Nach dem Tornado in Bützow : Traumkulisse sorgt für Fußballfest

Bützows Hannes Hojenski (l.) im Zweikampf mit Rostocks Tobias Jänicke.
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Bützows Hannes Hojenski (l.) im Zweikampf mit Rostocks Tobias Jänicke.

Das Benefizspiel zwischen dem TSV Bützow und dem FC Hansa Rostock lockte fast 2000 Zuschauer nach Bützow.

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02. Juli 2015, 21:00 Uhr

Mit solch einem Spektakel hat der TSV Bützow am Mittwochabend nun wahrlich nicht gerechnet. Fast 2000 Zuschauer (1933 zahlende) kamen auf den Sportplatz am Wall, um das Benefizspiel zwischen dem Fußball-Landesligisten, TSV Bützow, und Drittligisten, F.C. Hansa Rostock, zu sehen, das unter dem Motto „Fußball gegen Tornadoschäden“ stand. „Dass so viele Zuschauer da waren, ist der blanke Wahnsinn“, freut sich Fußball-Abteilungsleiter Heiko Kopplow über den Andrang. Dadurch kam natürlich auch mehr Geld in die Kasse des Vereins, der davon die Tornado-Schäden auf dem Sportgelände beheben will.

Dass am Ende so viele Zuschauer da waren, lag natürlich auch am Gegner. Der F.C. Hansa ist nach wie vor das Zugpferd schlechthin in Mecklenburg-Vorpommern und lässt sich nicht zweimal bitten, wenn Hilfe gebraucht wird. „Wir haben den guten Zweck erfüllt, sind gerne hier her gefahren“, sagte Hansas Torschütze zum 2:0, Jose Alex Ikeng, nach dem Spiel.

Dieses hatten sich die Rostocker am Ende wohl etwas leichter vorgestellt, doch gegen hartnäckige Bützower hatten sie mehr Probleme, als ihnen lieb war. Der TSV setzte sein Vorhaben, sich nicht zu verstecken, von Anfang an um. Sicherlich agierten sie aus einer defensiveren Haltung heraus und überließen dem F.C. Hansa den Spielaufbau, doch die Gastgeber suchten nach Ballgewinn auch gezielt den Weg nach vorne und schlugen das Leder nicht nur planlos hinten raus. Während die Bützower in der Defensive so gut wie nichts zuließen, ergaben sich auf der Gegenseite großartige Torchancen, selber in Führung zu gehen. Doch ein Kopfball von Leonardo Carvalho Pires strich nur Zentimeter über den Querbalken und Felix Engert ließ sich in einer 1-gegen1-Situation gegen Rostocks Torwart Robin Schröder zu weit nach Außen abdrängen, hatte zwischenzeitlich sogar das leere Tor vor sich. Im Gegenzug trafen stattdessen die Hanseaten nach einem Konter das Tor, der eigentlich schon unterbunden wurde, jedoch im Nachsetzen doch noch den Weg ins TSV-Gehäuse fand (43.).

Nach dem Seitenwechsel wurden die gefährlichen Offensivaktionen der Bützower dann weniger, was aber dem Stand der Vorbereitung und dem Wetter geschuldet war. Vor allem die Hitze ging an die Substanz der TSV-Spieler. Trainer Helge Marquardt brachte zwar viele neue, frische Kräfte, doch dadurch geriet allmählich die Ordnung durcheinander. Beim zweiten Treffer profitierten die Rostocker allerdings von einem Handelfmeter (49.). Am Ende legten sie zwei weitere Treffer nach, die der Leistung aus Bützower Sicht nicht unbedingt gerecht werden. „Ich war vom Spiel unserer Mannschaft absolut begeistert. Das ist aber nicht nur meine Meinung. Schade, dass uns kein Tor gelungen ist, das wir auf jeden Fall verdient gehabt hätten“, sagt Heiko Kopplow. Letztlich habe dieses Benefizspiel sowohl sportlich als auch finanziell alle Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen.

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