Fussball : Bittere Schlusssekunde

Alexander Rönck (M.) setzte sich zwar des Öfteren gegen die Hagenower Verteidigung durch, doch am Ende reichte es nicht zu einem Tor.
Alexander Rönck (M.) setzte sich zwar des Öfteren gegen die Hagenower Verteidigung durch, doch am Ende reichte es nicht zu einem Tor.

Landesliga: Carlow verliert nach guter Leistung denkbar knapp mit 1:2 beim Hagenower SV

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01. September 2019, 18:30 Uhr

Ja, so ungerecht kann Fußball sein. Ganz starke Leistung und dennoch keine Punkte eingefahren. Das war das bittere Fazit der SG Carlow nach 92 Landesliga-Minuten in Hagenow. Nach dem glatten 4:0 gegen Cambs-Leezen rechneten sich die Carlower auch beim Gastgeber etwas aus.

Die Hagenower, mit drei Auftaktsiegen in die Saison gestartet, waren sicherlich Favorit in diesem Spiel, aber davon war im gesamten Spielverlauf nichts zu sehen. Die Carlower agierten sehr geschickt und zielstrebig aus der Abwehr heraus und ließen den Gastgeber überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Nicht eine einzige Torchance der Hagenower wurde in der ersten Hälfte zugelassen. Die Carlower hingegen setzten immer wieder Nadelstiche. Marcel Musielak hatte in 35. Minute Pech, als er bei seinem Volleyschuss nur die Querlatte traf. Auch in der zweiten Halbzeit ließen sich die Carlower nicht den Schneid abkaufen. Sie erspielten sich weitere gute Chancen, die aber nicht zum Tor führten. Dann kam es, wie es kommen musste. Eine Unachtsamkeit in der Carlower Abwehr nutzten die Gastgeber zur Führung. Hängende Köpfe bei Carlow – keineswegs. Bei den heißen Temperaturen wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert.

Als Steven Bollow in der 67. Minute im gegnerischen Strafraum seine Gegner düpierte, war er nur mit einem Foul zu bremsen. Danilo Köhler in seiner coolen Art ließ sich diese Chance nicht entgehen – 1:1. Da geht noch mehr, dachten sich die Carlower. Ein weiterer Lattenknaller von Philipp Schreiber und eine Hundertprozentige von Brun Keller konnten aber nicht genutzt werden.

Als sich dann alle mit der Punkteteilung abgefunden hatten und die Nachspielzeit fast rum war, kam das, was kein Carlower mehr wollte. Ein langer Ball aus dem Halbfeld fand tatsächlich einen Hagenower Stürmer, der mit einem gezielten Kopfball noch den Sieg der Gastgeber perfekt machte. Das Spiel wurde gar nicht mehr angepfiffen. Das hatten sich die Carlower wirklich nicht verdient. Aber das ist Fußball. Mal himmelhochjauchzend, mal tiefbetrübt. Weiter geht’s Carlow. Nächsten Sonnabend ist das Pokalspiel zu Hause gegen Cambs Leezen.


SG Carlow: Szabries – Spiewack, Mayer, Richter (69. Grabowski), Dobberitz, Köhler, Kaltenschnee, Schreiber, S. Bollow, Keller, Musielak.




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