Fußball : TSV-Reserve zementiert Platz eins

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Fußball-Kreisoberliga Warnow, Staffel: Bützower gewinnen das Spitzenspiel beim FSV Rühn vor 180 Zuschauern mit 4:0 (3:0)

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16. April 2019, 05:00 Uhr

Rühn | Es stehen in der Fußball-Kreisoberliga Warnow, Staffel I, zwar noch acht Spieltage aus, doch in der 18. Runde der Saison sorgte der TSV Bützow II im Spitzenspiel beim FSV Rühn für eine kleine Vorentscheidung. Beim 4:0 ließ der Tabellenführer dem Zweiten nicht den Hauch einer Chance und untermauerte seine Meisterschaftsambitionen. Allerdings sind es nur sechs Punkte Vorsprung auf den Lokalrivalen, der somit noch in Schlagdistanz liegt, wenngleich er an Platz eins nicht mehr glaubt. „Mit diesen Individualisten sind die Bützower sportlich einfach überlegen, stehen verdient auf Platz eins und werden sich den Landesklasse-Aufstieg nicht mehr nehmen lassen. Wir hingegen können für unsere Möglichkeiten mit dem zweiten Platz sehr zufrieden sein und werden in den verbleibenden Spielen versuchen, diesen zu behaupten“, sagt David Pusch vom Rühner Trainer-Team.

180 Zuschauer gaben dem Derby einen würdigen Rahmen. „Leider konnten wir dies nicht nutzen, um uns angemessen zu verkaufen“, ärgert sich David Pusch über den missglückten Auftritt vor dieser nennenswerten Kulisse, weil für die Kreisoberliga nicht alltäglich. Genau das Gegenteil war bei den Gästen der Fall. „Wir waren dem Spitzenspiel absolut gewachsen und können einfach nur zufrieden sein“, sagt TSV-Trainer Maik Wegner nach dem deutlichen Erfolg an seiner alten Wirkungsstätte. Die Bützower waren von Beginn an mit ihrer körperlichen Überlegenheit und Routine überwiegend das bessere Team, obwohl die Rühner zunächst mit einer etwas härteren Gangart dagegenhielten und in den Zweikämpfen zum Teil über das Ziel hinaus schossen. „Rühn wollte Härte zeigen, kompromissloser waren wir aber. Wir haben uns mit unserer Wucht reingehauen, aber immer fair“, sagt Wegner. Trotzdem mussten die Hausherren in Durchgang eins zweimal verletzungsbedingt wechseln, was aber nichts an der taktischen Ausrichtung änderte. Der defensivstarke FSV ließ sich nicht hinten rauslocken, war aber in der 27. Minute nicht wach genug, um das 0:1 zu vermeiden. Der TSV führte einen Freistoß schnell aus, sodass der agile Philipp Keup im Strafraum auf Stefan Kuchenbecker ablegen konnte, der dann keine Mühe hatte, aus wenigen Metern einzunetzen. Knappe zehn Minuten später landete dann ein eigentlich schon geklärter Ball wieder beim TSV und David Hübner konnte ungestört aus der zweiten Reihe erhöhen (36.). Nachdem Chris Dahlmann dann den möglichen Anschlusstreffer verpasste, veredelten die Bützower den folgenden Konter zum 3:0, wobei sie dabei von einem Missverständnis der Rühner Defensive profitierten. Johannes Belosa war es egal, er schob den Ball ins leere Tor (45.). „Realistisch betrachtet, konnte es nur noch darum gehen, mit erhobenem Haupt vom Platz zu gehen“, erklärt David Pusch den Gedankengang der Rühner für Durchgang zwei.

Die zweite Hälfte war also noch defensiver geprägt mit nur wenigen Offensivaktionen. „In der zweiten Halbzeit waren wir zu ungenau im letzten Drittel, dem finalen Pass fehlte die Präzision“, hatte Maik Wegner dann doch noch etwas zu bemängeln am Bützower Spiel. Sie nahmen aber auch merklich zwei Gänge raus und machten nicht mehr als nötig. Trotzdem erzielten die Warnowstädter noch das 4:0 durch Christian Urgast (85.).

Der FSV fand letztlich über 90 Minuten keine Mittel, um die Bützower ins Wanken zu bringen. Die wenigen Offensivaktionen endeten in der Regel vor dem Strafraum, sodass TSV-Keeper André Krüger nahezu beschäftigungslos blieb. „Im Vergleich zum Hinspiel haben wir es eigentlich sogar etwas besser gemacht, aber so sorglos die Bützower dort mit ihren Chancen umgingen, so abgezockt waren sie dieses Mal“, lautet das Fazit von Pusch.

FSV Rühn: Christian Ladwig – Martin Finck, Tom Dittmann (13. David Pusch), Dirsam Farho, Paul Lemke (32. Hannes Warning), Markus Behn, Charlie Dahlmann, Chris Dahlmann, Patrick Schulz, Eric Roskot, Robert Schlicht

TSV Bützow II: André Krüger – Max Haack, Steve Bärmlich, Christian Boldt, Jan Algner, David Hübner, Philipp Keup (55. Sebastian Lehmann), Stefan Kuchenbecker, Christian Urgast, Johannes Belosa (73. Sergei Plaksenko), Robert Grabowski


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