Rudern : Zepelinerin besteht Leistungstest

Frauke Hacker aus Zepelin (r.) mit ihrer Rostocker Zweier-Partnerin Lea Labudde.
Frauke Hacker aus Zepelin (r.) mit ihrer Rostocker Zweier-Partnerin Lea Labudde.

Frauke Hacker überzeugt mit ihrer Rostocker Zweier-Partnerin Lea Labudde bei der Internationalen 57. Ratzeburger Ruderregatta

svz.de von
17. Juni 2016, 05:00 Uhr

Mehr als 500 Teilnehmer traten zur Internationalen 57. Ratzeburger Ruderregatta an. Die Veranstaltung galt auch dieses Jahr für die Deutsche U23-Nationalmannschaft als Qualifizierungsregatta für die Weltmeisterschaften, sodass dieses Teilnehmerfeld im Fokus der Regatta lag. Da die endgültige Nominierung nach den Deutschen Meisterschaften am 23./26. Juni 2016 in Hamburg erfolgt, konnten in Ratzeburg also nur Punkte für die „finale Entscheidung“ gesammelt werden. Die Regatta war auch wieder international ein beliebtes Stelldichein. Sportler aus Brasilien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Österreich, Malta, Monaco und Polen waren leistungsstark vertreten, wie die Ergebnisse zeigten.

Für Frauke Hacker aus Zepelin war die Regatta der erste Leistungstest über die 2000 Meter unter Wettkampfbedingungen in diesem Jahr. Nach einem sehr erfolgreichen Saisonauftakt auf der Langstrecke und beim Ergometertest konnte sie sich im Frühjahr als Ersatzfrau für den deutschen A- Kader des Frauenachters qualifizieren. Wie in anderen Sportarten auch, war nun die Kehrseite der Medaille die fehlende Wettkampf-Praxis. Von der verpassten Olympia-Qualifikation des Deutschland-Frauenachters in Luzern kam die Sportlerin erst vor drei Wochen zurück ins Boot ihrer Rostocker Zweier-Partnerin Lea Labudde.

In dieser Besetzung unternahmen die beiden Ruderinnen nun den ersten Schritt zur Qualifikation zu den U23-Weltmeisterschaften, die diesen Sommer in Rotterdam stattfinden. Dieses taten sie in Ratzeburg mit großem Erfolg. Bei hochsommerlichen Temperaturen konnten die beiden den Vorlauf für sich entscheiden. Auf einer guten Mittelbahn fahrend, setzten sie sich im Finale gleich zu Beginn an die Spitze des Feldes und konnten schon zur Hälfte des Rennens einen sicheren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz herausfahren. Auch im zweiten Streckenabschnitt ließ das Rostocker Boot keinen Zweifel aufkommen, wer das Rennen gewinnen würde. Nach dem Endspurt überquerten Frauke und Lea die Ziellinie und distanzierten das Feld um mehr als drei Bootslängen.

Nur kurze Zeit nach der Siegerehrung für dieses Rennen ging es für die beiden noch einmal im Achter an den Start. In diesem Finale sollte eine Standortbestimmung für den designierten WM-Achter vorgenommen werden. Im zweiten Boot sitzend, konnten die beiden Ruderinnen aus Mecklenburg-Vorpommern maßgeblich dazu beitragen, dass ihr Boot auch dieses Rennen gewann.

Bei idealen Bedingungen auf der Rennstrecke und Temperaturen von über 25°C ging es dann noch einmal zur Bestätigung der Vortagesleistung auf die 2000m- Strecke. Auch in diesem Rennen bestand von Anfang an kein Zweifel am Sieg der beiden Rostocker Ruderinnen. Mit großer Freude, aber auch augenscheinlicher Erschöpfung konnten die Beiden nochmals Medaillen in Empfang nehmen.

Im abschließenden Achterrennen reichte die Kraft im zweiten Boot mit Frauke und Lea an Bord dann nicht mehr, um dem A-Boot, in dem übrigens noch zwei weitere Ruderinnen aus der Rostocker Trainingsgemeinschaft sitzen, Paroli zu bieten. Mit einer Bootslänge Rückstand, aber großem Vorsprung auf das polnische Boot, sprang hier ein zweiter Platz heraus.

Erschöpft, aber sehr zufrieden beendeten Frauke Hacker und ihre Partnerin Lea Labudde diese Regatta. Durch ihre Leistungen zählen sie nun zum Favoritenkreis für die deutschen Meisterschaften und haben bei entsprechenden Ergebnissen eine gute Chance, die Nationalmannschaft Deutschlands im August bei den Weltmeisterschaften im Frauen-Zweier zu vertreten.


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