Handball-Landesliga West : TSV „schießt“ nächsten Gegner ab

Kamen immer wieder zum Torabschluss: Die Bützower Damen um Katrin Horke (l.) erzielten gegen den Doberaner SV 36 Treffer.
Kamen immer wieder zum Torabschluss: Die Bützower Damen um Katrin Horke (l.) erzielten gegen den Doberaner SV 36 Treffer.

Handball-Landesliga West: Bützower Damen feiern beim 36:17 gegen den Doberaner SV den dritten Kantersieg in den letzten vier Partien

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28. Januar 2020, 05:00 Uhr

Die Handball-Damen vom TSV Bützow eilen in der Landesliga West aktuell von Kantersieg zu Kantersieg. Drei der letzten vier Duelle gewann die Truppe von Trainer Jürgen Klink mit 28, 21 und 19 Toren Vorsprung. Lediglich gegen Spitzenreiter TSG Wismar wurde „nur“ mit zwei Treffern Differenz gewonnen. Zuletzt bekam der Doberaner SV die Offensivpower der Bützowerinnen zu spüren und musste sich in der Wilhelm-Schröder-Sporthalle mit 17:36 geschlagen geben.

Im Prinzip war die Partie schon nach zehn Minuten gelaufen. Bis dato erspielte sich der TSV eine 5:0-Führung und erweckte vor allem in der Defensive um Torhüterin Juliane Kaiser nicht den Eindruck, dass die Doberanerinnen ihm gefährlich werden könnten. In der folgenden Viertelstunde gestatten die Gastgeberinnen dem Gegner allerdings acht Tore, ohne dabei die eigene Angriffsleistung zu vernachlässigen. Sie spielten aus der Abwehr heraus schnelle Bälle nach vorne. Auch in Unterzahl, zwischenzeitlich zu viert auf der Platte, ließen sie sich nicht unterkriegen und trafen nach Belieben. So führten die Bützowerinnen zur Pause bereits mit 18:8, sodass es im zweiten Durchgang nur noch um die Höhe des Sieges ging.

Dafür forderte Jürgen Klink aber mehr Variabilität im Angriff, denn dort sah er noch Potenzial nach oben. Es sollte noch mehr zusammengespielt werden, nach seinem Geschmack wurde noch zu viel über die rechte Seite gespielt. Was eventuell nach „Jammern auf hohem Niveau“ klingt, ist genauer betrachtet eher ein Schärfen der Sinne, denn gerade solche deutlichen Führungen verleiten des Öfteren dazu, den Schlendrian einkehren zu lassen. Doch die Bützowerinnen waren gewillt, den Sack zuzumachen und setzten den Angriff der Doberanerinnen unter Druck. Nach 40 Minuten zogen die Gastgeberinnen den Gästen endgültig den Zahn und erhöhten den Vorsprung kontinuierlich. Mit schönen Spielzügen verzauberten die TSV-Damen das Publikum und siegten verdient mit 36:17. In dieser Partie erhöhte übrigens Celina Bollow-Garlipp ihr persönliches Torekonto auf insgesamt 109 und führt die Torschützenliste an. Die neun Treffer gegen Bad Doberan entsprechen auch dem Schnitt, den sie in zwölf Partien pro Spiel erzielt.

Doch schon am kommenden Sonntag bekommen es die Bützowerinnen mit einem ganz anderen Kaliber zu tun. Im Spiel bei der HSG Uni Rostock haben die Warnowstädterinnen auch noch eine Rechnung zu begleichen, schließlich waren es die Rostockerinnen, die dem TSV im Hinspiel eine der beiden bisherigen Saisonniederlagen zufügten (23:25). Das Duell beim Tabellenvierten wird also wahrlich kein Spaziergang. Es müssen ja auch nicht immer Kantersiege sein: Hauptsache, die zwei Punkte sind im Sack. Und das ist das erklärte Ziel der Bützower Damen.

TSV Bützow: Juliane Kaiser – Ann-Marie Berger (7), Lara Wegener, Sophie Masermann (1), Celina Bollow-Garlipp (9), Yvonn Jäger, Katrin Horke (6), Lea Kellert (3), Katja Ehmke (6), Anna Herbst (4)






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