Handball : Von wegen Selbstläufer

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Handball-Verbandsliga West, Männer: TSV Bützow lässt beim SV Matzlow-Garwitz überraschend Federn und verliert 19:24

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14. März 2018, 05:00 Uhr

Plötzlich wird es doch noch einmal spannend in der Handball-Verbandsliga West. Die Männer der TSV Bützow ließen nämlich unerwartet Federn beim „Favoritenschreck“ SV Matzlow-Garwitz, kassierten beim 19:24 die zweite Saisonniederlage. „Von wegen die Meisterschaft wird ein Selbstläufer und ist nur noch Formsache“, sagt Bützows Trainer Oliver Maegdefessel. Für ihn kommt die Pleite noch nicht einmal aus dem Nichts. „Es war abzusehen, dass diese Niederlage irgendwann kommen musste“, so der 27-Jährige. Auch aufgrund der angespannten Personallage gingen die Bützower mit gedämpften Erwartungen in das Spiel. „Mir standen acht Feldspieler zur Verfügung, wovon drei Kreisläufer sind“, erklärt Maegdefessel. Dennoch wirkte sich das zumindest in Durchgang eins nicht negativ aus. „Die erste Halbzeit war gar nicht so schlecht. Natürlich erzeugt es Fehler, wenn man so zusammen steht, wie man sonst nie zusammen steht in der Abwehr. Unser Manko ist aber einfach, dass wir vorne zu viel liegen lassen“, sagt Oliver Maegdefessel. Lediglich einmal erspielte sich der TSV eine Führung (3:2), lief ansonsten nur einem Rückstand hinterher. Zur Pause hielt dieser sich noch in Grenzen (9:11), doch in Halbzeit zwei erlebten die Gäste einen enormen Einbruch. „Wir beschäftigen uns mit allem, nur nicht mit dem Spiel. Einige regen sich über die Schiedsrichter auf, sogar über uns selber. Ich tue mich immer schwer damit, die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen. Bevor ich die Fehler bei anderen Suche, muss ich die erstmal bei mir selber suchen“, lässt Maegdefessel keine Ausreden gelten. Der SV Matzlow-Garwitz nutzte diesen schlechten Tag des TSV gnadenlos aus, spielte sich förmlich in einen Rausch. Beim 20:13 erreichte der Rückstand der Bützower seinen negativen Höhepunkt. Woran es lag, dass die Bützower zu keinem Zeitpunkt eine Siegchance hatten, liegt für Oliver Maegdefessel auf der Hand: „Zwölf Technik- und Regelfehler sind mindestens sechs zu viel. Und wenn ich mir die Torausbeute anschaue, dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich mit fünf Toren verliere.“ Dass der TSV nur 19 Tore warf, lag auch am Matzlower Schlussmann, der einen ganz starken Tag erwischte.

„Es war vielleicht mal ganz gut, einen Dämpfer zu kriegen. Man kann ja auch verlieren, die Frage ist aber wie“, sagt Maegdefessel. Noch hat diese 19:24-Pleite keine großen Auswirkungen in der Tabelle, doch der Punktevorsprung auf den Doberaner SV II schmolz auf einen Zähler dahin. „Das einzig Gute ist, dass Doberan bei der SG Schwerin-Leezen nur Unentschieden gespielt hat. Wir müssen nun unsere Hausaufgaben machen. Es gilt, an den Fehlern zu arbeiten“, erklärt Oliver Maegdefessel. Denn auch die kommende Heimpartie gegen die SG Schwerin-Leezen wird sicherlich kein Selbstläufer.

TSV Bützow: Falk Schünemann, Daniel Stammann, Martin Strigun – Felix Schulze (5/4 Siebenmeter), Johann Mauck (3), Carsten Behning, Denny Pahl (5), Thomas Necker (4), Steffen Klink (1), Henning Zisler (1)

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