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Im Interview : Trainer will die Nummer eins werden

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Roggendorfs Fußball-Coach Stefan Lau berichtet im SVZ-Interview über die erste Halbserie und seinen Zukunftsvisionen

Die Fußballer der SG Roggendorf sind Tabellenletzter in der höchsten Spielklasse Mecklenburg-Vorpommerns. Die Kicker um Trainer Stefan Lau haben nach ihrem Aufstieg als Tabellenfünfter der Landesliga West bisher noch nicht einen einzigen Punkt geholt. Anders als ihre Vorgänger Schweriner SC und PSV Wismar sind sie zwar bisher nicht auseinander gefallen, doch den sportlichen Abstieg werden sie ebenso kaum noch verhindern können. Lediglich acht Mal trafen die Kicker in das Tor des Gegners, 80 Mal mussten sie das runde Leder bereits aus dem eigenen Tor holen. Zwei zweistellige Niederlagen stehen nach 15 Spielen der ersten Halbserie zu Buche. SVZ unterhielt sich mit Trainer Stefan Lau über die erste Halbserie, die Wünsche und Ziele der Mannschaft für die Zukunft.

War es im Nachhinein gesehen der richtige Schritt, als Tabellenfünfter aufzusteigen?

Stefan Lau: Ja. Definitiv. Wir standen zwei Spieltage vor Saisonende auf dem richtigen Tabellenplatz. Erst durch Entscheidungen am grünen Tisch sind wir auf Platz fünf zurückgefallen. Außerdem waren wir die einzige Mannschaft, die bekundet hat, aufsteigen zu wollen. Wir haben den Meister Gadebusch bei sich 2:0 besiegt, wir haben den Vizemeister Cambs/Leezen 4:0 besiegt. Das gibt uns recht.

Sie wussten, dass der Start in die höchste Spielklasse des Landes schwierig werden würde. Aber haben Sie es sich so schwer vorgestellt?

Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. Trotzdem haben wir gerade zu Hause auch gute Spiele abgeliefert. Die Umstellung auf die Auswärtsspiele mit bis zu zwei Stunden Anfahrtszeit, haben wir allerdings unterschätzt.

Mit welchem sportlichen Konzept sollen in der zweiten Halbserie doch noch Punkte geholt werden?

Wir beginnen am 15. Januar mit dem Training und trainieren dann täglich, sieben Mal die Woche. Es wird ein Pflichtprogramm und freiwillige Sachen geben. Im Sportlerheim haben wir einen Fitnessteil aufgebaut. Hier kann sich jeder nebenbei betätigen.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Unruhen innerhalb der Mannschaft. Stefan Lübcke musste kurz nach seiner Genesung gehen, Maik Mett musste kurz vor Halbserienende gehen, Eric Hamann hat zuletzt nicht mehr im Tor gestanden und ist jetzt zur TSG Gadebusch gewechselt. Woran lag das?

Die Auseinandersetzung mit Stefan Lübcke war eine völlig unvorhersehbare Sache, aber hinterher nicht mehr tragbar. Einige Spieler haben es sich dann wohl leichter vorgestellt, als es wirklich war und mussten dann die Konsequenzen tragen, damit wir Ruhe in die Mannschaft bekommen. Außerdem möchten wir nicht so viel nach außen tragen und haben daran gearbeitet, dass das zukünftig auch so sein wird.

Welche Veränderungen wird es in der zweiten Halbserie geben?

Unser spielerisches Konzept wird gleich bleiben. Wir haben versucht, Fußball zu spielen und uns nicht hinten reingestellt. Wir werden auch in der zweiten Halbserie mit zwei Stürmern spielen. Gerade gegen Anklam, Mecklenburg-Schwerin oder Pampow haben wir gezeigt, dass wir das können.

Welche personellen Veränderungen wird es geben?

Mit Freddy Kähler von den A-Junioren des FC Schönberg 95 und unserem langzeitverletzten Stephan Späth werden zwei wertvolle Spieler zu uns stoßen. Außerdem haben wir Dominik von Malottki vom Ratzeburger SV jetzt in unseren Reihen. Auch ich selbst werde als Spieler zur Mannschaft zurückkehren und mit um die Nummer eins im Tor kämpfen. Wir haben nur einen Torhüter, brauchen aber zwei. Ich werde mich voll reinhängen.

Das heißt, Sie werden der SG Roggendorf mindestens bis zum Saisonende treu bleiben?

Ich habe meinen Trainervertrag bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Der gilt auch für die Landesliga.

Nachdem Sie mit der SG Roggendorf in fünf Jahren vier Mal aufgestiegen sind und mehr erreicht haben, als es sich die meisten vorgestellt haben, gibt es noch Zukunftsvisionen?

Natürlich. Meine größte Vision wäre zum Beispiel ein FC Mecklenburg Radegast oder so. Wenn wir jemals im Land einen Großen schlagen wollen, müssen wir die besten Spieler aus den Vereinen zusammen ziehen und an einem Strang ziehen. Ob das allerdings realistisch ist, weiß ich nicht.

Bei der SG Roggendorf wird es in ein, zwei Jahren einen kompletten Umbruch geben. Mit den jetzigen B- und A-Junioren des Jahrganges 1997 soll der Mannschaft ein neues Gesicht gegeben werden.

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erstellt am 12.Jan.2014 | 22:09 Uhr

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