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Lokaler Sport Zeitung für Goldberg, Lübz, Plau

25. November 2017 | 12:42 Uhr

Segeln : In Europa die Nummer zwei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Matti Cipra (Plauer WSV) und Malte Winkel (Schweriner YC) segeln bei Junioren-Titelkämpfen der 470er in Polen zu Silber

von
erstellt am 19.Aug.2014 | 22:40 Uhr

Eine sehr erfolgreiche Saison erleben in diesen Tagen die Segler des Plauer Wassersportvereins. Bei der Internationalen Deutschen Jüngstenmeisterschaft (IDJüM) der Optimisten wurde Roko Mohr hinter Alexander Ilsley aus Monaco Deutscher Vizemeister und Deutscher Jüngstenmeister der Altersklasse U13. Außerdem waren drei Segel-Crews mit Plauer Beteiligung in der vergangenen Woche bis Montag vor der polnischen Ostseeküste bei den Junioren-Europameisterschaften am Start. Bei den 420ern erreichten Theres Dahnke/Birte Winkel (Plauer WSV/Schweriner YC) den 21. Platz, in der Frauen-Wertung Rang sieben. Im Feld der 470er segelten Steuermann Malte Winkel und sein Vorschoter Matti Cipra (Schweriner YC/Plauer WSV) auf den zweiten Platz und dürfen sich Vize-Europameister nennen. Auf einem sehr guten fünften Rang in diesem Klassement landeten Matthes Waack/Matthias Rummel (Plauer WSV/YC Wismar).

Bei böigen und unkonstanten Winden begann vergangenen Donnerstag die Junioren-EM der 420er und 470er auf der Ostsee vor Gdynia. Das unbeständige Wetter setzte sich auch an den folgenden Regattatagen fort und verlangte den Teilnehmern alles Können ab. Mit Jordi Xammar/Joan Herp aus Spanien übernahmen die Favoriten bei den 470er-Jungs gleich am ersten Tag die Führung. Die Junioren-Weltmeister gewannen beide Wettfahrten. Die Mecklenburger Malte Winkel/Matti Cipra rangierten wie schon bei der Junioren-Weltmeisterschaft vor einem Monat auf Platz drei. Die Favoriten holten sich auch am nächsten Tag zwei Siege, Winkel/Cipra erkämpften Rang zwei.

Winde zwischen fünf und 20 Knoten mit Drehern von bis zu 180 Grad erschwerten am dritten Tag den Ablauf der Junioren-EM. Gerade mal eine Wettfahrt schafften die 470er-Männer, das Frauen-Feld blieb trotz zahlreicher Startversuche ohne zählbare Läufe. Den einzigen Lauf des Tages gewann das Schwerin/Plauer Team. Keine Veränderungen gab es am folgenden Tag und am fünften fiel bei mittleren Winden um die 15 Knoten die Entscheidung. Die Beiden Spanier standen bereits vor dem Medal-Race als Sieger fest. Malte Winkel/Matti Cipra verteidigten ihre Silbermedaille mit einem dritten Rang im letzten Rennen. Bronze ging mit 16 Punkten Rückstand auf die Mecklenburger an die Spanier David und Alex Charles.

Bei der 420er-EM starteten Theres Dahnke und Birte Winkel in einem beeindruckenden Feld von 108 Teams aus 21 Ländern. Zwölf Wettfahrten bei unterschiedlichsten Windbedingungen gingen an den fünf Regattatagen über die Bühne. Nach dem ersten Tag lagen die Mecklenburgerinnen noch als bestes deutsches Frauenteam auf Rang zehn (14. und 6. Platz), fielen aber am nächsten Tag zurück. Platzierungen unter den Top Ten gelang dem Team nur noch zweimal im fünften und siebenten Rennen. Am vierten Tag segelten die 420er in Gold- und Silverfleet je zwei Läufe. Ein massiver 50-Grad-Dreher wirbelte den ersten Lauf auf der zweiten Kreuz durcheinander. Gewittriges Wetter mit flauen Phasen, aber auch Böen über 25 Knoten sorgten für Abwechslung bei den zwei Fleet-Races am Schlusstag der 420er-Meisterschaften. Dahnke/Winkel platzierten sich auf 25 und 32, was am Ende Rang 21 im Gesamtklassement bedeutete.

Die IDJüM der Optimisten in Glücksburg begann mit einer Parade der 223 Teilnehmer, mit dabei die Brüder Roko und Mic Mohr vom Plauer WSV. Gesegelt wurde in drei Gruppen auf zwei unterschiedlichen Bahnen. Damit bei dem rauen Wetter während der ersten Wettfahrt nie der Überblick über die Segler verloren ging, mussten sie vor Beginn der Tagesrennen zwei- bis dreimal ein Check-Gate durchfahren. Die Meinung über das Rennen war unter den Seglern geteilt. Die Großen fanden das Wetter cool, die Kleinen waren froh wieder im Hafen zu sein. „Zweimal ist mein Boot komplett voll gelaufen und ich musste schöpfen. Das hat lange gedauert“, so Mic Mohr, bei dem ein „DNF“ in der Ergebnisliste des ersten Tages stand. Mit ihm ging es 62 weiteren Seglern so.

Sein älterer Bruder Roko beendete das erste Rennen auf Rang fünf. Er kam übrigens bei acht der insgesamt elf Rennen unter die Top Ten und gewann die achte Wettfahrt. Am Ende reichten die Platzierungen zum zweiten Platz der Gesamtwertung und zum Deutschen Jüngstenmeistertitel der U13. Mic Mohr landete auf Rang 150.



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