Fußball : Vier Auswärtstore reichen nicht

Endstation in Runde eins: Felix Krummrey (r., hier in einem früheren Spiel) scheiterte mit dem SKV Steinhagen nach einer erschreckend schwachen zweiten Halbzeit beim TSV Rostock mit 4:5.
Endstation in Runde eins: Felix Krummrey (r., hier in einem früheren Spiel) scheiterte mit dem SKV Steinhagen nach einer erschreckend schwachen zweiten Halbzeit beim TSV Rostock mit 4:5.

Stadtwerke Rostock-Cup: Fußball-Kreisligist SKV Steinhagen verliert in Runde eins beim TSV Rostock aus der Kreisklasse mit 4:5

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14. August 2019, 05:00 Uhr

Erste hui, zweite pfui – so lässt sich das Fußball-Spiel in der ersten Kreispokalrunde des SKV Steinhagen im Hinblick auf die beiden dargebotenen Halbzeiten am treffendsten beschreiben. Mit 4:5 (4:3) unterlag er beim TSV Rostock 2011 und verpasste es somit, zum zweiten Mal in der Vereinshistorie in die nächste Pokalrunde einzuziehen.

Dabei sah es zunächst danach aus, als würde der SKV seiner Favoritenrolle als Klassenhöherer gegen den Rostocker Kreisklasse-Vertreter gerecht. Von der ersten Minute an präsentierten sich die Käfigkicker in der Offensive bestens aufgelegt und sehr spielfreudig. Ob über die Außenbahnen oder auch mal durch die Mitte – der SKV fand zunächst viele Lösungen gegen den Rostocker Abwehrverbund und erspielte sich Chance um Chance. Eine davon verwertete Leon Nowak bereits in der 15. Spielminute zum 1:0, als er von Kapitän Tim Puskeiler auf die Reise geschickt wurde und vor dem gegnerischen Torhüter die Nerven bewahrte. Selbst der umgehende Ausgleich – begünstigt durch Abwehrchef Henning Voß, der einen Ball unterlief – durch Eric Sieland brachte die Steinhagener nicht von ihrem Spiel ab. Julian Koszinski (27.) und abermals Nowak (34.) schraubten innerhalb kürzester Zeit das Ergebnis auf 3:1 in die Höhe. Doch bereits zum Ende der ersten Halbzeit stellte sich der Schlendrian ein, die Angriffe wurden nicht mehr konsequent zu Ende gespielt, zudem offenbarten sich immer mehr zu große Probleme in der SKV-Abwehr. So kamen die Rostocker Hausherren innerhalb von drei Minuten zum 3:3-Ausgleich (40., 43.) – abermals unter gütiger Mithilfe der SKV-Defensive. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Julian Schneider per Kopf dann aber doch die 4:3-Pausenführung (45.) und alles sah danach aus, als würde der SKV trotz der Unzulänglichkeiten in der Defensive das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden.

Mit dieser gewähnt sicheren Einstellung gingen die SKV-Männer auch in die zweite Halbzeit, denn augenscheinlich schalteten sie ein, zwei Gänge zurück und fanden so gar nicht mehr zum Offensivspiel aus dem ersten Durchgang. Zu wenig Bewegung in den vorderen Reihen, zu viele Abspielfehler, zu viele Eigensinnigkeiten. Auf der anderen Seite fand sich der TSV aus Rostock bestens zurecht mit dem mittlerweile dargebotenen Spiel. Insbesondere Eric Sieland hielt die SKV-Defensive oftmals auf Trab, alleine vier Treffer gingen an diesem Tage auf sein Konto. Nach dem Bild, das der SKV in der zweiten Halbzeit abgab, war die logische Konsequenz zwei weitere Gegentore (60., 74.) und die daraus resultierende Niederlage. Dass das 5:4 per fragwürdigen Elfmeter fiel, war nur eine Randnotiz. Auch ein letztes Aufbäumen des SKV in der Schlussphase der Partie verpuffte, da nicht zielstrebig genug beziehungsweise zu planlos nach vorne agiert wurde. So steht am Ende ein verdientes Erstrunden-Aus im Pokal zu Buche, das Warnschuss für den Kreisliga-Auftakt sein muss.

SKV Steinhagen: Thomas French – Felix Krummrey, Julian Koszinski, Leon Nowak, Henning Voß (81. Jens Behne), Nando Mauck (60. Martin Brandenburg), Julian Schneider (60. Daniel Kosciow), Alexander Zube, Tim Puskeiler, Maik Hehl, Florian Behrens


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