Fussball : Der Erste empfängt den Letzten

Gegen Bentwisch gab es für Schönberg zwei Gegentore. Das gelang in einem Spiel gegen die Maurine-Kicker in dieser Saison bislang nur noch dem Lübzer SV, der dem FC95 gar eine Niederlage bescherte. Fraglich, ob Schönbergs Gegner am Sonntag, Anker II, ins gleiche Horn stoßen kann.
Gegen Bentwisch gab es für Schönberg zwei Gegentore. Das gelang in einem Spiel gegen die Maurine-Kicker in dieser Saison bislang nur noch dem Lübzer SV, der dem FC95 gar eine Niederlage bescherte. Fraglich, ob Schönbergs Gegner am Sonntag, Anker II, ins gleiche Horn stoßen kann.

Landesliga-Schlusslicht Anker Wismar II gastiert am Sonntag um 14 Uhr bei Spitzenreiter FC Schönberg

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27. Februar 2020, 15:26 Uhr

Bester Angriff gegen schlechteste Abwehr, beste Defensive gegen schwächste Offensive oder auch bestes Heimteam gegen harmloseste Auswärtsmannschaft. Wenn am Sonntag der FC Anker Wismar II ab 14 Uhr zu Gast auf dem Kunstrasenplatz beim FC Schönberg 95 ist, könnten die Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein. Anker II ist mit vier Zählern und einem Torverhältnis von 7:79 Toren die Schießbude der Landesliga.

Ganz anders dagegen die Situation beim FC Schönberg 95. Der Tabellenführer hat am vergangenen Wochenende beim ärgsten Verfolger FSV Bentwisch in der Nachspielzeit mit 3:2 gewonnen und den Vorsprung damit auf zwölf Punkte ausgebaut. Mit 65 Treffern haben die Grün-Weißen zudem die beste Offensive und mit nur sieben Gegentreffer in 17 Partien die beste Defensive der Liga. Alles andere als ein Sieg der Grün-Weißen gegen Ankers Reserve wäre deshalb sicher eine Überraschung, was auch Schönbergs Sportchef Wilfried Rohloff unumwunden zugibt. Und dennoch werde der souveräne Spitzenreiter den vom Papier her vermeintlich schwachen Gegner nicht unterschätzen. Wichtig sei deshalb, dass wir „von der ersten bis zur letzten Minute engagiert zu Werke gehen“, fordert Rohloff. Denn eins sei angesichts der Tabellenkonstellation klar: „Wir können nur verlieren. Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei uns.“

Das weiß auch Philipp Unversucht. Der Kapitän der ersten Wismarer Verbandsligamannschaft und Geschäftsstellenleiter sagt: „Die Vorzeichen sind klar. Schönberg ist zuhause natürlich klarer Favorit. Die Mannschaft spielt eine super Saison. Wir werden aber versuchen, vor einer guten Kulisse eine ordentliche abzuliefern.“ Klar sei aber, dass das nicht einfach werde, betont Unversucht: „Wir fahren mit Respekt nach Schönberg, aber nicht mit Angst hin. Es ist ein kleines Derby. Deshalb werden wir uns so gut wie möglich verkaufen.“

Die Situation bei Anker Wismar ist zurzeit nicht so einfach. Die erste Mannschaft spielt in der Verbandsliga trotz personeller Sorgen eine starke Saison, ist Tabellenführer. Bei der Reserve ist das Gegenteil der Fall, sagt Unversucht. „Gemeldet sind zwar viele Spieler, es gibt aber auch viele Karteileichen und Spieler, die aus privaten Gründen nicht können. Deshalb ist es nicht immer einfach, eine ordentliche Elf aufzustellen.“ Ob der Absturz in die Landesklasse angesichts von 13 Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz für Wismars Reserve noch zu verhindern ist, bleibt fraglich.

Sollte der FC Schönberg seiner Favoritenrolle am Sonntag gerecht werden und gewinnen, rückt das Ziel Verbandsliga immer näher. Ein Aufstieg der Grün-Weißen würde auch bedeuten, dass es in der nächsten Saison zu einem richtigen Derby zwischen dem FC Schönberg 95 und dem FC Anker kommen wird. Der Verein aus Wismar hat bereits angekündigt, ein mögliches Aufstiegsrecht aus finanziellen Gründen nicht wahrzunehmen. „Auf so ein Derby freuen wir uns natürlich alle“, so FC-Chef Wilfried Rohloff. Die Partie am Sonntag sei dagegen kein besonderes Spiel.

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