Vereinsleben : Rohloff bleibt Vereinsvorsitzender

Wilfried Rohloff (Vorsitzender und Jugendwart, 2.v.r.) bleibt Vereinsvorsitzender des FC Schönberg. Sven Wittfot (r.) ist neuer stellvertretender Vorsitzender, Uwe Becker (l.) Beisitzer. Heiko Tegge (2.v.l.) ist nicht mehr im Vorstand.
Wilfried Rohloff (Vorsitzender und Jugendwart, 2.v.r.) bleibt Vereinsvorsitzender des FC Schönberg. Sven Wittfot (r.) ist neuer stellvertretender Vorsitzender, Uwe Becker (l.) Beisitzer. Heiko Tegge (2.v.l.) ist nicht mehr im Vorstand.

FC Schönberg wählte auf Jahreshauptversammlung neuen Vorstand und blickt mit etwas Sorge auf die Entwicklung der Mitgliederzahl

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16. Januar 2018, 23:58 Uhr

Wilfried Rohloff bleibt für weitere vier Jahre Vorsitzender des FC Schönberg 95. Das haben die Mitglieder des Landesligisten bei der Jahreshauptversammlung im Sportlerheim entschieden. Für den Grevesmühlener Rohloff ist es die dritte Amtszeit bei den Grün-Weißen. Neuer stellvertretender Vereinschef ist Sven Wittfot, neuer Schatzmeister Patrick König. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Heiko Tegge und Schatzmeister Rudi Volk gehören nicht mehr zum Vorstand. Damit besteht der Vorstand des Landesligisten nur noch aus sieben, der geschäftsführende Vorstand nur noch aus vier Mitgliedern. Rohloff und Wittfot haben künftig eine Doppelfunktion im Verein. Rohloff ist auch Jugendwart, Wittfot seit Jahren sportlicher Leiter, nun auch Stellvertreter von Rohloff. Pressewart ist und bleibt Jens Upahl, Ehrenamtsbeauftragter (Beisitzer) Reinhard Zillmer, Schiedsrichterobmann (Beisitzer) Andy Hentschel und Beisitzer Sponsoring Uwe Becker. Als neue Kassenprüferin des Vereins ist Kerstin Hafemeister.

In seinem Jahresbericht sprach Wilfried Rohloff von einem turbulenten Jahr 2017. Sportlich lief es gut für die Regionalligamannschaft, die zweite Mannschaft und auch die Nachwuchsteams. Finanziell hatte der FC 95 durch die Kürzung des Etats von Hauptsponsor Palmberg zu kämpfen. „Unmittelbar vor dem Termin zur Einreichung der Unterlagen beim Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) für die Saison 2017/18 Anfang April hatten wir abzuwägen, ob wir das Risiko eingehen und für die 4. Liga melden, obwohl der Etat nicht gedeckt ist, oder ob wir einen Schlussstrich ziehen, um den Verein nicht in Gefahr zu bringen“, sagte Rohloff. Letztendlich verkündete der Verein seinen Rückzug aus der Regionalliga. Die Kosten für den Spielbetrieb in der vierten Liga waren mit rund 500000 Euro pro Saison einfach zu hoch. „Die Regionalliga ist für einen kleinen Verein wie unseren langfristig schwer zu finanzieren“, so Rohloff. Neben der Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben nannte er auch die mangelnde Zuschauerresonanz als einen Grund für den Rückzug. Im ersten Regionalligajahr seien 8482 Zuschauer zu den Spielen ins Palmberg-Stadion gekommen. In der zweiten waren es nur noch 7053.

Im Schatten der Regionalligamannschaft, die am Saisonende auf Rang elf landete, sorgte vor allem die 2. Mannschaft des Vereins für positive Schlagzeilen. Das Team von Trainer Tom Körner sicherte sich drei Spieltage vor Schluss den Meistertitel in der Landesliga-West. Das Aufstiegsrecht haben die Grün-Weißen allerdings nicht wahrgenommen. „Aufgrund der Neustrukturierung der Landesligen waren wir der Ansicht, dass die neue Liga aus sportlicher Sicht für Zuschauer, Sponsoren und Spieler deutlich attraktiver und anspruchsvoller ist“, so Rohloff. Hinzu komme, sagte der Vereinschef, dass es aus Sicht des Vorstandes in der Landesliga einfacher sei, junge talentierte A-Juniorenspieler des Vereins in den Männerbereich zu integrieren.

Etwas Sorgen bereitet dem Vorstand die Mitgliederzahl. Erstmals seit vier Jahren hat der Verein weniger als 400 Sportler. Zurzeit hat der FC Schönberg 384 Mitglieder - 374 in der Sparte Fußball, zehn in der Abteilung Badminton. „Der Rückzug aus der Regionalliga und die Entwicklung im Männerbereich haben dazu geführt, dass uns leider eine ganz Reihe von Mitgliedern den Rücken gekehrt haben“, bedauert Rohloff. Mittelfristig wolle der Verein wieder eine zweite Männermannschaft etablieren. Fest steht schon jetzt: Künftig müssen die Mitglieder etwas tiefer in die Tasche greifen. Kinder zahlen ab sofort einen Euro im Monat mehr, Erwachsene zwei.

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