Handball : TSV-Duo spielt künftig Bundesliga

Die Handballgans ist das Maskottchen vom TSV Bützow. Celin Kellert (l.) und Maxi Wegner vertreten den Verein und die Warnowstadt in der kommenden Saison in der Bundesliga der weibliche Jugend A.
Die Handballgans ist das Maskottchen vom TSV Bützow. Celin Kellert (l.) und Maxi Wegner vertreten den Verein und die Warnowstadt in der kommenden Saison in der Bundesliga der weibliche Jugend A.

Celin Kellert und Maxi Wegner spielen in der kommenden Saison für den TSV Bützow und den SV Grün-Weiß Schwerin

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22. Juni 2015, 21:00 Uhr

Zwei Bützower Handball-Eigengewächse spielen in der kommenden Saison in der Bundesliga der weiblichen Jugend A – jedoch nicht im TSV-Trikot. Maxi Wegner und Celin Kellert wurden von Trainer Andreas Köster in das Aufgebot des SV Grün-Weiß Schwerin berufen, das sich aus Spielerinnen mehrerer Vereine zusammensetzt. „Beide haben einen sehr guten Charakter und passen deshalb super in das Team“, sagt der Coach, der selbst erst vor zwei Jahren vom TSV Bützow in die Landeshauptstadt wechselte und dort nun als Vereinssportlehrer tätig ist. Doch nicht nur menschlich passt es bei Maxi Wegner und Celin Kellert, sondern vor allem sportlich. „Maxi hat nun schon Erfahrung im Erwachsenenbereich gesammelt. Sie weiß, was sie erwartet, gerade in Bezug auf die Härte. Sie ist mutig und couragiert, verfügt über ein gutes Stellungsspiel“, nennt Andreas Köster einige Stärken der 18-Jährigen. Das hört die Bützowerin sicherlich gerne, bekleidet sie doch eine wichtige Position. „Ich versuche einfach, gut zu halten. Ein gutes Auge und Gespür, wo die Würfe hingehen, sind dafür wichtig. Ansonsten rede ich auch viel mit meinen Vorderleuten, um sie zu dirigieren“, sagt Maxi Wegner.


Zwischen den Pfosten sofort wohlgefühlt


Im Alter von sechs Jahren begann sie beim TSV unter der Leitung von Trainer Frank Maegdefessel mit dem Handball spielen, durchlief seitdem alle Jugendmannschaften des Traditionsvereins. Inzwischen steht sie bei der Frauenmannschaft zwischen den Pfosten. Auf dieser Position fühlt sie sich seit ihren Anfängen am wohlsten. „Es wurde gefragt, wer ins Tor möchte, da habe ich es ausprobiert und bin immer da geblieben“, erinnert sich Maxi Wegner. Den größten Erfolg im Nachwuchsbereich feierte die gebürtige Crivitzerin in der C-Jugend, als sie zusammen mit Celin Kellert, die ebenfalls in Crivitz geboren wurde, die Bezirksmeisterschaft gewann.

Die 17-jährige Celin kam vor zehn Jahren zum TSV Bützow, wo sie ebenfalls ihre ersten Schritte auf dem Parkett wagte. In der B-Jugend war sie aber gezwungen, sich einen neuen Verein zu suchen, weil sich ihre damalige Bützower Mannschaft auflöste. Zu dieser Zeit spielte sie in der Landesauswahl und wechselte für ein Jahr zum Rostocker HC. Seit der vergangenen Saison ist sie aber für die Bützower Frauenmannschaft im Einsatz. Dank einer Genehmigung ihres Arztes ist dies möglich, weil sie noch nicht volljährig ist.

Ein Doppelspielrecht beschert Celin und Maxi nun die Möglichkeit, auch noch in der Bundesliga zu spielen. Andreas Köster ist jedenfalls glücklich, dass er mit Celin Kellert eine talentierte Linkshänderin im Team habe, die über Rechtsaußen und Halbrechts Druck machen soll. „Ich will der Mannschaft einfach helfen“, sagt die 1,80 Meter große Schülerin.

Zusammen mit Maxi wird sie in der Bundesliga von einem guten, alten Bekannten trainiert, über den die beiden Bützowerinnen nur Gutes sagen: „,Kösti’ (Andreas Köster – Anm. d. Red.) ist ein anspruchsvoller Trainer, der uns gut motivieren kann“, sind sich Maxi und Celin einig. Andreas Köster gilt auch als sehr akribisch und ehrgeizig, wohlwissend, dass für die Bützowerinnen in der Bundesliga ein anderer Wind weht. „Es ist viel anstrengender und intensiver. In der Sommerpause halten wir uns selbst fit“, sind sich Maxi und Celin über die Strapazen, die auf sie zukommen, bewusst.

Die Bundesliga geht dann erst Mitte September los, bis dahin wartet noch viel Arbeit auf die Nachwuchs-Talente, die neben den Trainingseinheiten in ihrem Stammverein auch ein bis zweimal in Schwerin trainieren werden. „Da geht es dann mehr um taktische Sachen“, sagt Andreas Köster.


Bundesliga wird im Turniermodus gespielt


Die Bundesliga wird in einem Turniermodus ausgetragen, der zunächst acht Gruppen mit drei Teams vorsieht, ehe davon zwei Teams jeder Gruppe eine Runde weiterkommen (Achtelfinale mit 4x4 Mannschaft usw.). Der Einzug ins Viertelfinale würde gleichzeitig den Klassenerhalt bedeuten.

„Wir wollen aber erst einmal schauen, dass wir uns so gut wie möglich verkaufen. Wir sind eine junge Mannschaft, die sich noch finden muss“, dämpft Köster die Erwartungen. Die Vorfreude bei Maxi und Celin ist dennoch groß: „Höherklassig zu spielen macht einfach Spaß.“ Sollten sich Spiele der Schweriner Bundesliga-Truppe mit denen der Bützower Frauenmannschaft, die in der MV-Liga aktiv ist, kreuzen, geht für Maxi und Celin die Bundesliga vor.

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