Fußball-Kreisoberliga : TSV-K.o. im Elfmeterschießen

Zweifacher Torschütze: Jan Dethloff traf gegen den Kröpeliner SV doppelt, trotzdem reichte es für die Ü35 des TSV Bützow nicht zum Weiterkommen.
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Zweifacher Torschütze: Jan Dethloff traf gegen den Kröpeliner SV doppelt, trotzdem reichte es für die Ü35 des TSV Bützow nicht zum Weiterkommen.

Bützower Ü35 unterlag im Viertelfinale der Kreismeisterschaft gegen den Kröpeliner SV, nachdem sie zweimal mit zwei Toren führte

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14. Juni 2018, 05:00 Uhr

Bitterer hätte für die Ü35 des TSV Bützow die Fußball-Saison nicht enden können. Nachdem die Mannen um Trainer Reiko Willigerode in der Vorrunden-Staffel II der Kreisoberliga souverän den ersten Platz belegten, kassierte sie im Viertelfinale gegen den Kröpeliner SV eine unglückliche Niederlage, die am Ende im Elfmeterschießen besiegelt wurde. „Das Spiel haben wir aber in den 70 Minuten Spielzeit verloren“, sagt TSV-Kicker Christian Urgast. Angesichts des Spielverlaufes hat er da nicht Unrecht.

Die ersatzgeschwächten Bützower agierten taktisch relativ geschickt und ließen die Kröpeliner kaum zur Entfaltung kommen. Mit einem langen Ball in die Spitze leitete Steve Bärmlich sogar den Führungstreffer des TSV ein, als der Kröpeliner Mathias Hermann den Ball unglücklich ins eigene Tor beförderte. Anschließend hatten die Gäste ein leichtes optisches Übergewicht, wobei nur eine nennenswerte Möglichkeit vom ehemaligen Bundesliga-Profi Marco Vorbeck heraussprang.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel dann deutlich an Fahrt auf. Zunächst blieb Bützows Toptorjäger Jan Dethloff vor dem gegnerischen Tor eiskalt und schob zum 2:0 ein, ehe ein Doppelschlag der Kröpeliner das Duell wieder auf Null stellte (48., 51.). Dem TSV drohte, die Partie aus der Hand zu geben, doch nach einem Foulspiel an Matthias Drewes verwandelte zunächst Stefan Kuchenbecker vom Elfmeterpunkt zum 3:2 (59.), ehe Jan Dethloff einen Querpass des aufgerückten Steve Bärmlich zum 4:2 einschob (63.). Das Halbfinale war somit zum Greifen nahe, doch die Kröpeliner warfen noch einmal alles nach vorne. Während bei den Hausherren die Kräfte schwanden und die Rettungsaktionen nicht mehr ausreichend waren, sorgte zunächst ein zu kurz geratener Klärungsversuch per Distanzschuss für den Anschlusstreffer. Dann war schon die letzte der dreiminütigen Nachspielzeit angebrochen, als der Ball noch einmal hoch in den Bützower Strafraum gespielt wurde und Jan Rönnfeldt per Kopfball das 4:4 besorgte. „Schade, dass wir zweimal eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gegeben haben. Wir haben das eigentlich ganz gut gemacht, auch mit dem Personal, das uns zur Verfügung stand. Man muss aber auch den Kröpelinern ein Kompliment machen, dass sie immer an sich geglaubt haben. Das spricht auch für die Qualität des Gegners, denn das ist keine schlechte Truppe“, sagt Christian Urgast. Er selbst ging mit einer Muskelverletzung in der Wade angeschlagen in das Spiel. „Ich konnte dadurch nicht so agieren, wie ich das wollte. Sprinten ging gar nicht. Gut, dass es nicht schlimmer geworden ist“, sagt der 37-Jährige. Pech hatte er aber im Elfmeterschießen, denn sein Versuch wurde vom Kröpeliner Torwart entschärft. Da aber auch Giso Boddien einen Elfmeter parierte, ging das Prozedere nach den ersten fünf Schützen jeder Mannschaft weiter, ehe der KSV vorlegte und Jens Fraß schließlich mit seinem verschossenen Elfer das Spiel zugunsten der Kröpeliner beendete. „Wir haben trotzdem eine gute Saison gespielt, auch wenn wir dieses Spiel gerne gewonnen hätten“, sagt Christian Urgast.

TSV Bützow: Giso Boddien – Daniel Cerncic, Domenic Koziol, Stefan Kuchenbecker, Andre Krüger, Steve Bärmlich, Jens Fraß, Andreas Runge, Matthias Drewes, Jan Dethloff, Christian Urgast – Daniel Ziebarth, Reiko Willigerode

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