Fußball-Verbandsliga : TSV strauchelt nach Blitzstart

Stemmten sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage: Trotzdem machte das 2:2 gegen den TSV 1860 Stralsund die Bützower um Kapitän Sebastian Synwoldt (l.) nicht glücklich.
Stemmten sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage: Trotzdem machte das 2:2 gegen den TSV 1860 Stralsund die Bützower um Kapitän Sebastian Synwoldt (l.) nicht glücklich.

Bützower Verbandsliga-Elf kommt gegen den abstiegsbedrohten TSV 1860 Stralsund über ein 2:2 (1:0) nicht hinaus

svz.de von
02. Mai 2019, 05:00 Uhr

Bützow | Ein Punkt – das ist die ernüchternde Ausbeute der Bützower Verbandsliga-Fußballer aus dem Heimspiel gegen den TSV 1860 Stralsund. Am Dienstagabend trennte sich die Elf von Trainer Helge Marquardt von den stark abstiegsbedrohten Stralsundern mit einem 2:2-Unentschieden. Dementsprechend lang waren die Bützower Gesichter. „Da haben einige Spieler ab einem gewissen Zeitpunkt einfach zu viele Prozente weggelassen. Wir haben zwei Punkte durch eigene Überheblichkeiten verloren, sind natürlich aber froh, am Ende wenigstens einen Zähler mitgenommen zu haben“, so Trainer Marquardt im Anschluss an die Partie.

Dabei begann das Spiel mit einem Start nach Maß für die Bützower Heimelf. Rei Oami köpfte bereits in der zweiten Spielminute den TSV mit 1:0 in Front, nachdem der wieder einsatzbereite Kapitän Sebastian Synwoldt zuvor eine maßgenaue Flanke auf den langen Pfosten des Stralsunder Gehäuses brachte. Es war das 100. Gegentor der Stralsunder Gäste in der laufenden Verbandsliga-Saison und gemessen an den Chancen im weiteren Verlauf der ersten Hälfte, hätten ein, zwei weitere Gegentore noch dazukommen dürfen, wenn nicht sogar müssen. Die Zahl an echten Torchancen blieb jedoch überschaubar, weil die Gäste aus Stralsund trotz des frühen Rückstandes ihrer Marschroute treu blieben und es durch Abwarten und eine kompakte Defensive den Bützowern ein Durchkommen schwer machten. Als zu durchschaubar entpuppte sich die Bützower Wahl des Mittels, nämlich lange Bälle auf das Stürmerduo Wießmann/Kleindorff. Zusätzlich bitter für die TSV-Elf: Bereits in der zehnten Spielminute musste Felipe Tostes das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen. „Diese Saison ist in Bezug auf die Personalsituation von Woche zu Woche echt verflixt. Zu der Verletzung von Felipe gesellen sich zwei weitere Ausfälle, die für das kommende Spiel aufgrund der fünften gelben Karte gesperrt sind“, hadert Trainer Marquardt.

Nach Wiederanpfiff erwischten die Stralsunder Gäste den besseren Start erwischen, als eine Bützower Ecke geklärt und sofort in einen Stralsunder Konter umgewandelt wurde. Ein Chipball in die Tiefe reichte, um zwischen dem letzten Bützower Feldspieler und dem herauseilenden TSV-Keeper Paul Junge ein Missverständnis entstehen zu lassen und so konnte Simon Gurlt den Ball über Junge zum Ausgleich köpfen (48.). In der 70. Spielminute fiel dann sogar die Führung für den TSV aus Stralsund: ein direkter Freistoß fand aus gut 25 Metern den Weg in die Bützower Maschen, ohne dass Keeper Junge eine Abwehr-Chance hatte. Die Stralsunder hatten nun die Führung, die sie wollten und diese verteidigten sie leidenschaftlich mit Mann und Maus. Doch eine Bogenlampe von Paul Puskeiler rutschte schließlich erst an Wießmann vorbei, fand aber in Robert Grabowski, der zehn Minuten zuvor eingewechselt wurde, einen Abnehmer. Er köpfte schließlich über den Stralsunder Torhüter zum 2:2-Endstand.

TSV Bützow: Paul Junge – Philipp Schönbrunn, Max Körting, Felipe Tostes (10. Felix Moritz), Paul Puskeiler, Rei Oami, Lucas Torres (73. Robert Grabowski), Sebastian Synwoldt, Tony Lübke, Kevin Kleindorff, Maik Wießmann


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