Fussball : „Uns wird nichts geschenkt“

Zuletzt bejubelte der FC Schönberg einen knappen 1:0-Sieg beim SV Hafen Rostock. Jetzt ist der Tabellenführer zu Hause gegen den Doberaner FC gefordert.
Zuletzt bejubelte der FC Schönberg einen knappen 1:0-Sieg beim SV Hafen Rostock. Jetzt ist der Tabellenführer zu Hause gegen den Doberaner FC gefordert.

Landesliga: Der FC Schönberg empfängt Sonntag den Doberaner FC und ist vor der noch ungeschlagenen Truppe gewarnt

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03. Oktober 2019, 17:03 Uhr

Wenn der FC Schönberg 95 am Sonntag um 14 Uhr im Palmberg-Stadion auf den Doberaner FC trifft, haben die Gastgeber noch eine Rechnung zu begleichen. In der vergangenen Saison kassierten die Grün-Weißen gegen die Randrostocker am ersten Spieltag ihre einzige Heimniederlage (0:2). Am Ende fehlten Schönberg zum Aufstieg in die Verbandsliga gegenüber dem SV Warnemünde nur ein paar Tore. Heißt, bei einem Sieg oder einem Unentschieden gegen den Doberaner FC am 12. August 2018 zu Hause würde der FC Schönberg 95 heute eine Klasse höher spielen.

Die Gäste gelten als eine der spielstärksten Mannschaften der Landesliga West. In der vergangenen Saison waren die Doberaner mit elf Siegen und 45 Toren in 15 Partien die auswärtsstärkste Mannschaft. „Wir erwarten einen sehr guten Gegner und ein enges Spiel, bei dem wir bis an unsere Leistungsgrenze gehen müssen“, sagt Thomas Manthey. In dieser Spielzeit sind die Doberaner das einzige noch ungeschlagene Team der Landesliga. „Wir sind also gewarnt“, so Manthey. Insgesamt sind die Gäste aber nicht so gut wie erwartet in die Saison gestartet, belegen mit 13 Punkten zurzeit nur den fünften Tabellenplatz. Die Bilanz: drei Siege, vier Unentschieden. Schönberg muss am Sonntag aber vor allem ein Rezept finden, um die Doberaner Hintermannschaft in Bedrängnis zu bringen. Die Mannschaft von Coach Ronny Susa kassierte in sieben Partien nämlich erst sechs Gegentreffer – nur Schönberg ist mit lediglich drei gegnerischen Toren noch besser. Thomas Manthey kündigt für das Heimspiel am Sonntag einen selbstbewussten Auftritt seiner Mannschaft an. „Wir wollen die letzte Heimniederlage gegen den Lübzer SV (1:2) wiedergutmachen und werden alles geben, damit wir am Ende hoffentlich mit den drei Punkten dastehen.“

In den vergangenen beiden Partien lief es für den FC 95 nicht ganz so gut. Vor zwei Wochen kassierte Schönberg gegen den Lübzer SV trotz deutlicher Überlegenheit die erste Saisonpleite. Vergangenen Sonntag mühten sich die Grün-Weißen zu einem knappen 1:0-Erfolg gegen Schlusslicht SV Hafen Rostock. „Wir haben leider kein Mittel gefunden, die Betonmauer einzureißen, haben auch viel zu nervös agiert“, bemängelt Vereinschef Wilfried Rohloff, dem vor allem fehlende Konzentration und Ungenauigkeiten beim Passspiel auffielen.

In und um Schönberg sind die Erwartungen der Fans nach dem guten Saisonstart mit fünf deutlichen Siegen in fünf Spielen deutlich gestiegen. Trainer Thomas Manthey versucht dagegen ein wenig Druck von der Mannschaft zu nehmen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir alle nur Menschen sind und wir uns jeden Sieg wirklich hart erarbeiten müssen. Uns wird nichts geschenkt. Wir freuen uns deshalb auch über einen 1:0-Auswärtssieg bei Hafen Rostock.“ Manthey ist mit der Leistung des Teams bislang sehr zufrieden. „Wir haben 18 von 21 möglichen Punkten geholt, haben die meisten Tore geschossen und die wenigsten kassiert. Außerdem sind wir nicht abgehoben und müssen lernen, jeden Sieg auch wertzuschätzen“, betont Schönbergs Trainer.

Am Sonntag sollen drei weitere Zähler dazukommen. Personell sieht es gegen den Doberaner FC gut aus. Stürmer Marcel Behm hatte unter Woche ein paar Probleme mit dem Rücken, konnte deshalb nicht mittrainieren. „Am Sonntag müsste er aber wieder fit sein“, so Manthey, der laut eigener Aussage damit „aus dem Vollen“ schöpfen kann.

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