Handball : TSV-Sieben lädt zum Verfolgerduell

Bützower Handball-Männer (2.) empfangen heute um 17 Uhr den SV Warnemünde (3.) in der Wilhelm-Schröder-Sporthalle

von
28. Februar 2014, 09:15 Uhr

In der Handball-MV-Liga der Männer ändert mal wieder ein Sportgerichtsurteil die Konstellation in der Spitzengruppe. Nutznießer ist der SV Warnemünde, der heute in Bützow gastiert, denn die 29:36-Niederlage der Rand-Rostocker beim HSV Insel Usedom II wurde annulliert und zu einem Sieg der Warnemünder umgewandelt. „Usedom hat einen Spieler eingesetzt, der dazu nicht berechtigt war“, sagt Staffelleiter Thomas Schweder. Das hat drastische Auswirkungen auf das Spitzenspiel heute in Bützow. Der SVW liegt nunmehr mit vier Minuspunkten gleichauf mit Spitzenreiter Stavenhagen. Nur weil er aber noch ein Spiel im Rückstand ist, ist der TSV noch Zweiter. Die Vorzeichen sind deshalb klar, die Bützower dürfen nicht verlieren, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Alles in allem schreien die ganzen Umstände aber inzwischen nach einer Wettbewerbsverzerrung, denn mit sportlichen Mitteln wird in der MV-Liga kaum noch gehandelt, zumal die Usedomer Wiederholungstäter sind und schon dem Ribnitzer HV (4.) vor Wochenfrist einen zusätzlichen Punkt bescherten. Doch dem Handballverband Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Fall die Hände gebunden. „Die Spielordnung sieht halt nur einen Punktabzug und ein Bußgeld für Usedom vor“, sagt Thomas Schweder. Dass es die Spitzengruppe betreffe, sei sehr ungünstig und dumm gelaufen. Ein wenig profitieren aber alle Spitzenteams davon, weil am Ende bei Punktgleichheit nicht mehr das Torverhältnis entscheidet, sondern zwei Entscheidungsspiele. Sollten sogar drei oder vier Teams gleichauf liegen, „wird es ein Final Four an einem neutralen Ort geben“, erklärt Schweder. So bleibe die Chancengleichheit gewahrt. Allerdings, so Schweder, hoffe er, dass sie bis zum Saisonende alles von alleine klärt, weil ja noch genügend Spiele zu spielen seien.

Fakt ist, dass heute eine Erfolgsserie reißt. Die Bützower gewannen sechs Partien in Serie, Warnemünde, das Sportgerichtsurteil eingerechnet, sogar zehn. Die letzte Niederlage kassierten die Rand-Rostocker im Hinspiel gegen den TSV (23:24). Wie schon am siebten Spieltag ist auch heute wieder mit einem Duell auf Augenhöhe zu rechnen. Beide Mannschaften sind als Außenseiter in die Saison gestartet und stehen unerwartet fast ganz oben in der Tabelle.

Überraschend ist auch das Abschneiden des Schwaaner SV, die als Tabellenvorletzter deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen liegen. Das Trainergespann, viele Zuschauer und einige Spieler möchten wohl jetzt schon die Saison zu Ende wissen, denn das, was die Handballmänner des Schwaaner SV derzeitig zeigen, trägt nicht dazu bei, eine Euphorie auszulösen. Ganz deutlich wurden die Grenzen den Schwaaner Spielern am vergangenen Sonntag auf der Insel Usedom aufgezeigt. Nach dem 23:37 beim Tabellendrittletzten muss man schon glauben, dass die Mannschaft zur Zeit die MV-Liga-Tauglichkeit vermissen lässt. Heute um 16 Uhr kommt die zweite Vertretung des Doberaner SV in die Bekesporthalle. Ein Team, was sich auch im Keller der Liga bewegt. Zuletzt hatten die Gäste einen Lauf von sieben Niederlagen in Folge. Das Hinspiel entschied der Schwaaner SV in Doberan mit 28:24 für sich. Damals auch mit einer „Notbesetzung“ spielend, gewann er aus der Abwehr heraus. Der Schwaaner Angriff tat sich in den vergangenen Wochen dagegen schwer. Mehr als 25 geworfene Tore haben Seltenheit. Der SSV hat einen Schnitt von 23,5 Treffern je Spiel. Der Doberaner SV wirft im Schnitt aber 27 Treffer. Statistisch gesehen ist damit der SSV wieder der Außenseiter. Die Zuschauer können nur hoffen, dass dieses Mal nicht nur der Torerfolg auf vier oder fünf Spieler begrenzt bleibt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen