Reiten : Christoph Maack empfiehlt sich

Christoph Maack, hier in einem früheren Springen, überzeugte in Warendorf auf Dyleen und gewann den „Preis der Besten“.
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Christoph Maack, hier in einem früheren Springen, überzeugte in Warendorf auf Dyleen und gewann den „Preis der Besten“.

Kirch Mummendorfer macht sich mit Sieg beim „Preis der Besten“ nachträglich selbst das schönste Geburtstagsgeschenk

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01. Juni 2016, 23:10 Uhr

Regelmäßig im Mai trifft sich die Elite der jungen deutschen Pferdesportler der Disziplinen Dressur und Springen in Warendorf zum „Preis der Besten“. Die neben den Deutschen Jugendmeisterschaften bedeutendste Nachwuchsveranstaltung in Deutschland bietet den Bundestrainern einen ersten Überblick über den aktuellen Leistungsstand im Hinblick auf die bevorstehende Saison und die Europameisterschaften.

Mecklenburg-Vorpommern war in der Altersklasse Junioren (bis 18 Jahre) mit Christoph Maack aus Kirch-Mummendorf und Christin Wascher aus Redefin vertreten. 12 Tage nach seinem 17. Geburtstag machte sich der aktuelle Landesmeister der Jungen Reiter mit dem Gesamtsieg in seiner Altersklasse nachträglich selbst das schönste Geschenk. Mit fehlerfreiem Ritt und dem 4. Platz unter 60 Reiter-Pferd-Paaren startete Christoph Maack am Samstagabend auf der 11 Jahre alten Mecklenburger D‘Olympic Stute Dyleen in den Wettbewerb. Mit Zweitpferd Ziezo Balia gab es einen Abwurf (Rang 27).

Zweite Wertungsprüfung war am Sonntagnachmittag ein Zwei-Sterne-Springen Klasse S, in dem nicht nur die Höhen der Hindernisse Höchstanforderungen stellten. „Die Zeit war mit 92 Sekunden sehr eng bemessen. Vier Reiter die ohne Hindernisfehler blieben bekamen Zeitfehler. Auch ich war in dem langen Kurs mit 90,86 Sekunden scharf am Limit“, sagte Christoph Maack. Nur vier Teilnehmer erreichten das Stechen, Christoph Maack gehörte mit Dyleen dazu. Beeke Carstensen (Behrendorf/SH) legte als Erste Starterin auf der Stute Venetzia eine schnelle Nullrunde vor. Justin Tebbel (Weser-Ems), vierfache Preis der Besten-Siegerin der Ponyreiter, hatte das Wertungsspringen am Samstag gewonnen. Im Großen Preis bekam sie im Stechen mit Cesa Ciara vier Fehler (3. Platz).
Dann der Angriff von Christoph Maack, der den Großen Preis an gleicher Stelle schon 2015 gewann. Mit hohem Risiko, dabei stets auf kurzen Wegen reitend, blieb er fehlerfrei und setzte sich mit einer halben Sekunde Vorsprung an die Spitze. Großes Pech für die letzte Stechteilnehmerin Marie Ligges (Ascheberg), die nach einem Stopp auf Cassandra L an Sprung zwei aus dem Sattel kam (4. Platz). Damit stand der zweite Sieg im Großen Preis beim Preis der Besten für den Mecklenburger Christoph Maack fest. „Nein, damit habe ich nicht gerechnet“, gab er unumwunden zu. „Ich hatte zwar das Ziel, hier gut zu sein, aber die Anforderungen sind sehr hoch und die Konkurrenz ist stark“. Der Gymnasiast will nach dem Abitur erstmal studieren, dann aber das Reiten zum Beruf machen. Mit diesem Sieg hat er auch die Goldmedaille in der Gesamtwertung gewonnen, nachdem der 17-Jährige im Vorjahr Fünfter wurde.

In der Altersklasse Children (bis 14 Jahre) war Lilli Plath von der Insel Poel dabei. Mit der Stute Alcira hatte sie in beiden Wertungsspringen vier Fehler, platzierte sich im ersten Springen auf dem 10. Platz und belegte im zweiten Rang 13. In der Gesamtwertung landete die 13-Jährige damit auf Rang 9. Mit Zweitpferd Luna wurde es für sie unter den 35 Starter-Paaren Rang 20.


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