Reiten : Fast wieder einen Hattrick gelandet

Philipp Makowei war in Schwaan so etwas wie der „Platzhirsch“, hat den Großen Preis mit Chelsea gewonnen und war in zwei der bedeutenden Springen Erster und Zweiter.
Philipp Makowei war in Schwaan so etwas wie der „Platzhirsch“, hat den Großen Preis mit Chelsea gewonnen und war in zwei der bedeutenden Springen Erster und Zweiter.

Philipp Makowei gewinnt kurz vor seinem 25. Geburtstag den Großen Preis von Schwaan

svz.de von
08. September 2015, 23:07 Uhr

Philipp Makowei war der große Sieger beim 14. Reitturnier am Wochenende in Schwaan. Einen Tag vor seinem 25. Geburtstag war der Gadebuscher „Platzhirsch“. Nachdem er eine Woche zuvor in Kirch Mummendorf im M-Springen einen Hattrick landete und die Plätze 1 bis 3 belegte, wäre ihm das im Großen Zwei-Sterne-Preis Klasse M und einem weiteren M-Springen in Schwaan beinahe wieder gelungen.

Erneut mit drei Pferden platziert, war Makowei mit der 12-jährigen Stute Balouna Windana erster Starter in der Siegerrunde, ritt sehr schnell und bekam dadurch einen Fehler. Auch Juliane Weihs (Grevesmühlen) und Christoph Lanske (Insel Poel) trafen anschließend auf Perseus und Chacco’s Girl je eine Stange und waren darüber hinaus zehn Sekunden langsamer. Dann der Auftritt von Philipp Makowei mit dem achtjährigen Chelsea – kontrollierte Offensive und fehlerfrei. Damit rangierte der Gadebuscher auf Platz 1 und 2 und konnte nur noch von Lisa Rohde aus Wendorf bei Stralsund vom Thron gestürzt werden, die das Springen im vorigen Jahr mit Lantano gewann. Mit zwei M-Siegen in der vorigen Woche aus Plöwen zurückgekehrt, fehlte der 25-Jährigen diesmal das letzte Glück und mit acht Fehlern wurde sie Fünfte. Damit gewann Philipp Makowei das Springen mit Chelsea, wurde mit Balouna Windana vor Juliane Weihs Zweite und platzierte sein drittes Pferd Chivas Regal auf dem 6. Rang.

Aber auch Lisa Rohde fuhr nicht ohne Sieg aus Schwaan nach Hause. Sie gewann auf dem zehnjährigen Mecklenburger Lantano zuvor das M-Springen auf Ein-Sterne-Niveau. Auch dabei war Philipp Makowei ihr schärfster Rivale, der auf dem achtjährigen Quester Zweiter wurde. Vor der mit 13 Jahren jüngsten Teilnehmerin in den M-Springen des Turniers, Lilli Plath (Poel) auf AFP’s Chantal. Die 1. Abteilung hatte der „reitende Tierarzt“ Dr. Jörg Neubauer aus Warin mit Cascara gewonnen. In dieser Abteilung gab es zur Freude der Veranstalterfamilie Burmeister die erste M-Platzierung für die 14-jährige Anna-Chantal Burmeister, die auf Honeur S Siebte wurde. Insgesamt ritt die talentierte Reiterin an diesem Wochenende sechsmal ins Preisgeld und kam auf dem Hengst Chemnitz B zu einem A-Sieg. Auch am Sonnabend gab es bereits ein M-Springen.

In der 2. Abteilung ein ähnliches Bild wie im Großen Preis: Philipp Makowei siegte, diesmal auf Quester der bisher von Michael Nagel geritten wurde und wurde auf Balouna Windana auch Zweiter. Der 3. Platz ging in diesem Punktespringen ebenfalls auf die Insel Poel an Christoph Lanske auf Ledie Mecklenburg. Die 1. Abteilung ging außer Landes nach Vierraden an Ringo Wollin auf Santania. Seine jungen Pferde setzte Philipp Makowei auch in den L-Springen ein und gewann auf Quester die 3. Abteilung des Zwei-Phasen-Springens am Sonntag. Am Samstag musste er sich auf dem siebenjährigen AFP’s Icarus van het Mispelhof jedoch mit dem 2. Platz begnügen. Hartmut Ross aus Passin war auf Paloma K schneller und gewann die 2. Abteilung. In der 1. Abteilung führte Maik Porsch aus Dummerstorf die Ehrenrunde als Sieger auf Acorada an – Anna-Chantal Burmeister wurde auf Chemnitz B Zweite.

Hartmut Ross war es auch, der am Freitag die höchste Springpferdeprüfung (Klasse M) mit dem fünfjährigen Carl Wilhelm F gewann. In Klasse L war auch Philipp Makowei wieder vorn dabei und wurde auf dem fünfjährigen Verlano, auf dem er zuvor in Klasse A siegte, Zweiter. Der Sieg ging man Silvio Wascher (Broock) auf der sechsjährigen Mecklenburger Stute China Girl. „Im Moment läuft es ganz gut bei mir. Ich habe leistungsstarke Pferde die, wenn ich keine Fehler mache, immer für Siege gut sind“, sagte Philipp Makowei nach den Springen in Schwaan.

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