Plauer SV Hockey : Hockeyfamilie feiert Jubiläum

Im Auftaktspiel gewannen die Plauer Frauen (rot) gegen die Hamburgerinnen mit 2:0. Fotos: Thomas Zenker
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Im Auftaktspiel gewannen die Plauer Frauen (rot) gegen die Hamburgerinnen mit 2:0. Fotos: Thomas Zenker

Frauen des Berliner SC und Schweriner Herren Sieger beim 30. Plauer Hockey-Seniorenturnier / Gastgeber holen zweite Plätze

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17. Februar 2019, 23:38 Uhr

Die Sieger beim 30. Plauer Seniorenturnier sind die Hockey-Frauen des Berliner SC und die Herren des Schweriner SC. Die beiden Gastgebermannschaften „De Seedüwel“ und die „Lachmöwen“ freuten sich über zweite Plätze.

„Es ist hier immer ein großes Treffen der Hockeyfamilie“, sagt Marion Karmoll, die bei den Plauer Frauen in der Defensive spielt. Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da. Schon bei der Begrüßung am morgen merkte man auch als Außenstehender, hier kennt fast jeder jeden. Die Seniorinnen aus Hamburg, die als Neulinge dabei waren, genossen die Turnier-Atmosphäre „aber auch die schöne Lage der Seestadt“ und wollen im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein“.

Der 30. Geburtstag des Turnieres soll nur eine Durchgangsstation sein. „Wir mach auf jeden Fall weiter“, ist sich Hockey Abteilungsleiter Jörg Suhr sicher. Schön wäre es auch, wenn der Plauer Hockeysport, den es seit 1926 gibt, noch mit vielen Anhängern sein 100. Jubiläum erlebt. Denn der Blick in die Zukunft treibt dem Torwart der „Lachmöwen“ doch ein paar Falten auf die Stirn. Dass es in den vergangenen Jahren knapp geworden ist mit dem Hockey-Nachwuchs, sei aber eine Tendenz im ganzen Land. Mut macht da das „Maskottchen“ des Plauer Seniorenturniers, der jetzt zehnjährige Matti Jahn aus Meerane. „Wir haben ihn schon als Baby in der Tragetasche mit nach Plau zum Turnier genommen“, erinnert sich Mutter Birgit Jahn. Am Sonnabend stand sie mit ihrem Dreamteam gegen ihren Sprössling auf dem Parkett. Denn Matti hütete das Tor beim ATV Leipzig. Seit er laufen kann, hat ihn das Hockey-Virus gepackt. Und er will, wie sein Vater Steffen ein guter Torwart werden. Aber was heißt eigentlich werden. Beim Turnier bewies er gegen die Seniorinnen Mut und Können zwischen den Pfosten, bekam viel Beifall und parierte unter anderem einen Neunmeter der Mama. „Er kennt meine Lieblings-Ecke und ich war auch bisschen nervös“, sagt Birgit Jahn und ist zurecht stolz auf ihren Sohnemann, der beim Turnier auch als Schiedsrichter fungierte.

Die Eröffnungsspiele der beiden Turniere verliefen für die Plauer Damen und Herren nach Maß. Die Senioren bezwangen Lauchhammer mit 2:0. Die Seestädterinnen starteten mit dem gleichen Resultat gegen Hamburg. Während es bei den Frauen im Modus jeder gegen jeden weiter ging, hatten die PSV-Herren erst einmal den Sieg in der Gruppe A im Visier. Denn nur der Gruppenerste erreichte das Endspiel. Und das war trotz einiger Personalprobleme das Ziel der Gastgeber. Mit dem 2:1 gegen den SV Prieros im zweiten Duell erhielten sich die „Lachmöwen“ beste Chancen. Gegen Stralsund reichte dann ein 0:0 zum Gruppensieg. Im Finale gegen Schwerin brachte Andreas Ziese seine Plauer per Neunmeter in Führung, Schwerin glich etwas später ebenfalls per Neunmeter zum 1:1 aus. Im Siebenmeterschießen hatten die Schweriner die besseren Nerven (2:1).

Im Feld der Seniorinnen entwickelte sich ein Zweikampf zwischen dem Berliner SC und den Gastgeberinnen. Beide Mannschaften blieben ungeschlagen. Das Duell gegeneinander endete 1:1. „Wir hatten hier die Möglichkeit zu gewinnen und unsere Chance nicht genutzt“, weiß Kerstin Suhr, dass das Ergebnis der Knackpunkt war. Denn vor dem letzten Turnierspiel (Berlin – Hamburg) hatten die Berlinerinnen wie Plau 16:2 Tore erreicht. Die Plauerinnen waren mit 13 Punkten schon durch und hatten in ihrem letzten Spiel gegen Stralsund mit 5:0 alles für ein gutes Torverhältnis gegeben. Die Berlinerinnen (bis dato 10 Zähler) konnten also schon mit einem knappen Sieg den Pokal sichern. Das taten sie dann auch mit dem entscheidenden Siegtor gegen die Hamburgerinnen.

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