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Fußball-Landesliga Nord : TSV lässt überraschend Federn

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bützower Männer kommen in Unterzahl bei der SG Empor Richtenberg nicht über ein 1:1 hinaus

von
erstellt am 26.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Den gestrigen Sonntagsausflug zur SG Empor Richtenberg hatten sich die Bützower Landesliga-Fußballer ganz anders vorgestellt. Der Spitzenreiter der Nord-Staffel kam auswärts nicht über ein 1:1 hinaus, spielte aber auch knapp 80 Minuten inklusive Nachspielzeit in Unterzahl. „Ich weiß, dass die Jungs total enttäuscht sind, doch sie haben alles versucht, um zu gewinnen“, macht TSV-Trainer Helge Marquardt seinen Schützlingen keinen Vorwurf.

Der Bützower Coach musste seine Startelf im Gegensatz zu den Vorwochen aber mächtig umbauen. Mit Hannes Hojenski, Leonardo Carvalho Pires (beide gesperrt), Sebastian Synwoldt (krank) und Paul Puskeiler (verletzt) galt es, gleich vier Leistungsträger zu ersetzen. Da war es klar, dass nicht alles rund laufen kann, zumal die Platzverhältnisse den Gästen nicht gerade entgegen kamen. Kombinationsfußball war auf dem holprigen und tiefen Geläuf kaum möglich. Das kam Richtenberg dafür entgegen. Die SG setzte auf die kämpferischen Tugenden und rieb sich in den Zweikämpfen auf. In der 13. Minute lösten es die Bützower dann aber doch einmal spielerisch, sodass Maik Wießmann im Strafraum zentral vor dem Tor zum Abschluss kam und den Ball sicher verwandelte. Knackpunkt der Partie war dann eine Szene wenig später. Der TSV brachte sich mit einem missglückten Rückpass unnötig in Bedrängnis, sodass ein Richtenberger auf das Bützower Gehäuse zusteuerte, dabei aber von Philipp Schönbrunn unglücklich gekreuzt wurde und zu Fall kam. Die Konsequent war ein Strafstoß und Platzverweis für den TSV-Kicker. Richtenberg nutzte den Elfmeter zum Ausgleich (15.). Wieder musste Helge Marquardt umstellen, zog Vitor Miranda de Oliveira in die Abwehrzentrale zurück. Dass die Bützower nun in Unterzahl spielten, war aber kaum zu merken. Stattdessen starteten sie einen Angriff nach dem nächsten, es entwickelte sich ein Einbahnstraßenfußball. Doch die Richtenberger hielten weiterhin kompromisslos dagegen und schmissen sich in die Zweikämpfe. Viele Foulspiele und am Ende sechs gelbe Karten belegen das körperbetonte Spiel der Hausherren. Trotzdem schafften es die Bützower immer wieder, in den Strafraum einzudringen, hatten aber einfach kein Glück, den Ball ins Tor zu bugsieren. Allein Anderson Costa Camelo scheiterte zwei Mal am Querbalken. Der Höhepunkt war dann ein verschossener Foulelfmeter von Robert Grabowski, als er das Leder in der 88. Minute kläglich über das Tor schoss.

Letztlich waren es trotz der langen Unterzahl zwei verschenkte Punkte, die den Vorsprung an der Spitze auf drei Zähler schmelzen lassen. Am kommenden Sonnabend, 14 Uhr, haben die Bützower die Möglichkeit, den Ausrutscher zu korrigieren, wenn sie den FC Anker Wismar II auf dem Sportplatz am Wall empfangen.

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