Handball : Schwaaner SV verliert Spitzenspiel

Nahezu mühelos setzte sich der TSV Bützow um Sebastian Kröger (l.) gegen den VfL Blau-Weiß Neukloster durch.
Nahezu mühelos setzte sich der TSV Bützow um Sebastian Kröger (l.) gegen den VfL Blau-Weiß Neukloster durch.

Handball-Verbandsliga: SSV nach dem 29:31 beim HSV Grimmen II trotzdem noch Erster der Ost-Staffel, TSV Bützow gewinnt deutlich

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02. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Im Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga Ost verlor der Schwaaner SV gestern Nachmittag beim HSV Grimmen II mit 29:31 (14:14). Es war die erste Niederlage im achten Spiel. „Das wäre natürlich das Sahnehäubchen gewesen, wir haben trotzdem eine super Hinrunde gespielt“, sagt Arne König vom Schwaaner Trainer-Team. Aufgrund des besseren Torverhältnisses behauptete der SSV dennoch die Tabellenspitze, obwohl beide Truppen punktemäßig (jeweils 14:2) gleichauf liegen.

Die beiden treffsichersten Mannschaften brauchten eine kurze Anlaufzeit, um zu zeigen, warum sie die meisten Tore in der Staffel erzielen. Die Führung wechselte sich hüben wie drüben ab. Dass es die Gäste immer wieder schafften, Rückstände umzubiegen, ist bei allein fünf Zwei-Minuten-Strafen in Durchgang eins bemerkenswert, Grimmen dagegen kassierte nur zwei Zeitstrafen. Hier wurde vom Schiedsrichtergespann teilweise mit zweierlei Maß gemessen. Daraus resultierte eine Menge Unruhe im Spiel, der SSV war sichtlich sauer über einige Entscheidungen und fühlte sich hier und da benachteiligt. Auch SSV-Trainer Arne König musste zwischendurch mal Luft ablassen, kassierte in der 22. Minute sogar eine Verwarnung. Seiner eigenen Mannschaft machte er den Vorwurf, dass sie ein „paar falsche Entscheidungen“ traf, ansonsten hätte es sogar mit einer Pausenführung in die Kabine gehen können, so aber stand es nach 30 Minuten 14:14.

Das erste Tor in Durchgang zwei durch Lukas Ziegler war dann die letzte Schwaaner Führung in diesem Spiel. Beim 19:16 lag Grimmen das erste Mal in dieser Partie mit drei Toren vorne. Obwohl der SSV Moral bewies und den erneuten Ausgleich schaffte, gelang es ihm nicht mehr, den Bock umzustoßen. Das war auch nicht ganz so einfach, weil der HSV aus Grimmen weiterhin machen konnte, was er wollte, ohne dafür bestraft zu werden. Mick Zöllick verletzte sich beispielsweise schwer am Knie, weil ihm von hinten in die Beine gelaufen wurde, ohne dass es dafür für den HSV-Spieler Konsequenzen gab. Oder Paul Schefuß, ihm blutete nach einem Ellenbogenschlag die Lippe, wieder kamen die Gastgeber ungestraft davon. „Es war schwer, den Kopf oben zu behalten“, hatte Schwaans Trainer Arne König sogar Verständnis dafür, dass bei seinem Team ab einer gewissen Zeit der Wurm drin war. Trotzdem ließ sich der SSV sogar von einem Vier-Tore-Rückstand (27:23) nicht entmutigen und schaffte beim 28:27 wieder den Anschluss. Mehr wollte dann aber nicht gelingen, die Grimmener machten in den letzten vier Minuten alles klar (31:29). „Wir haben alles probiert“, fällt es Arne König am Ende nicht leicht, die Niederlage zu akzeptieren. Im Rückspiel haben die Schwaaner aber die Möglichkeit, Revanche zu nehmen.

Schwaaner SV: Bastian Grünwald, Hanjo Martens – Lennart Nixdorf, Mick Zöllig (2), Nils Peters (1), Ben Zimmer (2/1), Jean Gruszka (2/1), Lukas Ziegler (6), Thies Hildebrandt (7), Paul Schefuß (2), Paul Kröger, Steffen Strube (7)


Bützower Jungvater vom Gegner überrascht

In der Handball-Verbandsliga West gab sich der TSV Bützow gegen den VfL Blau-Weiß Neukloster überhaupt keine Blöße. Die Gäste ließen bei der 16:29-Niederlage nicht nur die beiden Punkte in der Warnowstadt, sondern brachten auch noch ein Gastgeschenk mit in die Wilhelm-Schröder-Sporthalle. Der VfL in Person von Stefan Ahrens überraschte seinen ehemaligen Mitspieler Oliver Maegdefessel mit einigen Babyutensilien, denn der TSV-Spieler wurde vor einigen Tagen Vater, Mama „Kathi“ brachte Sohnemann Valentin zur Welt. „Da war ich echt erfreut. Ich hatte eine coole Zeit in Neukloster. Für Stefan und die Alteingesessenen war es selbstverständlich, mir eine kleine Aufmerksamkeit zu überreichen“, weiß Oliver Maegdefessel die Überraschung zu schätzen.

Der 29-Jährige steuerte dann im Anschluss zwei Treffer zum deutlichen Heimerfolg gegen den Tabellenvorletzten bei. Dass die Bützower mit 13 Toren Unterschied gewinnen, daran hatten sie nicht gedacht. „Ich habe mehr Gegenwehr erwartet“, gesteht TSV-Trainer Thomas Necker. Die Gastgeber waren allerdings auch in der komfortablen Situation, mit voller Kapelle anzutreten. Bützows Coach ließ die Mannschaft dann in einem 3-2-1 agieren, was sich durchaus bewährte. „Unsere Abwehr stand sehr gut, es war ein solider Auftritt“, so das Fazit von Necker.

TSV Bützow: Falk Schünemann, Martin Strigun – Yannick Laß (2), Jonas-Magnus Dethloff (5/2), Denny Pahl (1), Maximilian Veit (8), Sebastian Kröger (2), Bernhard Zisler (4), Henning Zisler (5), Dustin Kauer, Johannes Wolny, Sebastian Ritter, Oliver Maegdefessel (2)

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