Fußball : TSV nimmt es mit Galgenhumor

Es hat wieder nicht gereicht: Obwohl sich der TSV Bützow in Ueckermünde gute Torchancen herausspielte, verlor das Team um Tony Lübke auch das sechste Saisonspiel.
Es hat wieder nicht gereicht: Obwohl sich der TSV Bützow in Ueckermünde gute Torchancen herausspielte, verlor das Team um Tony Lübke auch das sechste Saisonspiel.

Fußball-Verbandsliga, 6. Spieltag: Bützow verliert in Ueckermünde mit 2:4 gegen ein weiteres Team aus der Top 5

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23. September 2019, 05:00 Uhr

Es ist und bleibt der Wurm drin: Die Fußball-Männer des TSV Bützow mussten sich am 6. Spieltag der laufenden Verbandsliga-Saison erneut geschlagen geben, als sie das Auswärtsspiel beim FSV Einheit Ueckermünde mit 2:4 (0:2) verloren. Es hilft mittlerweile nur noch Galgenhumor, wie ihn auch TSV-Trainer Helge Marquardt nach Abpfiff der Partie bewies: „Das einzig Gute ist: Wir haben in den ersten sechs Spielen gegen die momentanen Top 5 der Liga gespielt, ab jetzt wird es ja vielleicht ein wenig ‚einfacher’.“

Dass der TSV gegen die Top5 wenn auch nicht ergebnistechnisch, wohl aber leistungsmäßig mithalten kann, dass bewies er mal wieder, denn auch der objektive Beobachter konnte nicht das Spiel eines Tabellenletzten gegen den Tabellenvierten erkennen. Bereits kurz nach Anpfiff der Partie hatten die Bützower sofort die Möglichkeit, in Führung zu gehen, doch bereits da zeichnete sich ab, was neben einer zu hohen Fehlpassquote das Hauptmanko des Tages war: die Chancenverwertung. Denn auch in der Folge spielte der TSV mutig auf und erspielte sich einige aussichtsreiche Torgelegenheiten. Ein Cut im Spiel der Bützower erfolgte dann nach einer guten Viertelstunde und das im wahrsten Sinne des Wortes: TSV-Stürmer Dorian Buczek musste nach einem Luftzweikampf mit einer kleineren Platzwunde am Hinterkopf für längere Zeit außerhalb das Platzes behandelt werden. Die Ueckermünder Gastgeber nutzten ihre Überzahl für einen Doppelschlag, der die TSV-Männer sichtlich schockte (19., 20.) Nachdem Buczek mit Turban und neuem Trikot wieder mitmischen konnte, ging es für die TSV-Elf zwar wieder mit elf Mann weiter, den viel zitierten roten Faden fand sie jedoch nicht wirklich wieder. Zu viele Fehlpässe prägten das Spiel der Bützower, zu viele Abstimmungsprobleme, vor allem bei den Offensivleuten, sorgten dafür, dass richtig herausgespielte Torchancen Mangelware blieben. Stattdessen gab es noch die ein oder andere brenzlige Situation zu verteidigen, hier war aber zumindest die TSV-Defensive auf der Höhe, sodass es mit dem 0:2 ein die Pause ging.


Bützower können Momentum nicht nutzen

Nach Wiederanpfiff merkte man, dass die TSV-Elf wieder wesentlich griffiger war. Sie erspielte sich auch wieder leichte Feldvorteile und zudem auch aussichtsreiche Chancen. Als die Bützower schließlich drauf und dran waren, das Momentum für sich zu nutzen und das Ergebnis zu drehen, folgte der nächste kalte Schock: Das 3:0 für die Gastgeber (73.), abermals begünstigt durch hausgemachte Unordnung in der TSV-Defensive. Doch nur fünf Minuten später keimte erneut die Hoffnung auf, denn Buczek markierte den verdienten Anschlusstreffer für die Bützower (78.) und der neutrale Beobachter durfte auch äußerlich einen Willen feststellen, das Spiel noch zu drehen. Doch auch diese Drangphase erhielt einen Dämpfer, als Schiedsrichter Toni Schwager (Waren) in der 83. Spielminute auf den Elfmeterpunkt zeigte. Die Gelegenheit, auf 4:1 zu erhöhen, ließ sich der Gastgeber nicht entgehen, wenngleich nicht ganz ohne Bützower Protest, denn der Elfmeterschütze schoss sich bei der Ausführung im Wegrutschen den Ball an sein Standbein, sodass objektiv eine (regelwidrige) Doppelberührung des Balles vorlag. Der Treffer wurde jedoch gegeben, und der Bützower Wille schien vollkommen gebrochen. Das 4:2 durch ein Ueckermünder Eigentor nach Flanke von Kevin Kleindorff (85.) war dann schließlich nur noch Ergebniskosmetik.

TSV Bützow: Andreas Möller – Dorian Buczek, Thorben Medau (82. Dennis Milbratz), Max Körting (68. Maximilian Marquardt), Paul Puskeiler, Kevin Stübke, Christoph Höpel (67. Kevin Kleindorff), Qutaiba Alsharabi, Tony Lübke, Philipp Meier, Johannes Thiemroth




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