Fussball : Nach Rückstand Spiel noch gedreht

Die SG Carlow bejubelt dank eines 3:1-Sieges gegen Lübz die nächsten drei Punkte.
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Die SG Carlow bejubelt dank eines 3:1-Sieges gegen Lübz die nächsten drei Punkte.

SG Carlow kassiert in der 75. Minute das 0:1, gewinnt am Ende aber noch mit 3:1

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01. Dezember 2019, 18:47 Uhr

Dramatik pur in der letzten Viertelstunde auf dem Carlower Sportplatz. Bis dahin war es kein hochklassiges, aber von beiden Seiten sehr intensiv geführtes Landesliga-Spiel zwischen der SG und dem Lübzer SV.

Auf dem gut bespielbaren, aber doch sehr tiefen Platz bestimmten die Gäste zunächst das Geschehen, versäumten es aber, daraus Kapital zu schlagen. Die Carlower ließen aber nicht viel zu und starteten ihrerseits gefährliche Konter. Ja, es sah alles recht flüssig und gefällig aus. Aber beiden Mannschaften gelang nicht der finale Pass, die zündende Idee. So konnten immer wieder beide Abwehrreihen rechtzeitig klären. Wer hier das erste Tor schießt, sollte wohl als Sieger vom Platz gehen. Das dachten alle bis zur 75. Minute. Einmal ließ sich der sehr umsichtige Libero, Mathias Mayer düpieren und die Gäste führten mit 1:0. Lange Gesichter bei den Carlowern. Trainer Michael Holst setzte alles auf eine Karte und wechselte mit Sebastian Schmolinski und Julian Schafranski zwei doch in die Jahre gekommenen Spieler ein. Was heißt hier in die Jahre gekommen. Beide Spieler sollten noch von sich reden machen.

In der 82. Minute waren sich der Lübzer Libero und der Torwart nicht einig. Max Holst ahnte seine Chance, setzte nach und erzielte den Ausgleich. Einen Punkt mitnehmen, da hätten sich die Carlower mit anfreunden können. Oder sollte da noch mehr gehen? Julian Schafranski nahm sich drei Minuten nach dem 1:1 ein Herz und zog aus gut 20 Metern ab. Der Torjubel war unüberhörbar. Die Carlower hatten die Partie gedreht.

Die Gäste setzten noch einmal alles auf eine Karte. Es half aber nichts. Über Sebastian Schmolinski wurde der Kapitän, Danilo Köhler, auf die Reise geschickt, der uneigennützig Paul Kaltenschnee auflegte und der nur noch zum 3:1 einschieben brauchte. Die Freude der Carlower Spieler und der begeistert mitgehenden Fans war unbeschreiblich. Nach dem Abpfiff musste sich auch erst der Carlower Trainer sammeln. „Ich bin mehr als zufrieden mit der Leistung der gesamten Mannschaft. Herausragend war dabei neben Steven Bollow und Mathias Mayer der Kapitän. Danilo hat wohl gefühlte 15 Kilometer abgespult und dann noch die entscheidenden Tore vorbereitet. A la bonheur.“

Die Saison ist natürlich noch nicht zu Ende. Mit 20 Punkten im Gepäck geht es nächsten Sonnabend zu Hafen Rostock. Mit der jetzt gegen Lübz gezeigten Einstellung sollte da auch was zu holen sein.

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