Fussball : „Warnemünde war einen Tick cleverer“

Schönbergs Sportchef Sven Wittfot zollt der Mannschaft nach der Saison großen Respekt.
Schönbergs Sportchef Sven Wittfot zollt der Mannschaft nach der Saison großen Respekt.

Schönbergs Sportdirektor Sven Wittfot wäre gern in die Verbandsliga aufgestiegen, ist nach dem Umbruch mit der abgelaufenen Saison aber sehr zufrieden.

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17. Juni 2019, 17:12 Uhr

Der FC Schönberg 95 hat den Aufstieg in die Verbandsliga aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem SV Warnemünde nur knapp verpasst. Im Interview mit Steffen Oldörp spricht Schönbergs Sportchef Sven Wittfot über die Enttäuschung, die Gründe und über Neuzugänge.


Herr Wittfot, etwas mehr als zwei Wochen sind nach dem verpassten Aufstieg vergangenen. Wie groß ist der Frust, dass nicht ganz geklappt hat?
Wittfot: Klar war die Enttäuschung bei allen direkt nach der Partie groß. Auf der anderen Seite habe ich persönlich im Vorfeld des letzten Spieltages schon damit gerechnet. Da ich nicht davon ausgegangen bin, dass sich der PSV in Warnemünde zerreißen wird.

Schönberg war lange Zeit Tabellenführer, wurde am Ende noch von Warnemünde abgefangen. Was war Ihrer Meinung nach der entscheidende Faktor für den verpassten Aufstieg?
Wir haben schlussendlich acht Treffer weniger erzielt als Warnemünde. Wann wir es versäumt haben, diese acht Tore zu erzielen, ist im Nachgang natürlich schwer zu sagen.

Wie beurteilen Sie das 2:2 gegen Hagenow und die damit verschenkten zwei Punkte am fünftletzten Spieltag? Mit einem Sieg dort wäre Schönberg jetzt Meister und Aufsteiger.
Aufgrund unserer nicht so guten Leistung in Hagenow war es dort eher ein Punktgewinn für uns. Und dass man in einer Halbserie auch mal Unentschieden spielt, ist kein Drama, wenn man sonst alle Partien gewinnt (Anm. d. Red.: Schönberg hat in der Rückrunde 13 Mal gewonnen, zwei Mal Unentschieden gespielt.).

Wie interessant wäre die Verbandsliga im Vergleich zur Landesliga für Schönberg gewesen?
Sportlich wäre es natürlich ein anderer, sprich höherer Anspruch gewesen. Darauf hätten wir schon Lust gehabt.
Wie beurteilen Sie die Saison des FC Schönberg?
Wir haben nach dem großen personellen Umbruch im Sommer eine überragende Runde gespielt. 74 Punkte bei nur zwei Niederlagen (Anm. d. Red.: und fünf Unentschieden) – das nötigt mir den größten Respekt vor unserer Mannschaft und dem Trainerteam ab. Wir hatten nur leider das Problem, dass es mit Warnemünde eine Mannschaft gab, die am Ende einen Tick cleverer war als wir.
Was war aus Ihrer Sicht besonders gut in der Saison?
Zum einen natürlich die sportlichen Leistungen, aber auch das Zusammenwachsen der Jungs im Laufe der Saison.
Welche Spieler haben Sie besonders positiv überrascht?
Positiv ist die Entwicklung von jungen Spielern wie Felix Kaben oder Finn Burmeister. Aber auch ein ruhiger Vertreter wie Marvin Miltzow hat einen großen Entwicklungsschritt gemacht. Dazu kommt, das ein Hannes Komoss auch in der abgelaufenen Saison wieder bestätigt hat, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist.
Wer verlässt den Verein?
Klar ist, dass Kevin Rosinski aufgrund von gesundheitlichen Problemen in der kommenden Saison nicht mehr dabei ist. Dazu kommt, dass Basti Burmeister als Spieler etwas kürzer treten wird, wir ihn aber überzeugen konnten, uns zukünftig in der Vereinsarbeit im sportlichen Bereich zu unterstützen. Das heißt, er wird sich in Absprache mit den jeweiligen Trainern federführend um die zweite Mannschaft und die neue A-Jugend kümmern. Ob uns dann noch weitere Spieler verlassen, steht aktuell noch nicht fest.
Welche Neuzugänge gibt es?
Klar ist, das Marcel Meier von Strand 08, Tom Jurga aus Schlutup und Fabian Franke (Dynamo Schwerin) zu uns kommen. Ob noch weitere Spieler dazukommen, hängt auch davon ab, ob uns noch Spieler verlassen werden.

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