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Lokaler Sport Bützower Zeitung

14. Dezember 2017 | 22:05 Uhr

Handball : Werbung für den Handball-Sport

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Handball-Verbandsliga West: TSV Bützow und der VfL Blau-Weiß Neukloster treffen sich im Gipfeltreffen 28:28 (13:9)

von
erstellt am 31.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Ein Spitzenspiel, das hält, was es verspricht, gibt es nicht alle Tage, doch was der TSV Bützow und der VfL Blau-Weiß Neukloster im Duell Zweiter gegen Erster in der Wilhelm-Schröder-Sporthalle ablieferten, war pure Werbung für den Verbandsliga-Handball. Wechselnde Führungen und somit ein spannendes Spiel bis zum Schluss waren nichts für schwache Nerven, wobei die Gäste mit dem 28:28 am Ende wohl besser leben können als die Hausherren, denn der Ausgleich war umstritten.

Beide Teams waren motiviert bis in die Haarspitzen, schließlich ging es auch um eine kleine Vorentscheidung in Sachen Staffelsieg. Mit einem Pluspunkt Vorsprung hatten die Neuklosteraner die etwas bessere Ausgangsposition gegenüber den Bützowern. Der TSV hatte aber noch etwas gut zu machen aus dem Hinspiel, das er sang- und klanglos mit 13:23 verlor. Von diesem schwachen Auftritt war aber diesmal überhaupt nichts zu sehen. In der gut gefüllten Schröder-Halle legten die Bützower einen perfekten Start hin und führten nach zehn Minuten mit 4:2. Der VfL ließ sich aber zunächst nicht abschütteln (8:7/20. Minute). Erst zum Ende der ersten Hälfte erarbeiteten sich die starken Warnowstädter einen komfortablen Vorsprung. Zur Pause lagen sie mit 13:9 vorne. „Das war unsere beste erste Halbzeit der Saison. Die Abwehr war bombe und auch im Angriff haben wir uns gut bewegt“, sagt Bützows Trainer Thomas Necker.

Aus TSV-Sicht hätte es so weiter gehen können, doch die Gäste steckten nicht auf. Im Laufe der Zeit schwanden bei den Hausherren allmählich die Kräfte, kleinere Fehler schlichen sich ein. Neukloster nutzte dies konsequent aus und verkürzte in der 40. Minute auf 16:17. Obwohl die Bützower über eine volle Bank verfügten, entschied sich Thomas Necker dafür, kaum zu wechseln. „Das hätte Unruhe reingebracht“, erklärt der TSV-Trainer. Dafür nahm er auch den Kräfteverschleiß in Kauf und vertraute seiner Stamm-Sieben. Sie zahlte es ihm mit einem aufopferungsvollen Kampf zurück, musste zwischenzeitlich aber einen 21:22-Rückstand in Kauf nehmen (50.). Die Bützower Moral war aber so groß, dass sie diesen wegsteckten und kurz vor Schluss mit 28:27 führten. Es waren nur noch Sekunden zu spielen, als Bernhard Zisler seinen Gegenspieler ganz „normal“ stellte und dafür unverständlicherweise die Rote Karte bekam. „Das war niemals eine Rote Karte, das hat sogar der Neuklosteraner Spieler zugegeben“, ärgert sich Thomas Necker. Dieser vermeintliche Regelverstoß führte dann dazu, dass die Gäste vom Siebenmeter-Punkt die Chance bekamen, um auszugleichen. Drei Sekunden waren da noch auf der Uhr. Als der Strafwurf freigegeben wurde, ließ sich der ausführende Schütze so viel Zeit und täuschte auch noch einen Wurf an, sodass die Zeit abgelaufen war. Erst dann verwandelte er den Siebenmeter. Der Treffer zählte nicht, doch zum Unmut der Bützower wurde der Versuch wiederholt. Wieder war der Ball drin und diesmal gaben die Unparteiischen das Tor. „Darüber kann man natürlich streiten. Mit dem Spiel sind wir zufrieden, mit dem Ergebnis nicht“, sagt Thomas Necker.

Die Bützower müssen den Staffelsieg nun wohl abhaken, denn das Restprogramm von Neukloster scheint keine große Hürde für den Tabellenführer zu sein. „Wir hoffen trotzdem, dass Neukloster noch einmal Punkte liegen lässt“, gibt Necker die Hoffnung nicht auf. Um dann aber auch davon profitieren zu können, muss der TSV erst einmal seine eigenen Hausaufgaben erledigen.

TSV Bützow: Falk Schünemann, Daniel Stammann – Ingmar Rinas, Oliver Maegdefessel (2 Tore), Denny Pahl (2), Maximilian Veit (2), Mathias Lembcke (2), Sebastian Kröger (6), Steffen Klink (5), Bernhard Zisler (6), Henning Zisler (3), Yannick Laß, Sebastian Ritter, Benno Tresp

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