Fußball-Landesklasse : „Wichtig sind die drei Punkte“

Glücklicher Sieg: Sergei Plaksenko (l.) gewann mit der Bützower Landesklasse-Elf gegen den VfL Blau-Weiß Neukloster, aber nur, weil die Gäste ihre vielen Chancen nicht nutzten.
Glücklicher Sieg: Sergei Plaksenko (l.) gewann mit der Bützower Landesklasse-Elf gegen den VfL Blau-Weiß Neukloster, aber nur, weil die Gäste ihre vielen Chancen nicht nutzten.

Fußball-Landesklasse III, 8. Spieltag: TSV Bützow II schlägt den VfL Blau-Weiß Neukloster glücklich mit 4:2 (1:2)

Kopf Robert Grabowski.JPG von
07. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Mit sechs Punkten aus drei Spielen beendete der TSV Bützow II in der Fußball-Landesklasse seine „englische Woche.“ Nach dem 5:2-Erfolg in Elmenhorst und der 1:5-Pleite in Güstrow siegten die Mannen um Trainer Maik Wegner zuletzt gegen den VfL Blau-Weiß Neukloster auf dem heimischen Sportplatz am Wall mit 4:2 (1:2). Die drei Punkte sind allerdings das einzig Positive an diesem Spiel aus Bützower Sicht nach einem ganz schwachen Auftritt. „Diesmal ist es gut gegangen, so viel Glück werden wir aber nicht immer haben“, so das Fazit von Wegner. Ohne den Chancenwucher der Gäste und einem starken Rückhalt im Tor durch André Krüger hätte es eigentlich eine deutliche Heimpleite geben müssen, doch der VfL sündigte mit seinen vielen Tormöglichkeiten und hielt den TSV somit im Spiel.

Aber der Reihe nach: Schon in der Anfangsphase zeigten sich die Blau-Weißen im Vorwärtsgang wesentlich geradliniger, profitierte dabei aber einmal mehr von den vielen Fehlern der Bützower. Einfache Ballverluste im Spiel nach vorne brachten die Hausherren aus dem Konzept. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen und das Zweikampfverhalten passten einfach nicht, sodass Neukloster seinen Torjäger Patrick Wiechmann immer wieder in Szene setzen konnte. Der schnelle Angreifer stellte die Bützower Abwehrleute stets vor große Probleme und war kaum zu bremsen. Das erste Tor schossen dennoch die Gastgeber. Jan Algner nahm einfach mal Maß und hatte bei seinem Schuss auch das Glück des Tüchtigen, weil sich Neuklosters Torhüter Andreas Schmidt verschätzte, als der Ball unter der Latte einschlug (17.). Wenig später leitete der Bützower Torschütze mit einem Fehlpass allerdings den Ausgleich ein. Der VfL fand die Schnittstelle in der TSV-Defensive und Patrick Wiechmann erledigte den Rest (23.). Das 1:2 in der 25. Minute resultierte dann von einer zu kurzen Kopfballrückgabe, die Wiechmann erlief, zwei Bützower Verteidiger stehen ließ, auch noch Krüger umkurvte und dann einschob. Von diesem Doppelschlag brauchte der ersatzgeschwächte TSV (drei Torhüter und einen Feldspieler auf der Bank) ganz lange, um sich davon zu erholen. Dank der fahrlässigen Chancenverwertung Neuklosters blieb es beim knappen Pausenrückstand.

Der VfL verpasste es auch im zweiten Durchgang, den Deckel drauf zu machen. Bei einem möglichen dritten und gar vierten Gegentreffer wären die Bützower wohl nicht mehr zurückgekommen, weil die Moral an diesem Tag nicht sonderlich groß war. „Die Einstellung hat sicherlich gestimmt, aber wir konnten sie nicht auf dem Platz zeigen“, sagt Maik Wegner. Die Warnowstädter machten am Ende jedoch von ihrer individuellen Qualität Gebrauch. Obwohl bis auf André Krüger wahrlich kein TSV-Kicker hervorzuheben ist, hebelten Christian Urgast und Robert Grabowski mit einem einfachen Doppelpass die VfL-Defensive aus, sodass Urgast freistehend im Strafraum auftauchte und vor dem gegnerischen Torhüter cool blieb (73.). Plötzlich witterten die Gastgeber sogar die Möglichkeit auf den Sieg, hatten bei einem Abseitstor der Gäste aber Glück, nicht wieder in Rückstand zu geraten. Stattdessen schickte Urgast Grabowski auf die Reise, der im 16er nur noch durch ein Foul zu stoppen war. Der 34-Jährige trat wie gewohnt zum Elfmeter selbst an und verwandelte sicher (84.). Inzwischen richtete sich der Frust vom VfL Blau-Weiß Neukloster zu sehr gegen den Schiedsrichter, dem allerdings keine Vorwürfe zu machen sind. Selbst vor dem 4:2, als ein VfL-Spieler im Bützower Strafraum nach einem Kontakt mit André Krüger liegen blieb, allerdings keine schwere Verletzung erkennbar war, lag es im Ermessen des Unparteiischen, das Spiel weiterlaufen zu lassen, obwohl die Neuklosteraner dazu aufforderten, den Ball ins Aus zu spielen. Der TSV zog den Konter aber durch und erhöhte schließlich durch Paul Zeh auf 4:2. Die Niederlage müssen sich die Blau-Weißen am Ende selber zuschreiben, weil sie ihre vielen Chancen einfach nicht genutzt haben.

„Wichtig sind die drei Punkte. Wir haben allerdings kein gutes Spiel gemacht, aber wieder vier Tore geschossen“, sagt Maik Wegner abschließend.

TSV Bützow II: André Krüger – Max Haack, Steve Bärmlich, Christian Urgast, Lucas Wichert, Stefan Kuchenbecker, Jan Algner, Sergei Plaksenko, Davin Kopplow (60. Tim Wegner), Paul Zeh, Robert Grabowski

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