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Fußball : Zurück an alter Wirkungsstätte

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

17-jähriger Paul Puskeiler verstärkt zur Rückrunde den TSV Bützow und kommt vom FC Hansa Rostock zurück an die Warnow.

Die Landesliga-Elf des TSV Bützow wird in der Rückrunde von Paul Puskeiler verstärkt. Er kehrt nach eineinhalb Jahren von der Nachwuchsakademie des FC Hansa Rostock an seine alte Wirkungsstätte zurück und ist schon voller Vorfreude. ,,Ich will einfach wieder Spaß am Fußballspielen haben“, sagt der 17-Jährige. Noch muss sich der Bützower aber ein wenig gedulden, denn die erste Männermannschaft des TSV startet erst am 10. Februar in die Vorbereitung. Für ihn soll es dann das endgültige Ende einer Leidenszeit sein. ,,Ich habe seit einem Jahr kein richtiges Spiel mehr gemacht. Ich war nur noch hinten dran an der Mannschaft und habe wenig bis gar keine Einsatzzeit bekommen“, sagt Paul Puskeiler. Beim FC Hansa stand er zuletzt unter den Fittichen von Roland Kroos, dem Vater der beiden Bundesliga-Profis Toni (Bayern München) und Felix (Werder Bremen). Unter diesen Umständen machte eine weitere Zusammenarbeit aber keinen Sinn, weil es Paul von Tag zu Tag immer schwerer fiel, sich zu motivieren. Als Spieler in der Nachwuchs-Bundesliga ist der Aufwand und die Belastung enorm hoch. Neben der Schule standen auch zweimal Training täglich auf dem Programm. Zeit für Hobbies blieb da keine, stattdessen hat Paul Puskeiler für den Traum vom Profi alles andere hinten angestellt – fünfeinhalb Jahre lang.

Rückblick: Bis zur D-Jugend kickte er im Dress des TSV und feierte mit seiner damaligen Mannschaften einige Erfolge. Im Jahr 2008 absolvierte Paul Puskeiler ein dreimonatiges Probetraining beim FC Hansa Rostock. Dabei wusste er zu überzeugen und ging dann für die Kogge auf Torejagd. ,,Als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen“, erinnert sich der Linksfuß. Neben dem Verein wechselte er auch die Schule, ging fortan auf die CJD-Sportschule in Rostock, die professionelles Training und die pädagogische Ausbildung zusammen ermöglicht. Sein Wohnsitz war aber weiterhin Bützow. Dank der Unterstützung seiner Vaters Markus, der ihn nahezu jeden Tag nach Rostock brachte, war dies möglich. An die Doppelbelastung gewöhnte sich Paul schnell und fühlte sich gleich sehr wohl in seiner neuen Umgebung. ,,Ich habe schnell neue Freundschaften geknüpft“, sagt der Gymnasiast. Sein bester Kumpel, Davin Kopplow, aber wartete derweil in Bützow auf ihn. Dieser hatte am Ende auch einen nicht ganz unwichtigen Anteil daran, dass Paul nun wieder zurück zum TSV kehrt, weil es in Rostock für ihn keine Zukunft mehr gab. ,,Wir haben ihn beackert“, sagt Davin Kopplow. Mit ,,Wir“ meint er seinen Vater Heiko und sich selbst. Beide arbeiteten schon vor dessen Rostocker Zeit mit Paul Puskeiler zusammen.

,,Jetzt habe ich eingesehen, dass ich kein Profi werden kann“, sagt Puskeiler, der trotzdem weiterhin in Rostock zur Schule geht und am Vormittagtraining des FC Hansa teilnimmt. Der Schritt zurück nach Bützow wirkt für ihn nun wie eine Befreiung. ,,Jetzt ist kein Leistungsdruck mehr da. Es wird alles lockerer genommen“, schildert Paul Puskeiler seine ersten Eindrücke vom gemeinsamen Hallentraining mit seiner neuen Mannschaft. Beim TSV hofft er, auf einer zentralen Position im Mittelfeld zu spielen. Dass er spielen wird und endlich wieder auf den Platz zurück kehren kann, dürfte wohl nur Formsache sein. Für den TSV Bützow ist die Rückkehr gefühlt jedenfalls jetzt schon ein Glücksgriff. Ob Paul schon im ersten Rückrundenspiel am 15. März gegen den SV Prohner Wiek zum Einsatz kommt, ist noch unklar, denn er wird erst drei Tage später Volljährig. Die Bützower versuchen aber, über eine Ausnahmeregelung zu erlangen. Spätestens im Derby beim Güstrower SC darf Paul Puskeiler dann aber wieder ran und einfach nur kicken.

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