Handball : SSV jubelt über Lebenszeichen

Hoch die Hände – die Schwaaner Handball-Männer ließen sich nach dem Heimsieg gegen Schwerin II von ihren Fans feiern.
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Hoch die Hände – die Schwaaner Handball-Männer ließen sich nach dem Heimsieg gegen Schwerin II von ihren Fans feiern.

Schwaaner Handball-Männer gewannen das Kellerduell gegen die SV Mecklenburger Stiere II mit 28:25 (12:15)

svz.de von
05. März 2018, 05:00 Uhr

Ja, er lebt noch! Der Schwaaner SV sendete in der MV-Liga ein wichtiges Lebenszeichen an die Konkurrenz um den Klassenerhalt. Ein Sieg war quasi Pflicht, wenn der SSV im Kampf um den Ligaerhalt noch ein Wörtchen mitreden wollte – umso größer war die Erleichterung nach dem 28:25-Heimerfolg gegen den direkten Mitkonkurrenten SV Mecklenburger Stiere II. Es war ein Sieg, der anschließend umso wichtiger wurde. Denn sowohl der Tabellenletzte HC Empor Rostock II als auch der Tabellennachbar Stavenhagen gewannen ihre Partien an diesem Spieltag.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams setzten erste Statements und konnten aber keinen entscheidenden Torvorteil erreichen. Erst nach einer Viertelstunde, beim 7:7, legte der Gast aus der Landeshauptstadt einen Zwischenspurt ein und erreichte beim 13:9 erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung. Die Schwaaner Recken schüttelten sich, blieben somit in Schlagdistanz. In der Abwehr rückte man enger zusammen und im Angriff wurde die Konzentration erhöht. Auch wenn die Gastgeber kurz vor dem Halbzeitpfiff Tommy Jung mit der dritten 2-Minuten-Strafe verloren und der Rückstand beim 12:15 immer noch drei Tore betrug, so stimmte die Moral beim SSV.

Zumal jetzt der Faktor Kondition bei den Gästen hinzukam. Nicht ein Auswechselspieler stand der Stieren zur Verfügung. Aber das war nicht das Problem von Schwaan. Im Gegenteil: die Schwäne hielten in dieser Phase des Spieles den Kopf oben und legten einen 5:0-Lauf hin. Aus einem 13:16 machten die Schützlinge von Trainer Christian Graf einen 18:16-Vorsprung (43. Minute). Von der Zuschauertribüne gab es bereits jetzt Standing Ovations. Jetzt galt es, den Vorsprung zu halten. Das gelang auch mit einer Ausnahme, als die Schweriner in der 49. Minute noch einmal mit 20:19 in Front lagen. Danach fiel den Gästen aber nicht mehr viel ein. Wenn sie erfolgreich waren, dann meist durch Einzelaktionen. Zudem stand in der zweiten Halbzeit ein glänzend aufgelegter Bastian Grünwald im Tor des SSV. Er machte eine Chance nach der anderen zunichte. Schwaan blieb bis zur letzten Minute hellwach, die Abwehr klappte immer besser und auch das Tempogegenstoß-Spiel war erfolgreich. Am Ende blieben die zwei Punkte zurecht in der Bekehalle.

In der MV-Liga ist vieles möglich. Die Papierform ist das eine, die Tagesform das andere. Schwaan hat gezeigt, wie wichtig das Zusammenspiel aller Mannschaftsteile und eine gut besetzte Bank ist. Erfolgreichste Werfer im Team des Siegers waren Marcel Frieser, der sieben Tore erzielte, und Sascha Stolze, der sechs Mal traf. Ansonsten war es ein Sieg der Mannschaft, der ihr Auftrieb für die nächsten Aufgaben geben sollte. Übrigens, stark war auch der Kurzauftritt von Niklas Kreim, der aus dem Rückraum für ordentlich Power sorgte und dabei auch einen Treffer erzielte.


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