnabend gehen die Plauer in Rostock auf die Platte. Dort wartet mit der HSG Uni der Staffel-Siebente, der es den PSV-Männern alles andere als leicht machen wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen