Fussball : „Wir müssen nicht unbedingt gewinnen“

Schönbergs Sportchef Sven Wittfot
Schönbergs Sportchef Sven Wittfot

Schönbergs Sportchef Sven Wittfot blickt auf das Spitzenspiel gegen Bentwisch und auf die zurückliegende Vorbereitung.

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20. Februar 2020, 15:09 Uhr

Morgen kommt es in der Landesliga West im ersten Punktspiel nach der Winterpause zum Spitzentreffen. Ab 14 Uhr empfängt der Tabellenzweite FSV Bentwisch Spitzenreiter FC Schönberg 95. Im Interview mit Steffen Oldörp spricht Schönbergs Sportchef Sven Wittfot über das Duell, die Vorbereitung und den deutlichen Vorsprung der Nordwestmecklenburger auf die Konkurrenz.


Herr Wittfot, wie gut ist der FC Schönberg 95 das Spitzenspiel vorbereitet?
Sven Wittfot: Ich denke, wir haben eine vernünftige Vorbereitung absolviert und gut gearbeitet. Was das aber gerade im Hinblick auf die Partie in Bentwisch wert ist, werden wir erst nach dem Spiel sagen können. Bisher lief alles im Vorbereitungsmodus, ab Sonnabend startet dann wieder der Pflichtspielmodus. Hier hat Bentwisch mit Sicherheit einen kleinen Vorteil, da sie bereits ihr Nachholspiel gegen Anker II (Anm. d. Red. Bentwisch gewann 3:0) hatten.
Wie bewerten Sie die Vorbereitung mit vier Siegen und zwei Niederlagen?
Ich bewerte die Ergebnisse der Vorbereitung, egal ob Siege oder Niederlagen, nicht so hoch. Wichtiger sind uns die Entwicklungsschritte der Mannschaft. Und wie in jeder Vorbereitung gibt es mal gute und mal weniger gute Phasen.
Was kann, was muss in den kommenden Punktspielen im Vergleich zu Vorbereitung noch besser werden?
Wir sind schon wieder auf einem guten Weg. Das hat man auch bei der Partie gegen Kühlungsborn (Anm. d. Red: 4:1-Sieg gegen den Verbandsligisten) gesehen. Aber klar gibt es auch für uns immer Optimierungspotential.
In der Vorbereitung hat Marcel-Sven Meier regelmäßig getroffen, Hannes Komoss eher selten. Gibt es dafür Gründe?
Nein, beide sind unterschiedliche Spielertypen und ich bewerte auch unsere Offensivspieler nicht nur nach der Anzahl der Treffer. Hannes wie auch Marci arbeiten sehr viel für die Mannschaft. Von daher gibt es auch mal Phasen, in denen einer nicht so trifft. Wer am Ende die Tore macht, ist auch egal. Und wir sollten auch Marcel Behm an dieser Stelle nicht vergessen. Auch er trifft regelmäßig. Wir sind sehr zufrieden, dass wir diese drei auch von der Art unterschiedlichen Angreifer in unseren Reihen haben.
Wie gefährlich könnte der deutliche Vorsprung von zurzeit neun Punkten auf Bentwisch bzw. 13 auf den Doberaner FC für die Konzentration der Mannschaft sein?
Warum sollte das gefährlich für uns sein? Es braucht keiner darauf hoffen, dass wir uns darauf ausruhen werden und nur einen Tick weniger machen werden als in der Hinrunde. Ich denke, deshalb es ist eine gute Situation für uns, nicht mehr und nicht weniger. Und jeder kann sich sicher sein, dass wir genau wissen, wie schnell es gehen kann, wenn wir zum Beispiel am Sonnabend verlieren sollten. Dann sind es nur noch sechs Punkte Vorsprung, was immer noch ein komfortables Polster ist, aber auch schnell aufgebraucht sein kann. Wir sind weiter von Spiel zu Spiel fokussiert und werden jede Partie mit einer hoffentlich Top-Einstellung angehen.
Worauf kommt es im Spiel gegen Bentwisch an?
Wir treffen auf ein Team auf Augenhöhe und durch den Heimvorteil und das bereits ausgetragene Pflichtspiel hat Bentwisch vielleicht einen kleinen Vorteil. Allerdings denke ich auch, dass aufgrund der Tabellenkonstellation nicht wir das Spiel unbedingt gewinnen müssen, sondern Bentwisch. Aber um mal die Kirche im Dorf zu lassen: Auch für diese Partie gibt es nur drei Punkte, und die Saison entscheidet sich mit Sicherheit nicht dort. Dazu werden Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe auch oftmals durch Kleinigkeiten oder individuelle Qualität entschieden. Wir haben große Qualität, aber das weiß man mit Sicherheit auch in Bentwisch. Klar ist aber auch, dass wir Respekt haben vor den bisher gezeigten Leistungen der Bentwischer und wir uns auf das Spiel freuen.

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