Gewinne für Mecklenburg-Vorpommern : Sieg und blauer Saphir für Kleis

Thomas Kleis hat das Jubeln nicht verlernt. Der Gadebuscher Springreiter gewann in Österreich einige Springen und wechselte sich dabei mit dem Poeler André Plath ab.
Thomas Kleis hat das Jubeln nicht verlernt. Der Gadebuscher Springreiter gewann in Österreich einige Springen und wechselte sich dabei mit dem Poeler André Plath ab.

Gadebuscher Springreiter schafft zusammen mit Poeler André Plath in Österreich zahlreiche Siege

svz.de von
11. Dezember 2013, 05:30 Uhr

„Pappas Amadeus Horse Indoors“ im Messezentrum Salzburg, Österreichs größtem Pferde- und Hundesportevent, ist ein Riesenspektakel und vier Mecklenburger Reiter waren mittendrin. „52 Teilnehmer aus zwölf Nationen kämpften am ersten Tag beim Zwei-Sterne CSI im Messezentrum um die Spitzenränge und die deutschen Reiter lagen vorn“, titelte die Salzburger Presse am Freitag.

Dabei handelte es sich um den Poeler André Plath und den Gadebuscher Thomas Kleis. Auf der neunjährigen Mecklenburger Stute Chantal ließ Plath im Springen der Kleinen Tour die komplette internationale Konkurrenz hinter sich und knackte als einziger die 50-Sekunden-Marke (49,77). Sein Teamkollege Thomas Kleis (Gadebusch), mit dem er die Deutsche Hallen-Mannschaftsmeisterschaft im März in Braunschweig gewann, wollte nicht nachstehen und kam auf dem gleichaltrigen For Success mit 50,86 Sekunden als Zweitbester ins Ziel.

Als hätten sich die Zwei abgesprochen, spielte am nächsten Tag erneut die deutsche Nationalhymne für die Mecklenburger. Wieder war es André Plath auf Chantal, der in der gleichen Tour den Sieg nach Mecklenburg holte. Und wieder war es Thomas Kleis, diesmal auf AFP’s Questa Vittoria, der mit einer halben Sekunde Rückstand Zweiter wurde. „Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende beim Internationalen Turnier in Poznan starten. Nun bin ich froh, dass ich mit Thomas nach Salzburg gefahren bin“, sagte André Plath.

Die Fahrt war für Plath aus familiärer Sicht auch deshalb zusätzlich attraktiv, weil es eine „Mini-Children-Tour“ gab, an der seine Tochter Lilli teilnehmen konnte. Nachdem die Elfjährige im zweiten Springen bereits Vierte wurde, gewann sie am Sonntag bei ihrem ersten Start auf einem internationalen Turnier den „Mini-Children Grand Prix im Stechen auf der zehnjährigen Stute Alcira.
Das löste Freude im Mecklenburger Lager aus und ließ die zwölf Fehler von Vater André im Großen Preis auf Cosmic Blue vergessen, den er am Freitag ins Preisgeld ritt.

Thomas Kleis sattelte im Großen Preis. For Success blieb in Umlauf und Stechen strafpunktfrei und wurde hinter Carsten-Otto Nagel (Wedel) Vierter. Der Sieg ging in die Niederlande an Jur Vrieling auf Flash Dance vd Kalevallei, der drei Sekunden schneller war als Kleis.

Aber der Sieger des Deutschen Springderbys von 2009 hatte an den Vortagen dennoch Grund zur Freude. Bereits am Donnerstag gewann der 35-Jährige das erste Springen der großen Tour auf AFP’s Questa Vittoria gegen 83 Konkurrenten. Am Freitagabend folgte die Krönung für den Berufsreiter aus Gadebusch, als er im vierten Stechen des Mächtigkeitsspringens auf dem zehnjährigen Quick Vainqueur die 2,20 Meter hohe Mauer ohne Fehler überwand und das Springen gemeinsam mit dem Deutschen Niels von Hirschheydt (Nörten Hardenberg) sowie dem Australier William James Passy gewann. Das Springen gehört zur „Amadeus High Fly Tour“, in der Kleis bereits im April das Mächtigkeitsspringen in Lamprechtshausen (Österreich) gewann und mit dem Salzburger Erfolg Tour-Sieger wurde. Als Entschädigung erhielt er einen blauen Saphir. Der Edelstein hat einen Wert von 14 000 Euro.

Noch erfolgreicher als die Drei war Christoph Maack aus Kirch Mummendorf. Der 14-jährige startete in der internationalen Children- und Young Rider-Tour. Am ersten Tag kam er gleich mit zwei Siegen aus dem Parcours. Auf der achtjährigen Mecklenburger Stute „Dyleen“ gewann er das internationale Springen der „Young Riders“ und auf der ein Jahr jüngeren Vollschwester „Derbys Dream“ das Springen der Children. „Ich bin überglücklich und stolz auf meine tollen Pferde. Dass zweimal am Tag die Nationalhymne für mich gespielt wurde kann ich noch gar nicht richtig fassen“, sagte Maack. Doch es blieb nicht bei den beiden Siegen. Am nächsten Tag führte er in der Children-Tour erneut die Ehrenrunde auf „Derbys Dream“ als Sieger an und platzierte „Dyleen“ in der Young-Rider-Tour (Klasse S) an zwölfter Stelle. Am Sonntag im Children Grand Prix kam Christoph Maack mit „Derbys Dream“ auf den dritten Platz.


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